Falken chancenlos - Starbulls bald Möchel-los

Rosenheim - Auch wenn die Starbulls 3:1 gegen die Falken gewonnen haben - in der Pressekonferenz hatte Franz Steer dann doch noch eine schlechte Nachricht im Gepäck. **NEU: PK-Video**

Marius Möchel wird die Starbulls zum Saisonende verlassen. Laut Radio Charivari hat Franz Steer die Hiobsbotschft in der Pressekonferenz (PK-Video folgt) nach dem Spiel verkündet.

Marius Möchel

Wie die Hamburg Freezers auf ihrer Homepage ebenfalls vermelden, hat Marius Möchel beim DEL-Club einen Vertrag bis 2013 unterschrieben. Auf der Homepage der Freezers heißt es: "Die Hamburg Freezers haben sich intensiv um mich bemüht und mir den Eindruck vermittelt, dass sie mich wirklich wollen“, so Möchel, dessen Stiefbruder Niklas Treutle ebenfalls in den Reihen der Freezers spielt. „Ich sehe dort die Perspektive, mich in der DEL durchzusetzen. Zudem habe ich, natürlich auch von Niklas, viele gute Dinge über den Club und die Stadt gehört!"

Genauere Informationen folgen in den nächsten Tagen.

Lesen Sie hier den Spielbericht aus dem Oberbayerischen Volksblatt:

3:1 - Auger stellt die Weichen auf Sieg

Das war Nummer zwei: Mit einem 3:1-Sieg vor heimischer Kulisse haben die Starbulls Rosenheim im Play-off-Viertelfinale der 2. Eishockey-Bundesliga gegen die Heilbronner Falken den zweiten Sieg eingefahren. Damit ist zumindest schon einmal die halbe Miete geschafft.

Auger mit seinem ersten Treffer.

Die Schlüsselszene ergab sich in in der 33. Minute. Heilbronns Tomas Martinec leistete sich einen Stockschlag gegen Beppo Frank und musste unter dem Jubel der Rosenheimer Fans vorzeitig in die Kabine. Die Starbulls spielten fünf Minuten in Überzahl und nutzten dieses zum 2:1-Führungstreffer durch Dominic Auger. Der Verteidiger hatte zuvor bereits das 1:0 erzielt und war damit für die Starbulls-Offensive in die Bresche gesprungen, die sich zwar einige sehr gute Torchancen erspielte, diese allerdings nicht nutzen konnte. Und so brachte der erfahrene Verteidiger, der einmal mehr ein starkes Spiel machte, die Rosenheimer auf die Siegerstraße. „Es war eine harte Entscheidung“, kommentierte Gäste-Trainer Rico Rossi.

Auger jubelt über seinen Treffer.

Der Heilbronner Coach hatte insgesamt ein „sehr gutes Spiel von beiden Teams“ gesehen. Klar, dass ihn die Niederlage schmerzte. „Es war von Anfang an klar, dass es eine harte Serie werden würde. Nun müssen wir am Sonntag gewinnen“, so Rossi. Starbulls-Coach Franz Steer sieht sein Team trotz der beiden Siege noch nicht in der Favoritenrolle. „Heilbronn hat in seinen drei Reihen eine hohe Qualität“, meinte Steer. Umso größer fiel das Lob für seine Mannschaft aus, die mit Thomas Schenkel, Tommi Hannus und Floppo Zeller auf eine komplette Sturmreihe mit reichlich Erfahrung verzichten musste. „Wir haben mit etlichen Leuten gespielt, die heuer neu in dieser Liga sind – diese Leistung kann man gar nicht hoch genug einschätzen“, meinte Steer.

Maracle in Bedrängnis.

Es war zwar ein knappes und hart umkämpftes zweites Viertelfinale, der Sieg für die Starbulls ging aber aufgrund der größeren Chancen absolut in Ordnung. Im ersten Drittel hatten Marcus Marsall, Alan Reader und Marius Möchel das 2:0 auf dem Schläger, ehe Aaron Slattengren für Heilbronn egalisieren konnte. Im Mittelabschnitt wandelte Beppo Frank fast auf den Spuren Augers und hatte zwei dicke Gelegenheiten. So blieb es bis zum Ende spannend und die Starbulls hatten bei einem Pfostenschuss von Heilbronns Michel Leveille Glück, dass es bei der Führung blieb. Als die Gäste ihren Goalie Kellen Briggs für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis nahmen, gelang Möchel schließlich der 3:1-Endstand. Es folgte Rosenheimer Freude pur – ganz nach dem Song von „Ich & Ich“: So kann es sein, so soll es bleiben, so hab ich es mir gewünscht...

Statistik:

Starbulls Rosenheim – Heilbronner Falken 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)

Tore: 1:0 (3.) Auger/Schopf, Stephens, 1:1 (15.) Slattengren/Leveille, Calce, 2:1 (37.) Auger/Stephens, 3:1 (60.) Möchel/Reader, Stephens;

Schiedsrichter: Zehetleitner;

Strafminuten: Rosenheim 12, Heilbronn 15 plus je 10 Disziplinar für Wenzel und Cox plus Spieldauer für Martinec;

Zuschauer: 3329.

Play-off-Viertelfinale:

  • Landshut – Ravensburg 2:5 (Stand 0:2)
  • Rosenheim – Heilbronn 3:1 (Stand 2:0)
  • Dresden – Bremerhaven 3:2 n.V. (Stand 2:0)
  • Kaufbeuren – Schwenningen 0:6 (Stand 0:2)

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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