Die Rosenheimer Fans jubeln

Das Comeback: Starbulls-Eishockeyspieler in Füssen mit Verteidiger Beppo Frank

Feiert am Freitag beim Gastspiel in Füssen sein Comeback im Rosenheimer Trikot: Verteidiger Beppo Frank, hier bei einer Trainingseinheit.
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Feiert am Freitag beim Gastspiel in Füssen sein Comeback im Rosenheimer Trikot: Verteidiger Beppo Frank, hier bei einer Trainingseinheit.

„Er soll ab sofort Spielpraxis sammeln, damit er zum Start der Play-off-Runde bei 100 Prozent ist“, sagt Starbulls-Eishockeytrainer John Sicinski zum Comeback von Verteidiger Beppo Frank. Er wird am Freitag in Füssen erstmals wieder für Rosenheim spielen.

Rosenheim – „Wir haben immer noch alle Chancen auf die ersten beiden Tabellenplätze. Wir liegen vier Punkte hinter Regensburg gegen die wir nächste Woche zweimal spielen und wenn wir unsere Nachholspiele gewinnen können wir bis auf drei Punkte an den Spitzenreiter Selb heranrücken“, sagt Starbulls-Eishockey-Coach John Sicinski.

Bei dieser Aufholjagd soll ein Spieler mithelfen, der am Freitag in Füssen sein Comeback bei den Starbulls feiert: Rückkehrer Beppo Frank wird im Allgäu das erste Mal wieder für die Starbulls spielen. „Er soll ab sofort Spielpraxis sammeln, damit er zum Start der Play-off-Runde bei 100 Prozent ist“, sagt Sicinski, der nach Füssen mit sieben Verteidigern anreist.

Erstmals in dieser Saison gegen Peiting

Die Rosenheimer treten mit „voller Kapelle“ in Füssen an, lediglich Verteidiger Benedikt Dietrich ist noch verletzt befindet sich aber schon im Aufbautraining. Im Tor steht Jonas Stettmer und die Sturmreihen werden im Vergleich zum letzten Spiel gegen Lindau voraussichtlich unverändert bleiben.

Am Sonntag spielen die Rosenheimer dann erstmals in dieser Saison gegen den EC Peiting, der sich nach schwachem Saisonstart im Aufwind befindet und in den letzten neun Spielen achtmal gepunktet hat.

„Krumpe ruft immer seine Leistung ab“

„Vorher müssen wir aber erst einmal in Füssen unsere Leistung abrufen und vor allen Dingen in Zweikampfstärke und -härte mit Füssen mithalten. Dann wird sich auch unsere bessere individuelle Klasse durchsetzen“, gibt der Starbulls-Coach die klare Marschrichtung vor.

Einer, auf den sich John Sicinski immer zu 100 Prozent verlassen kann, ist Verteidiger Florian Krumpe. Das 22-jährige Rosenheimer Eigengewächs liegt in Plus/Minus-Statistik mit 26 Punkten auf Platz zwei – nicht teamintern, sondern ligaweit. Besser als Krumpe ist nur der Selber Stürmer Nicholas Miglio mit 32 Punkten.

„Das ist für mich keine Überraschung, denn Florian ist ein enorm zuverlässiger Spieler, der immer seine Leistung abruft, sich in Schüsse wirft und alles für die Mannschaft gibt. Bei solchen Spielern ist es auch nicht wichtig wie viele Tore oder Scorerpunkte sie machten. Krumpe ist auch im Unterzahlspiel unsere erste Option. Als Trainer kann man sich glücklich schätzen, wenn man solche Spieler in der Mannschaft hat“, lobt Sicinski den Verteidiger.

Fünf Starbulls-Spieler unter den Top Ten der Plus/Minus-Statistik

Laut dem Starbulls-Coach komme es nicht von ungefähr, dass sich unter den ersten zehn Spielern der Plus/Minus-Statistik fünf Rosenheimer befinden (Krumpe, Leinweber, Vollmayer, Gibbons und Henriquez). Unter den ersten 15 sind es mit Simon Heidenreich und Dominik Daxlberger, die dazukommen, sieben Starbulls-Spieler. „Diese Statistik beruht auf der Zeit in der beide Mannschaften gleich viele Spieler auf dem Eis haben und ich behaupte, dass wir im Fünf-gegen-Fünf das stärkste Team der Oberliga Süd sind,“ gibt sich John Sicinski zu Recht selbstbewusst. Dass sich seine Mannschaft im Überzahl- und Unterzahl-Spiel verbessern muss, weiß er selbst.

„Vielleicht wie bei einer Ketchup-Flasche“

Bei Einzelgesprächen unter der Woche war das natürlich auch ein Thema und sowohl Trainer als auch Mannschaft rätseln warum es gerade im Powerplay nicht optimal läuft. „Mittlerweile ist das schon eine Kopfsache“, glaubt John Sicinski, der sagt: „Die Qualität ist definitiv da.“

Ein Spieler meinte in den Gesprächen unter der Woche: „Vielleicht ist es wie bei einer Ketchup-Flasche dass plötzlich alles auf einmal kommt.“ Dem Trainer wäre es recht, allerdings möchte Sicinski die beste Leistung seines Teams in der Play-off-Runde sehen und bis dahin sind es noch zwölf Spiele und viele Trainingseinheiten, um sich bei den Special Teams zu verbessern.

Die ersten beiden Möglichkeiten dazu bieten sich am Wochenende in Füssen und zu Hause gegen Peiting. Zwei unangenehme Aufgaben, die man allerdings lösen muss soll es noch mit einem der ersten beiden Plätze in der Tabelle klappen.

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