Ausgleich in allerletzter Sekunde

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Shawn Weller rettete die Starbulls mit seinem Treffer in allerletzter Sekunde in die Verlängerung.
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Crimmitschau - Noch knapper geht nicht: Erst in allerletzter Sekunde retteten sich die Starbulls in Westsachsen am Abend in die Overtime – und nahmen dort den Zusatzpunkt mit.

Letztlich setzten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler insgesamt glücklich mit 3:2 (0:0, 0:2, 2:0, 1:0) nach Verlängerung beim Tabellenletzten Eispiraten Crimmitschau durch und haben damit nach der 3:4-Heimpleite am Freitag gegen die Lausitzer Füchse das erste Null-Punkte-Wochenende der Saison gerade noch verhindert. In einem insgesamt sehr durchwachsenen Spiel wurden die Grün-Weißen nach einem 0:2-Rückstand erst in den letzten 20 Minuten aktiver. Doch es dauerte wirklich bis zum Einsetzen der Schlusssirene, bis Shawn Weller zum 2:2 traf und die Innstädter damit gerade noch in der Partie hielt.

Crimmitschau anfangs besser

Doch zunächst war aus Sicht der Oberbayern nicht viel zusammengelaufen. Die Crimmitschauer verstanden es gut, die neutrale Zone zu beherrschen und waren deswegen vor allem im ersten Drittel die bessere Mannschaft. Chancen konnte man zwar an einer Hand abzählen, doch bei einer Doppelchance von Max Campbell und Harrison Reed war aus Gästesicht auch ein wenig Glück dabei. Rosenheims beste Aktionen bestanden aus einem Abschluss von Tyler McNeely unter Bedrängnis sowie einem Schuss von Leopold Tausch, bei dem Eispiraten-Goalie Sebastian Albrecht keine Probleme hatte.

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Im zweiten Abschnitt schien Rosenheim etwas besser im Spiel zu sein und hatte Gelegenheiten durch Kim Staal und Max Renner. Doch dann kamen in der 33. und 34. Minute verhängnisvolle 35 Sekunden, wo die Rosenheimer durch zwei eigene Patzer (Trainer Franz Steer: „Einmal hat ein junger Spieler einen Fehler gemacht und beim zweiten Gegentor stimmte das Positionsspiel nicht!“) mit 0:2 in Rückstand gerieten. Erst verwandelte Matthias Forster mit der Rückhand eiskalt frei vor Pasi Häkkinen und nur gut eine halbe Minute später stellte Reed in Torjägermanier auf 2:0 für die Sachsen. Dass es aus Rosenheimer Sicht eigentlich schon fast ein Abend zum Wegwerfen zu werden schien, zeigte sich kurz darauf, als Daniel Bucheli mit einer Spieldauerstrafe (hoher Stock gegen Micky Rohner) vom Eis musste. Im fünfminütigen Powerplay konnten sich die Starbulls nur eine einzige nennenswerte Chance (Staal) herausspielen.

Hitzige Diskussionen nach 2:2-Ausgleich

20 Minuten blieben am Ende dann noch, um das Ruder herumzureißen. Doch zunächst hielt Häkkinen seine Farben mit mehreren guten Paraden im Spiel, ehe Rosenheim in der letzten Viertelstunde endlich zielstrebiger spielte. Nach einer Maßvorlage von Weller wartete McNeely im Powerplay klug auf eine Reaktion von Albrecht und setzte die Scheibe dann ins quasi leere Tor – 2:1. In der Schlussphase schnürten die Grün-Weißen den Gegner regelrecht ein – und die Brechstange brachte in allerletzter Sekunde Erfolg, als Weller aus dem Gewühl zum umjubelten 2:2 traf. Es folgten allerdings noch bange Sekunden mit hitzigen Diskussionen und Bierbecher-Würfen, denn die Gastgeber glaubten die Spielzeit bereits abgelaufen. Nach Rücksprache mit seinen Linesmen entschied Referee Krawinkel allerdings auf Tor.

Frank erzielt Siegtreffer

In der anschließenden Overtime hatte Rosenheim natürlich moralisch Oberwasser und letztlich war es Verteidiger Beppo Frank, der die Scheibe nach Vorlage von Rohner 55 Sekunden vor Schluss zum 3:2-Siegtreffer in die Maschen zimmerte.

„Meine Mannschaft hat heute ein gutes Spiel abgeliefert und wird in letzter Zeit besser und besser. Leider ist sie vom Ergebnis her nicht belohnt worden“, meinte Crimmitschaus Coach Fabian Dahlem. Der gebürtige Rosenheimer wollte zum Last-Minute-Ausgleich nicht viel sagen: „Wir haben drei Mann mit Streifen auf dem Eis, die das beurteilen müssen!“ Sein Kollege Steer lobte den Gegner: „Crimmitschau hat es gut verstanden, uns den Schwung im Mitteldrittel zu nehmen. In den ersten zwei Dritteln war das Spiel sehr offen. In den letzten 20 Minuten haben wir die Reihen umgestellt und viel Druck erzeugt. Wenn du aber nach 40 Minuten 0:2 hinten liegst und dann noch in der Overtime gewinnst, musst du zufrieden sein!"

Das Spiel in der Statistik:

Eispiraten Crimmitschau – Starbulls Rosenheim 2:3 (0:0, 2:0, 0:2, 0:1)

Tore: 1:0 (33.) Matthias Forster (Dominic Walsh, Robin Thomson), 2:0 (34.) Harrison Reed (Max Campbell, Martin Heinisch), 2:1 (48.) Tyler McNeely (Shawn Weller, Max Renner – Überzahl-Tor), 2:2 (60.) Shawn Weller (Tyler McNeely, Kim Staal – sechster Feldspieler), 2:3 (65.) Beppo Frank (Michael Rohner, Shawn Weller – GWG).

Schiedsrichter: Markus Krawinkel (Moers).

Strafen: Crimmitschau 11 plus Spieldauerstrafe gegen Daniel Bucheli – Rosenheim 6.

Zuschauer: 1.615.

redro24/mw

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