Starbulls verlieren beim Spitzenreiter

Drei Ex-Rosenheimer treffen im "Spiel der frühen Tore"

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Dominic Auger (re., hier gegen Max Vollmayer) war einer der drei Ex-Rosenheimer, die im Duell gegen die Starbulls trafen.
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Bietigheim - Beim ewig jungen DEL2-Duell, bei dem die Rollen diesmal im Vorfeld klar verteilt waren, gab es für die Starbulls nichts zu holen. *NEU: Videos*

Vor 2.814 Besuchern in EgeTrans-Arena unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler mit 3:6 (1:2, 0:2, 2:2) bei den Bietigheim Steelers. Nach der Pleite gegen den Tabellenführer ist der Rückstand auf die Pre-Playoff-Plätze damit auf 17 Zähler angewachsen. Bei genauso vielen jetzt noch ausstehenden Hauptrundenspielen dürfte es nun ein nahezu aussichtsloses Unterfangen für die Starbulls sein, den erhofften zehnten Platz doch noch irgendwie zu erreichen.

Dabei spielten die erneut ersatzgeschwächten Starbulls (ohne Simon Fischhaber, Micky Rohner und Michi Baindl) gar nicht mal so schlecht in Baden-Württemberg, doch eine hundsmiserable Chancenauswertung, zu wenig Bullygewinne und ein defizitreiches Powerplay-Spiel verhinderten ein Erfolgserlebnis. Bietigheim hingegen nützte die sich bietenden Möglichkeiten sehr konsequent.

Frühe Führung durch Heidenreich

Dabei begann das "Spiel der schnellen Tore" aus grün-weißer Sicht optimal. Keine zwei Minuten waren gespielt, da gelang Simon Heidenreich sein zweites Profitor. Nach Vorlage von Manuel Edfelder "tunnelte" er Steelers-Keeper "Silo" Martinovic zum 0:1. Rosenheim checkte in der Folge weiter mutig vor - und Bietigheim brauchte eine Weile, um ins Spiel zu finden.

Schließlich war es der Ex-Rosenheimer Dominic Auger, der sich nachträglich zu seinem 40. (!) Geburtstag selbst beschenkte, indem er in der 9. Minute im Powerplay erfolgreich war. Und nur zwei Minuten später war die Partie gedreht, als mit Benjamin Zientek ein weiterer ehemaliger Starbulls-Spieler erfolgreich war (11.).

Video: Die Highlights der Partie

Nach dem ersten Wechsel dauerte es ganze 49 Sekunden, bis es ein drittes Mal hinter Lukas Steinhauer "klingelte". Der Torschütze war David Wrigley (21.) - doch anschließend hatten sowohl Joseph Lewis als auch Tyler McNeely Riesenchancen zum Anschlusstreffer. Bei McNeely war es sogar so knapp, dass die nicht immer sicheren Schiris den Videobeweis konsultierten. Doch in der 30. Minute hatte Robin Just nach schöner Vorarbeit von Cabana viel zu viel Platz und traf aus dem Handgelenk zum 4:1 ins lange Eck.

Mit Weller trifft auch dritter Ex-Rosenheimer

Im Schlussdrittel waren genau 32 Sekunden über die Uhr gelaufen, bis Steinhauer ein fünftes Mal hinter sich greifen musste. Der Torschütze war der schussstarke Marcus Sommerfeld, der im Slot ganz frei war! Dass Sommerfeld torgefährlich ist, hätte sich eigentlich auch bis nach Rosenheim herumgesprochen haben. Christoph Gottwald verkürzte zwar in der Folge auf 2:5 (43.), doch spätestens nachdem auch der dritte ehemalige Rosenheimer im Steelers-Dress, Shawn Weller, sein Tor gemacht hatte (52.), war die Partie endgültig zu Gunsten der Gastgeber entschieden.

Für ein wenig Kosmetik sorgte McNeely mit dem Tor zum 3:6-Endstand kurz vor Schluss. Alles in allem ging der Bietigheimer Sieg aber in Ordnung - und die nächste Aufgabe wird für die Starbulls mit dem Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt (Sonntag, 17 Uhr, Emilo-Stadion) keineswegs leichter...

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik: 

Bietigheim Steelers - Starbulls Rosenheim 6:3 (2:1, 2:0, 2:2) 

Tore: 0:1 (2.) Simon Heidenreich (Manuel Edfelder, Stephan Kronthaler), 1:1 (9.) Dominic Auger (Matt McKnight, Marcus Sommerfeld - Überzahl-Tor), 2:1 (11.) Benjamin Zientek (Shawn Weller, Andreas Schwarz), 3:1 (21.) David Wrigley (Marcus Sommerfeld, Matt McKnight), 4:1 (30.) Robin Just (Frederik Cabana, Sebastian Alt), 5:1 (41.) Marcus Sommerfeld (David Wrigley, Sebastian Alt), 5:2 (43.) Christoph Gottwald (Thomas Reichel, Tyler McNeely), 6:2 (52.) Shawn Weller (David Wrigley, Matt McKnigt - Überzahl-Tor), 6:3 (54.) Tyler McNeely (Max Vollmayer - Überzahl-Tor).
Schiedsrichter: Carsten Lenhart (Kassel).
Strafen: Bietigheim 17 plus Spieldauerstrafe gegen Adam Borzecki - Rosenheim 34.
Zuschauer: 2.814. 

mw

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