Heimspiel am heutigen Abend gegen den EHC 80 aus Nürnberg - Beginn um 19.45 Uhr

Löwen treffen auf kernige Franken

Waldkraiburg Nur einmal geht es für die "Löwen" vom EHC Waldkraiburg an diesem Wochenende in der Eishockey-Bayernliga um Punkte.

Dabei empfängt die Mannschaft von Trainer Jan Smolko am heutigen Freitagabend den EHC 80 aus Nürnberg. Eines steht dabei schon jetzt fest: In der Partie, die wie gewohnt um 19.45 Uhr angepfiffen wird, werden die Industriestädter besonders eines brauchen, nämlich körperliche Robustheit.

Mit den Franken kommen nicht nur die amtierenden Landesligameister, die den EHC in der Vorsaison im Aufstiegshalbfinale nach Penalty-Schießen bezwingen konnten, sondern auch die aktuellen Strafbankkönige der Bayernliga in die Industriestadt. Ganze 889 Strafminuten wurden in den bisherigen 25 absolvierten Spielen gegen die Nürnberger ausgesprochen - 35,56 Minuten im Schnitt. In den letzten vier Jahren hatte keine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt mehr auf dem Konto.

Die mannschaftsinternen "Tabellenführer" der Strafen-Rangliste sind Dominik Budny (120 Strafminuten in 22 Spielen), gefolgt von Sascha Petrojannis (91/22) und Kontingentspieler Bobby Hughes (84/9).

In jedem Fall wird sich der EHC Waldkraiburg somit auf ein körperbetontes und sehr intensives Spiel einstellen müssen. Interessant zu sehen wird dabei sein, wie die Löwen mit dieser Spielweise klar kommen, sind sie selber doch das genaue Gegenteil wenn man so will. In einer Tabelle sind die Waldkraiburger nämlich klar Führender: Eben bei den angesprochenen Strafzeiten. 11,65 Minuten verbringen die Löwen pro Partie in der Kühlbox, 268 Strafminuten wurden insgesamt in den bisherigen 23 Spielen gegen den EHC ausgesprochen.

Ein schöner Wert, doch kaufen können sich die Waldkraiburger davon nichts und Extrapunkte für Fairness wurden im Eishockey noch nie verteilt. Was hingegen gerne verteilt wird, gerade bei den Löwen, sind Geschenke, bedingt durch individuelle Fehler.

Genau solche hatten am letzten Wochenende im Spiel gegen den TEV Miesbach dazu geführt, dass man am Ende wieder mit leeren Händen dastand. Viermal hatte der EHC zwar knapp geführt, anstatt sich aber abzusetzen, konnte Miesbach viermal wieder ausgleichen und am Ende sogar mit 6:4 gewinnen.

EHC-Coach Jan Smolko war damals nach der Partie deutlich angefressen: "Ich bin heute wirklich sauer, denn das, was wir da im letzten Drittel gemacht haben, kann ich einfach nicht verstehen. Zwei Drittel haben wir das Spiel klar unter Kontrolle gehabt, aber anstatt Tore zu schießen, haben wir immer wieder den Ausgleich bekommen. Jetzt ist alles vorbei, mit einem Sieg wäre vielleicht noch etwas gegangen, aber jetzt müssen wir uns auf die Abstiegsrunde einstellen", so der Slowake.

Genau richtig scheint da der kampfbetont spielende Tabellenvorletzte aus Nürnberg zu kommen. Denn gerade in der Abstiegsrunde und den drohenden Play-downs kann man Begegnungen nur über den Einsatz, die Leidenschaft und das körperbetonte Spiel für sich entscheiden.

göß

Rubriklistenbild: © dpa

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