Wenzel und Bergmann weg?

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Schießt nächste Saison seine Tore voraussichtlich nicht mehr für Rosenheim: Der torgefährlichste Verteidiger der Oberliga, Matthias Bergmann.

Rosenheim - Nichts ist entschieden, doch so manches zeichnet sich bei den Starbulls schon deutlich ab: zwei deutsche Spieler werden wohl gehen.

Beim Eishockey-Oberligisten Starbulls Rosenheim gab es zwar in der letzten Woche keine definitiven Entscheidungen, was die Kader-Zusammenstellung für die neue Saison betrifft, aber eins scheint sicher: Trainer Franz Steer wird in der neuen Spielzeit auf einige deutsche Spieler nicht mehr zurückgreifen können beziehungsweise wollen.

Den Verein verlassen werden mit ziemlicher Sicherheit Verteidiger Matthias Bergmann und Stürmer Simon Wenzel, die sich beide in Richtung 2. Bundesliga orientieren wollen. "Wir haben beiden ein verbessertes Angebot vorgelegt und wollten sie aufgrund ihrer guten Leistung in der letzten Saison weiter verpflichten, aber wenn sich ein Spieler nach oben orientieren will, ist das legitim", erklärte Steer.

Steer sauer auf die Spielerberater

Der Rosenheimer Coach ist diesbezüglich allerdings auch leicht angesäuert, was die Rolle der Spielerberater betrifft und das besonders im Fall Wenzel. "Da werden teilweise Versprechungen gemacht, die nicht korrekt sind", schimpft Steer. Der Landshuter verhandelt derweil mit einigen deutschen Spielern, Namen wollte er allerdings keine nennen und unterschrieben ist auch noch nichts. "Nach den Erfahrungen der letzten Wochen glaube ich erst, dass ein Spieler nächste Saison bei uns spielt, wenn er beim ersten Training anwesend ist", sagt Steer, der die Mannschaft für die neue Spielzeit mit einem reduzierten Etat zusammenbasteln muss. "Keiner weiß, wie viele Spiele wir nächste Saison zu absolvieren haben und wie die genaue Ligazusammenstellung aussieht. Das macht die Planung nicht gerade einfach", erklärte Steer. Deshalb ist auch noch völlig offen, welche Ausländer die drei Kontingentstellen einnehmen. "Ryan Fairbarn hat ein Angebot von uns bekommen", verrät Steer. Über die Zukunft von Dylan Stanley und Ron Newhook in Rosenheim ist noch keine Entscheidung gefallen. "Das hängt auch von den Spielern ab", so Steer. Sollte Ron Newhook in diesem Jahr tatsächlich Deutscher werden, so jedenfalls deutete es Steer an, ist der quirlige Stürmer natürlich für jeden Zweitligisten ein Thema. "Dann wird es für uns schwer, ihn zu halten, auch wenn unsere Ausländer bei uns letzte Saison gut verdient haben", vermutet Steer.

In dieser Woche wird der Rosenheimer Trainer einigen Spielern sagen, dass er 2009/2010 nicht mehr mit ihnen plant. Sicher ist, dass voraussichtlich vier Nachwuchsakteure (Endjahrgänge) aus der eigenen DNL-Mannschaft übernommen werden. Dazu kommt noch Torhüter Lukas Steinhauer, der zusammen mit Claus Dalpiaz die zwei Torhüterpositionen bekleidet. Oliver Häusler wird seine Karriere beenden und als Co-Trainer von DNL-Coach Thomas Schädler im Starbulls-Nachwuchsbereich arbeiten.

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