Weihager bei Kantersieg treffsicher

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Crimmitschau - Dieser Ausflug nach Westsachsen hat sich für die Starbulls mehr als gelohnt. Bei den Eispiraten feierten sie einen unverhofft deutlichen Kantersieg.

Video: Die Tore des Spiels

Vor nur 1.408 Besuchern im Sahnpark gewannen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Abend klar und deutlich mit 6:1 (2:0, 3:0, 1:1) gegen die Eispiraten Crimmitschau und haben damit das nächste Sechs-Punkte-Wochenende perfekt gemacht. Gegen einen über weite Strecken desolaten Gegner ließen die Grün-Weißen bis auf einige kurze Phasen im ersten Drittel keinen Zweifel daran, wer das Eis als Sieger verlassen würde. Mann des Abends war aus Sicht der Rosenheimer Robin Weihager: Der schwedische Verteidiger hat es mit seinem Dreierpack doch tatsächlich geschafft, seinen nordamerikanischen Sturmkollegen für das nächste Spiel den „Goldhelm“ abzuluchsen.

Wieder starkes Powerplay der Starbulls

Die Oberbayern begannen das Gastspiel in Westsachsen konzentriert und legten nach einer Eispiraten-Chance durch Max Campbell gleich im ersten Powerplay den Grundstein zum Sieg: Micky Rohner stieß in die Lücke der Crimmitschauer "Box" und verwandelte das exakte Zuspiel von Kim Staal unhaltbar für Peter Holmgren zum 0:1 (6.). Überhaupt machten die Gäste sowohl im Überzahl- als auch im Unterzahl-Spiel wieder eine gute Figur. Zuvor hatte bereits Norman Hauner die Großchance zur grün-weißen Führung.

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Die Gastgeber antworteten mit einigen wütenden Angriffen und Chancen für Campbell und Scott Pitt (Frederic Cloutier zeigte da einige gute Paraden), doch in der 14. Minute klingelte es wieder auf der Gegenseite: Über Hauner kam die Scheibe zu Tyler McNeely, der den mitgelaufenen Robin Weihager mit einem scharfen Querpass bediente. Der Schwede vollstreckte frei vor Holmgren sicher zum 0:2. Weihager und Dominic Auger hätten die Starbulls-Führung, die übrigens bereits nach dem ersten Drittel vollkommen verdient war, anschließend noch weiter ausbauen können.

"Trainingsspiel" ab dem 0:3

Nach dem ersten Aufenthalt in den Kabinen entwickelte sich das Match für die Rosenheimer mehr und mehr zum lockeren Trainingsspiel: Spätestens nach dem 0:3 - für das wieder Weihager verantwortlich zeichnete, der die Scheibe in bekannter Manier im Powerplay unter die Latte "zimmerte" (30.) - gab es von Crimmitschauer Seite kaum noch Gegenwehr. In Minute 33 markierte Weihager deshalb nach Vorlage von McNeely und Kapitän Stephan Gottwald seinen dritten Treffer. Und nur 45 Sekunden später hieß es 0:5, als Auger von den Hausherren geradezu zum Toreschießen eingeladen wurde (33.). Nun hatten auch die Fans der Eispiraten die "Schnauze voll": Es hagelte wüste Beschimpfungen in Richtung der eigenen Spieler und wiederholte "Trainer Raus"-Rufe gegen Chefanweiser Fabian Dahlem, einen gebürtigen Rosenheimer.

Weller blieb verletzt in der Kabine

In den letzten 20 Minuten änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts mehr: Andrej Strahkov machte in der 43. Minute aus kurzer Distanz das halbe Dutzend aus Gästesicht voll. Auch bei einer handfesten Schlägerei gaben die Rosenheimer anschließend eindeutig die bessere Figur ab und behielten in allen drei Kämpfen klar die Oberhand. Zwei Wermutstropfen gab es aber doch noch zu beklagen: Zum einen versauten die Grün-Weißen kurz vor Schluss selbst den "Shut Out" für ihren Torhüter Cloutier, als sie bei eigener Überzahl nicht aufpassten und durch Harrison Reed den "Shorthander" zum 1:6-Endstand hinnehmen mussten (59.). Zum anderen wäre da noch die mögliche Verletzung von Shawn Weller zu vermelden, der wohl einen Schuss abbekommen haben dürfte und im letzten Drittel deswegen nicht mehr auf dem Eis stand. Ihn ersetzte ab diesem Zeitpunkt Fabian Zick an der Seite von McNeely und Hauner.

"Gegen Top-Team verloren!"

"Wir haben heute gegen ein Top-Team der Liga verloren", versuchte Dahlem hinterher etwas zu relativieren, nachdem ihm auf der Pressekonferenz zunächst für einige Sekunden die Worte zu fehlen schienen. "Wir hatten uns viel vorgenommen, einige vielleicht sogar zu viel. Uns hat anfangs etwas das Glück gefehlt, ab dem zweiten Drittel hat uns Rosenheim allerdings klar dominiert", so der Trainer weiter. Kollege Franz Steer war dagegen sehr zufrieden: "Das war ein sehr gutes Spiel von uns, das hat mir richtig gut gefallen! Bei Shawn Weller müssen wir abwarten, was er genau hat!" Zu hoffen bleibt, dass der Amerikaner am Freitag bei der "Students Night" gegen die Dresdner Eislöwen (19.30 Uhr, Kathrein-Stadion) wieder dabei sein kann.

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Eispiraten Crimmitschau – Starbulls Rosenheim 1:6 (0:2, 0:3, 1:1)

Tore: 0:1 (6.) Michael Rohner (Kim Staal, Robin Weihager – Überzahl-Tor), 0:2 (14.) Robin Weihager (Tyler McNeely, Norman Hauner), 0:3 (30.) Robin Weihager (Andrej Strahkov, Kim Staal – Überzahl-Tor), 0:4 (33.) Robin Weihager (Tyler McNeely, Stephan Gottwald – Überzahl-Tor), 0:5 (33.) Dominic Auger (Robin Hanselko, Marcus Marsall), 0:6 (43.) Andrej Strahkov (Robin Hanselko, Marcus Marsall), 1:6 (59.) Harrison Reed (Scott Pitt, Andre Schietzold – Unterzahl-Tor).

Schiedsrichter: Jens Steinecke (Gotha).

Strafen: Crimmitschau 26 – Rosenheim 22.

Zuschauer: 1.408.

redro24/mw

Rubriklistenbild: © Foelsner Christian

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