Löwen kassieren Niederlage

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Waldkraiburgs Martin Führmann traf zum 1:1-Ausgleich gegen Königsbrunn.

Waldkraiburg - Serien sind zwar wirklich etwas Schönes, doch leider haben sie auch etwas Gewisses: irgendwann reißen sie alle.

Fast auf den Tag genau waren es 20 Monate, dass die "Löwen" vom EHC Waldkraiburg kein Pflichtspiel mehr im eigenen Stadion verloren hatten. Gegen den ESV Königsbrunn war es nun aber wieder einmal so weit. Die Mannschaft von Jan Smolko unterlag nach zwei schwachen Dritteln und einer dramatischen Schlussphase mit 2:3.

Mit 15 Minuten Verspätung konnte die Partie zwischen den "Löwen" und den "Pinguinen" erst angepfiffen werden, weil nach dem Eismachen noch zu viel Wasser auf der Spielfläche stand. Durch die Verzögerung schien den Hausherren auch etwas ihrer gewohnten Anfangsspannung verloren gegangen zu sein. Denn mit einigen Unachtsamkeiten im Offensivspiel starteten die Industriestädter in die Begegnung. Bezeichnenderweise war es auch genau eine solche Unachtsamkeit, die zum ersten Rückstand führte.

Im Drittel der "Pinguine" verloren die "Löwen" die Scheibe und Jan Fadrny schloss den Break problemlos ab (10:37). Dem EHC war das Glück in den ersten 20 Minuten noch nicht wirklich hold, zweimal trafen sie nur den Pfosten, weitere gute Gelegenheiten vereitelte Keeper Dominik Wagner im Tor des ESV.

Das zweite Drittel begann denkbar ungünstig für die Hausherren, denn nach einem Foul an Patrik Ullmann erhielten die "Pinguine" einen Penalty zugesprochen. Kurioserweise trat aber nicht, wie im Regelwerk vorgesehen, der Gefoulte selbst an, sondern Kontingentspieler Jan Fadrny. Seinen ersten Versuch verwandelte der Tscheche noch, doch der Unparteiische verweigerte dem Tor die Anerkennung, weil er den Penalty noch nicht angepfiffen hatte. Im zweiten Anlauf scheiterte Fadrny dann an Keeper Patric Scharnagl. In den folgenden Minuten konnten die "Löwen" aus ihren Überzahlspielen zunächst keinen Profit schlagen, in der 30. Minute klappte es dann aber doch und Martin Führmann glich zum 1:1 aus (29:06).

Doch die Antwort von Königsbrunn, die immer wieder Raum für gefährliche Konter bekamen, folgte prompt: Benjamin Arnold brachte die "Pinguine" erneut in Front (29:37), Marc Streicher traf in Überzahl zum 3:1 für die Gäste (31:27). Der EHC erarbeitete sich nun mehr Chancen, doch das Gehäuse von Wagner schien wie vernagelt.

Im Schlussdrittel das gleiche Bild: der EHC wirkte bemüht, doch es wollte einfach nichts gelingen. Egal ob aus der Distanz, oder direkt vor Keeper Wagner - die "Löwen" brachten die Scheibe einfach nicht über die Linie. Als wäre dies aber noch nicht schlimm genug, musste Coach Smolko dann auch noch auf Kapitän Peter Richter verzichten, der sich im Laufe des ersten Drittels ebenso wie Martin Führmann offenbar verletzt hatte.

Nach Jan Lobodas Anschlusstreffer keimte zwar nochmals kurz Hoffnung auf, doch auch in einer am Ende dramatischen Schlussphase hielt der Mann des Spiels, Dominik Wagner im Tor des ESV die Punkte für seine "Pinguine" fest.

"Heute war der Wille bei uns nicht so vorhanden, wie in den letzten Wochen, darum hat Königsbrunn auch gewonnen. Trotzdem müssen wir die Köpfe aber nicht hängen lassen. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, denn was sie in den letzten Wochen schon geleistet hat, ist sensationell", fand EHC-Trainer Jan Smolko nach dem Spiel versöhnliche Worte. Und damit hatte er vollkommen Recht, denn trotz der ersten Pflichtspiel-Heimpleite nach 20 Monaten bleibt der Aufsteiger weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz.

Statistik:

Bayernliga 2011/2012, 10. Spieltag. EHC Waldkraiburg - ESV Königsbrunn (0:1/1:2/)

Tore: 0:1 10:37 Fadrny J. (Zimmermann P.), 1:1 29:06 Führmann M. (Loboda J.), 1:2 29:37 Arnold B. (Ullmann P.), 1:3 31:27 Streicher M. (Arnold B., Polaczek M.), 2:3 54:03 Loboda J. (Piskunov A.).

Strafen: EHC Waldkraiburg 16 Strafminuten, ESV Königsbrunn 20 Strafminuten.

Zuschauer: 384.

göß/Mühldorfer Anzeiger

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