Wieder nichts zu holen gegen Dresden

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Dresden - Die Eislöwen bleiben in dieser Saison der Angstgegner der Starbulls: Auch im vierten Anlauf gelang den Grün-Weißen kein Sieg gegen die Cracks aus Sachsen. *NEU: Video*

Die Höhepunkte des Spiels im Video:

Vor nur 1.861 Besuchern in der Energieverbund-Arena unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Dienstagabend letztlich mit 3:6 (0:1, 1:2, 2:3) bei den Dresdner Eislöwen und konnten damit den neuerlichen Patzer des EV Landshut (4:5 gegen Riessersee) nicht zum Sprung auf Platz eins in der DEL2 nützen. Dabei holten die Innstädter zweimal einen Rückstand auf, einmal davon sogar zwei Tore binnen drei Minuten. Doch insgesamt war die Leistung der Steer-Truppe diesmal nicht überzeugend und letztlich musste man auch festhalten, dass zu viele unnötige Strafzeiten sowie fünf Unterzahl-Gegentore einfach Gründe sind, die es unmöglich machen, auswärts in dieser Liga etwas Zählbares mitzunehmen.

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Spielbericht der Eislöwen

Das erste Drittel ist schnell erzählt: Beide Teams boten eher Eishockey-Magerkost und es dauerte geschlagene gut zehn Minuten, ehe es endlich interessant wurde. Im ersten Dresdner Überzahlspiel konnten zunächst die Starbulls zwei Torschüsse verzeichnen, ehe die Gastgeber ihre erste nennenswerte Gelegenheit zur Führung nützten. Auf Zuspiel von Arturs Krumnisch überwand Carsten Gosdeck SBR-Keeper Pasi Häkkinen mit einem wuchtigen Schuss zum 1:0 (12.). Fünf Minuten später wäre um ein Haar der zweite Treffer für die Sachsen gefallen, als Krumnisch nur den Pfosten traf. Da die Blau-Weißen insgesamt etwas aktiver waren, ging die knappe Führung zur ersten Sirene in Ordnung.

Fragwürdiger Ausschluss von McNeely

Nach dem ersten Wechsel wurde es ruppiger und torreicher. Zunächst gelang Kapitän Stephan Gottwald aus kurzer Distanz der Ausgleich, als er eine tolle Vorarbeit von Max Hofbauer verwertete (25.). In der 27. Minute folgte dann womöglich die spielentscheidende Szene: Dresdens Kapitän Hugo Boisvert „nervte“ Schiedsrichter Steffen Klau so lange, bis dieser Tyler McNeely eine Zehn-Minuten-Strafe aufbrummte, weil dieser nach einem Pfiff des Referees zunächst noch weitergespielt hatte. Darüber erbost, schlug der Kanadier gegen das Plexiglas und erhielt dafür einen zweiten „Zehner“, weshalb er vorzeitig zum Duschen und Trainer Franz Steer daraufhin auf drei Reihen umstellen musste.

In der Folge funktionierte dann auch das Überzahl-Spiel der Oberbayern nicht mehr richtig. Wie es geht, machten die Cracks von der Elbe in der 36. und 39. Minute vor, als ihnen – nach teils „dummen“ Strafzeiten gegen die Starbulls – durch Christoph Ziolkowski und Petr Macholda zwei Tore zum zwischenzeitlichen 3:1 gelangen.

Starbulls holten 1:3-Rückstand auf

Doch die Starbulls gaben sich noch nicht geschlagen: In Rosenheims bester Phase gelang Andrej Strakhov frei vor Goalie Kevin Nastiuk zunächst der Anschlusstreffer (44.), ehe der Schwede Robin Weihager die Scheibe aus fünf Metern per Schlagschuss zum Ausgleich in die Maschen jagte, nachdem sich Shawn Weller an der Bande klasse durchgesetzt hatte (47.).

Dresden reagierte mit einer Auszeit – und offenbar fand Trainer Thomas Popiesch dort die richtigen Worte, denn nur 96 Sekunden später klingelte es wieder auf der anderen Seite, als Gosdeck nach toller Kombination sein zweiter Treffer gelang. Häkkinen hatte die Scheibe zwar noch, aber nach Meinung von Klau erst hinter der Torlinie (48.). Als Macholda in Minute 50 schließlich der fünfte Powerplay-Treffer für die Hausherren gelang, schwammen die Felle für die Starbulls langsam aber sicher davon. Die Rosenheimer mussten nun alles riskieren und 64 Sekunden vor Schluss war endgültig alles vorbei, als der Finne Tomi Pöllänen ins inzwischen verwaiste Starbulls-Tor zum 6:3-Endstand traf.

Das Spiel in der Statistik:

Dresdner Eislöwen – Starbulls Rosenheim 6:3 (1:0, 2:1, 3:2) 

Tore: 1:0 (12.) Carsten Gosdeck (David Hajek, Arturs Krumnisch – Überzahl-Tor), 1:1 (25.) Stephan Gottwald (Max Hofbauer, Andrej Strakhov), 2:1 (36.) Christoph Ziolkowski (Thomas Ziolkowski, Bruce Becker – Überzahl-Tor), 3:1 (39.) Petr Macholda (Tomi Pöllänen, Sami Kaartinen – Überzahl-Tor), 3:2 (44.) Andrej Strakhov (Shawn Weller, Robin Weihager – Überzahl-Tor), 3:3 (47.) Robin Weihager (Shawn Weller), 4:3 (48.) Carsten Gosdeck (Andre Mücke, David Hajek – Überzahl-Tor), 5:3 (51.) Petr Macholda (Marius Garten, Tomi Pöllänen – Überzahl-Tor), 6:3 (59.) Tomi Pöllänen (Hugo Boisvert, Max Prommersberger – ENG).

Schiedsrichter: Steffen Klau (Iserlohn).

Strafen: Dresden 18 – Rosenheim 30 plus Spieldauerstrafe gegen Tyler McNeely.

Zuschauer: 1.861.

redro24/mw

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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