"Löwen" wollen endlich die Wende

Waldkraiburg - Die "Löwen" vom EHC Waldkraiburg, die doch keinen "Zuwachs" bekommen haben, müssen wieder ran, wollen die Wende schaffen und endlich wieder punkten.

Die kurze Weihnachts- und Neujahrspause ist vorüber, es wird wieder ernst in der Eishockey-Bayernliga! Auch die "Löwen" vom EHC Waldkraiburg, die doch keinen "Zuwachs" bekommen haben, müssen wieder ran, wollen die Wende schaffen und endlich wieder punkten. Den ersten Versuch dazu starten sie am Freitag bei der EA Schongau (Spielbeginn um 19.45 Uhr), am Sonntag gastiert der TEV Miesbach in der Industriestadt (Spielbeginn: 17.15 Uhr).

In der Tabelle sind die beiden Bayernligaaufsteiger Schongau und Waldkraiburg zuletzt wieder deutlich näher zusammengerückt. Dies lag aber weniger an den Schongauer "Mammuts", als vielmehr an den zuletzt zwölf Niederlagen der "Löwen" in Serie. Schongau hat sogar von den letzten 13 Spielen keines mehr gewonnen, der letzte Sieg datiert Anfang November, ein 6:4 im heimischen Stadion gegen Dorfen.

Eine Serie wird in diesem Spiel am Freitagabend also definitiv reißen, EHC-Kapitän Peter Richter und seine Teamkollegen hoffen natürlich, dass es ihre sein wird. In der Tabelle liegt die EA Schongau, die im Augenblick die löchrigste Defensive und die harmloseste Offensive stellt, seit dem 17. Spieltag auf dem letzten Rang, die "Löwen" sind inzwischen bis Platz zwölf durchgereicht worden.

In den letzten Wochen waren die Akkus mehrerer Leistungsträger beim EHC zunehmend leerer geworden, die Pause wurde nun zur Regeneration genutzt: Kontingentspieler Jan Loboda reiste zu seiner Familie nach Slowenien, viele seiner Teamkollegen liefen beispielsweise beim Freundschaftsspiel gegen die College-Auswahl am 30. Dezember nicht auf.

Unter Beweis stellen, was sie können, müssen die "Löwen" dann auch am kommenden Sonntag in ihrem Heimspiel gegen den eigentlich als Meisterschaftsfavoriten gestarteten TEV Miesbach. Nach drei Siegen aus den ersten sechs Spielen trennten sich die Wege der Miesbacher und von Trainer Rudi Sternkopf Ende Oktober.

Es übernahm der ehemalige Erstliga-Torhüter "Beppo" Schlickenrieder. In den 16 Spielen unter seiner Ägide setzte es acht Niederlagen, drei davon erst Penalty-Schießen. Vor dem Jahreswechsel zeigte die Formkurve des TEV wieder deutlich nach oben: So siegten sie mit 3:1 in Buchloe, unterlagen beim Meister in Sonthofen erst nach Penalty-Schießen und schlugen Schweinfurt mit 2:1.

Mit 35 Punkten belegen die Oberländler derzeit den siebten Tabellenplatz und stehen damit auf einem der begehrten acht Plätze, an welche die Waldkraiburger nicht mehr denken müssen, denn dieser Zug ist wohl abgefahren. Vielmehr gilt es, sich wieder Selbstvertrauen zu holen, egal gegen welchen Gegner.

Der Gegner vom Sonntag, der TEV Miesbach, wird dabei sicherlich hochmotiviert in die Industriestadt kommen. Denn die 1:3-Heimpleite gegen die "Löwen" dürfte die Truppe um den ehemaligen Waldkraiburger Stürmer Stefan Rohm noch nicht vergessen haben.

göß/Oberbayerisches Volksblatt

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