Ermittlungen der Staatsanwaltschaft:

EVL-Chef Donbeck: "Das ist eine üble Sache!"

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Landshut - DEL2-Ausschluss, Chaos, eine Anzeige und nun Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Geschäftsführer Donbeck - der EV Landshut kommt einfach nicht zur Ruhe.

Obwohl Mäzen Rainer Beck inzwischen verlautbaren ließ, den Spielbetrieb für die anstehende Saison in der Oberliga zu sichern, kehrt beim EV Landshut keine Ruhe ein. Denn nach dem Ausschluss des Klubs aus der DEL2 wegen einer bilanziellen Überschuldung ermittelt die Staatsanwaltschaft Landshut nun gegen Christian Donbeck, den Geschäftsführer der L.E.S. GmbH, wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung. Das berichtet das Wochenblatt.

Wie berichtet, hatte ein Sponsor des EVL Ende Juli Strafanzeige gegen Donbeck gestellt. Der Sponsor hatte Ende Mai 2015 einen Sponsorenvertrag mit dem Verein geschlossen, in dem aber die Ligenbezeichnung „DEL2“ für die kommende Saison gefehlt haben soll. Daraus schloss der Geldgeber, dass Donbeck die großen finanziellen Probleme seines Vereins zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt gewesen seien. Es soll auch bereits Zahlungen für die anstehende Saison gegeben haben.

Donbeck selbst will das nicht so auf sich sitzen lassen und hat inzwischen Stellung bezogen. "Wir haben das Geld mittlerweile zurückbezahlt", sagte Donbeck dem Fachmagazin Eishockeynews. Komisch: Angeblich hat derselbe Sponsor aber gleichzeitig wieder Dauerkarten für die neue Saison bestellt. Zum Verdacht der Insolvenzverschleppung fand der Geschäftsführer, der nach wie vor im Amt ist, klare Worte: "Das ist eine üble Sache. Wir haben Akteneinsicht beantragt!"

Bis Ergebnisse bei der Staatsanwaltschaft vorliegen, wird es wohl Monate dauern. Bis dahin will der Erzrivale der Starbulls nun möglichst nur noch auf sportlicher Ebene für Schlagzeilen sorgen.

mw

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