Später, aber verdienter Siegtreffer

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Erzielte in der 58. Minute den späten Siegtreffer für die Starbulls: Routinier Andrej Strakhov.
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Dresden - Erst unsicher, dann dominant, aber fahrlässig – so kann man den sonntäglichen Auftritt der Starbulls im Spitzenspiel bei den Dresdner Eislöwen ganz gut beschreiben.

Vor 2.886 Besuchern in der Energieverbund-Arena setzten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler unter dem Strich verdient mit 3:1 (0:0, 0:1, 3:0) durch und haben die 1:4-Schlappe am Freitag gegen Riessersee quasi wieder wettgemacht. Damit rangieren die Grün-Weißen in der DEL2 nun auf dem dritten Tabellenplatz. Allerdings war beim Gastspiel an der Elbe nicht alles golden, was glänzte: Im ersten Abschnitt durften sich die Oberbayern bei Keeper Patrick Ehelechner bedanken, der mehrfach eine Führung für die Sachsen verhinderte. Dann wurden die Starbulls aber immer stärker und drehten die Begegnung schließlich im letzten Abschnitt.

Starker Dresdner Beginn

Doch der Reihe nach: Dresden begann druckvoll und beschäftigte die Innstädter, bei denen Tobias Thalhammer die Position des lange gesperrten Beppo Frank eingenommen hatte, im Auftaktdrittel über die Maßen in deren eigenem Drittel. Glück hatten die Starbulls gleich zu Beginn, als sie eine lange doppelte Unterzahl unbeschadet überstanden. In dieser Phase verhinderte Ehelechner mehrfach eine durchaus mögliche Dresdner Führung. Tim Kunes und Micky Rohner hatten derweil nur "halbgare" Gelegenheiten für die Starbulls.

Nach der ersten Pause bot sich jedoch ein ganz anderes Bild. Franz Steer hatte in der Kabine anscheinend die richtigen Worte gefunden, denn jetzt traten die Rosenheimer plötzlich dominant auf. Nur die Chancenauswertung war wieder einmal mehr als fahrlässig. Tyler McNeely, Fabian Zick und Simon Fischhaber hatten alleine in Unterzahl (!) drei Großchancen für die Starbulls, deren jetzige Leistung Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch zwischenzeitlich sogar veranlasste, mit einer Auszeit die "Notbremse" zu ziehen und seine Mannen neu auf den Gegner einzustellen.

Starbulls-Ausgleich nicht anerkannt

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Bericht der Dresdner Eislöwen

Doch es kam dann wie so oft im Eishockey: Die eine Mannschaft spielt - und die andere trifft! Dies galt für die Elbstädter, für die Travis Martell in der 35. Minute wie aus dem Nichts zum 1:0 aus kurzer Entfernung traf. Nur Sekunden später verhinderte Ehelechner mit einem Riesensave das an sich sichere zweite Tor für Dresden. Das Finish des Mitteldrittels war dramatisch: Rosenheim agierte in doppelter Überzahl, fand die entscheidende Lücke aber erst (zu) spät, denn Schiedsrichter Hatz verweigerte dem vermeintlichen Ausgleichstreffer in der letzten Sekunde die Anerkennung, weil der Puck angeblich erst nach Ertönen der Sirene die Linie überschritten haben soll. Da halfen auch die Diskussionen von Steer und Mario Trabucco mit dem Referee nicht viel.

Versäumtes holten die Starbulls jedoch im letzten Drittel nach: Die Gäste blieben tonangebend und kamen zunächst in der 44. Minute zum 1:1, als Trabucco nach einem Schuss aus der Drehung im Nachsetzen erfolgreich war. Dresden hatte eigentlich nur noch eine klare Möglichkeit durch Carsten Gosdeck. Nach einem Rosenheimer Pfostenschuss durch Andrej Strakhov war es der zuletzt gesperrte Routinier selbst, der in der 58. Minute das 2:1 für die Oberbayern markierte. Dresden nahm kurz darauf Torhüter Peter Holmgren vom Eis, was Max Hofbauer 28 Sekunden vor Schluss nach Vorlage von Tyler McNeely zu einem Empty Net Goal zum 3:1-Endstand nützte.

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik: 

Dresdner Eislöwen – Starbulls Rosenheim 1:3 (0:0, 1:0, 0:3) 

Tore: 1:0 (35.) Travis Martell (Bruce Becker, Jannik Woidtke), 1:1 (44.) Mario Trabucco (Andrej Strakhov, Tobias Thalhammer), 1:2 (58.) Andrej Strakhov (Sergio Somma, Tim Kunes), 1:3 (60.) Max Hofbauer (Tyler McNeely, Marcus Götz – ENG).

Schiedsrichter: Ulrich Hatz (Trostberg).

Strafen: Dresden 12 – Rosenheim 10.

Zuschauer: 2.886.

redro24/mw

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