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Sogar der Tabellenvorletzte hat öfter getroffen

Die wenigsten Starbulls-Treffer seit dem Abstieg – Nur drei Spieler scoren zuverlässig

Das entscheidende Tor des Spiels gegen Memmingen: Torschütze Mike Glemser (rechts) dreht ab und Tyler McNeely, der später noch den 4:2-Endstand erzielte, setzt zum Jubel an.
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Das entscheidende Tor des Spiels gegen Memmingen: Torschütze Mike Glemser (rechts) dreht ab und Tyler McNeely, der später noch den 4:2-Endstand erzielte, setzt zum Jubel an.

Fünf Spiele, zwei Niederlagen und Platz fünf in der Tabelle – der Saisonstart der Starbulls Rosenheim ist durchwachsen. Das hat sicher auch mit der mageren Torausbeute zu tun. Sogar der Tabellenvorletzte hat öfter getroffen. Nur diese Stürmer scoren zuverlässig.

Rosenheim – So gut wie am verlustpunktfreien Auftaktwochenende lief die zweite Woche – die erste „englische“ – für die Starbulls Rosenheim nicht. Und so haben sie erst zum zweiten Mal in den Oberliga-Jahren seit 2017 (das erste Mal war 2019) nach fünf Spielen bereits zwei Niederlagen auf dem Konto, auch wenn die eine erst in Overtime feststand und somit wenigstens einen Punkt dem Habenkonto hinzufügte.

Treffsicher: Reiter, Strodel und Oleksuk

Ebenso ungewöhnlich im Vergleich zu den Vorjahren ist bisher die Torarmut der meisten Begegnungen mit Rosenheimer Beteiligung. Erst 25 (15 eigene, zehn gegnerische) Treffer in den ersten fünf Partien – so wenig gab es nur zum Auftakt der ersten Saison nach dem Zweitliga-Abstieg, als ganz Rosenheim nur auf ein einjähriges Oberliga-Intermezzo hoffte. Und damals lag die niedrige Trefferzahl daran, dass die Starbulls nur drei insgesamt zuließen, selbst aber 21 erzielten, immerhin sechs mehr als aktuell. Sogar der Tabellenvorletzte Füssen hat zwei Tore mehr erzielt als Rosenheim.

Der zweifache Torschütze Manuel Strodel beim Torjubel: Er ist einer von drei Spielern, die 60 Prozent der Starbulls-Treffer erzielten.

60 Prozent der Tore durch die Paradereihe

Dass die Starbulls trotz der beiden Neuverpflichtungen Mike Glemser und Christian Obu durch die Ausfälle mehrerer Stammspieler (Snetsinger, Laub und Krüger längerfristig, zwischendurch auch Knaub und Kapitän Daxlberger) ein Problem mit der Kadertiefe haben, wird bisher gottseidank einigermaßen durch die neue Paradereihe kompensiert. So gehen bisher nicht weniger als 60 Prozent der Tore auf das Konto des Trios Stefan Reiter, Manuel Strodel und Zwei-Punkte-pro-Spiel-Scorer Travis Oleksuk, neben denen sich erst weitere vier Spieler (McNeely, Reinig, Daxlberger und Glemser) zu den Torschützen zählen dürfen.

Rückgang bei den Verteidigern

13 Spieler haben bisher gescort, das sind drei weniger als letztes Jahr, obwohl damals mit Zack Philipps ein Spieler erst später zum Kader gestoßen war. Besonders auffällig ist der Rückgang der offensiven Produktion bei den Verteidigern (heuer ein Tor und elf Assists, letzte Saison zu diesem Zeitpunkt schon fünf plus 14).

So ist es kein Wunder, dass die Starbulls nach fünf Spielen nur auf Rang fünf liegen, weiter hinten als je zuvor. Im ersten Jahr Tabellenführer, im zweiten Zweiter, danach Vierter und zuletzt zweimal Dritter. Besonders bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass zur Zeit zwei Teams vor den Starbulls liegen, die in den bisherigen Jahren höchstens „Krümel“ gegen die übermächtigen Rosenheimer einfahren konnten.

Höchstadt hat in den bisherigen 15 Matches nur einen einzigen Sieg einfahren können, und Passau, momentan auf dem Weg vom Punktelieferanten zum Top-Team, konnte am Freitag nach nur einem Punkt in sechs Begegnungen den ersten Sieg feiern, pikanterweise mit dem in Rosenheim ausgemusterten Brett Schäfer als Schütze des Siegtreffers.

71 Minuten ohne Torerfolg

Andererseits liegen aber auch mit Riessersee, Deggendorf und den Kanonieren des Vorjahres, Memmingen, mehrere Teams derzeit hinter den Rosenheimern, die von den Experten durchaus auf Augenhöhe mit den Starbulls oder sogar höher eingeschätzt wurden.

Immerhin konnten Steffen Tölzer & Co. aber auch beweisen, dass man ohne eine grandiose Power-Offensive durchaus auch Spiele gewinnen und Punkte einfahren kann. Obwohl man in den ersten fünf Spielen bereits dreimal länger als 30 Minuten ohne Torerfolg blieb (darunter die Rekordmarke von fast 71 Minuten in Weiden und Passau), gewann man doch drei dieser Spiele, weil man eben dem Gegner schon fünfmal 30 Minuten und mehr keinen Treffer gestattete.

Im ersten Drittel sehr wechselhaft

Christopher Kolarz kann dabei mit 116:41 Minuten eine persönliche Unbezwingbarkeitsphase aufweisen, die nach seinem Shutout in Deggendorf und den 40 gegentorlosen Minuten in Weiden erst mit Dominik Meisingers Treffer zum Memminger Ausgleich endete. Zweimal fiel bereits rund 43 Spielminuten lang überhaupt kein Tor, weder für noch gegen die Starbulls, mit dem Mittelabschnitt jeweils als torärmstem Drittel und keinem einzigen Treffer vor der 34. Minute!

Während sich Oleksuk & Kameraden im ersten Drittel sehr wechselhaft zeigten (4:0 gegen Riessersee, 0:3 in Weiden), werden sie in den letzten Spielminuten meist noch so richtig aktiv. Bereits vier Tore erzielten sie in den letzten drei Spielminuten, den Gamewinner und ein Empty-Net-Goal gegen Memmingen sowie einen weiteren Empty-Netter gegen Riessersee und den Ausgleich zum Teilerfolg in Passau mit einem Extra-Feldspieler.

Kein Wunder, dass das letzte Drittel mit einem Gesamtscore von 7:2 maßgeblich zum Pluskonto der Starbulls beiträgt.

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