Erste Saisonniederlage für Starbulls:

Steer: "Haben zu viele Geschenke gemacht!"

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Dresden - Die Starbulls sind auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Zwei Tage nach dem tollen Auftaktsieg kassierten die Grün-Weißen am Sonntagabend ihre erste Saisonniederlage. *NEU: Videos*

Vor 2.367 Besuchern - darunter rund 15 mitgereiste Schlachtenbummler aus Oberbayern - unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Sonntagabend mit 2:5 (0:0, 0:1, 2:4) in der Energie-Verbund-Arena bei den Dresdner Eislöwen. Insgesamt ging der Sieg für die Elbstädter in Ordnung, weil sie neben einer Feldüberlegenheit vor allem gegen Spielende im Überzahl-Spiel auch mehr Durchschlagskraft entwickeln konnten.

Die Highlights der Partie:

Ohne die verletzten Tobias Thalhammer, Christoph Gottwald und Simon Fischhaber, der am Freitag beim 4:1-Erfolg über Ravensburg im letzten Drittel mit einer Blessur ausgeschieden war, entwickelte sich zunächst ein eher etwas verhalten geführtes Spiel mit einer überschaubaren Anzahl an Höhepunkten. Dresden, das zum Auftakt überraschend deutlich mit 1:5 in Kaufbeuren verloren hatte, agierte zwar feldüberlegen, konnte aber daraus kein nennenswertes Kapital schlagen.

Ordentlich Glück gehabt

Daran schien sich auch im Mittelabschnitt zunächst nicht viel zu ändern. Es kam nun zwar mehr Tempo ins Spiel, die Chancen wurden aber auf beiden Seiten Beute von guten Torhütern. Erst als die Starbulls Mitte des Drittels weit über eine Minute mit zwei Mann mehr auf dem Eis standen, nahmen sie das Gehäuse von Brett Jaeger ordentlich unter Beschuss - der erhoffte Treffer wollte sich jedoch nicht einstellen.

Auf der Gegenseite hatten sie hingegen ordentlich Glück, dass Jonas Schlenker Starbulls-Keeper Lukas Steinhauer mit einem Penalty nicht überwinden konnte (31.). Steinhauer, der stark spielte, hatte diesmal den Vorzug vor Timo Herden erhalten. Vier Minuten später war es jedoch so weit: Dresden konterte schnell über rechts, den Schuss von Feodor Boiarchinov konnte Steinhauer nicht festhalten und den Abpraller verwandelte der mitgelaufene Schlenker zum 1:0 (35.). Kurz vor zweiten Sirene traf Eislöwe Arturs Krumnisch zudem nur den Pfosten (40.).

In den letzten rund 15 Minuten nahm die Begegnung dann so richtig Fahrt auf: Vladislav Filin stand nach einem Pass von Boiarchinov von hinter dem Tor ganz frei im Slot und verwandelte eiskalt zum 2:0 (47.). Nur 26 Sekunden später war wieder alles offen, als Wade MacLeod mit einer Einzelaktion den Anschlusstreffer für die Innstädter erzielte (47.).

Chancen einfach nicht genutzt

Im Finish gelang Harrison Reed zunächst mit einem „One Timer“ im Powerplay das 3:1 (53.). Rosenheim kam durch Tyler McNeely - ebenfalls in Überzahl - noch einmal heran (56.), doch spätestens als der slowenische Nationalspieler David Rodman nur eine Zeigerumdrehung später auf 4:2 stellte, war die Partie zugunsten der Sachsen entschieden (57.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Schlenker, der in der 59. Minute ins inzwischen verwaiste Starbulls-Gehäuse zum 5:2-Endstand traf.

„Wir haben heute verloren, weil wir unsere Chancen einfach nicht genutzt haben. Dinge wie das Überzahl- und Unterzahlverhalten der Dresdner hatten wir vorab angesprochen, aber wir laufen kreuz und quer. Das Spiel hätte in beide Richtungen gehen können, aber wir haben zu viele Geschenke gemacht“, konstatierte Rosenheims Coach Franz Steer. Kollege Thomas Popiesch ergänzte: „Uns ist es gelungen, über weite Strecken gut zu spielen und Chancen zu kreieren. Ich denke, die Tore im Powerplay haben heute den entscheidenden Unterschied gemacht!“ Weiter geht es für die Starbulls am Freitag mit dem Heimspiel gegen Crimmitschau (19.30 Uhr).

Die Stimmen der Trainer:

Das Spiel in der Statistik:

Dresdner Eislöwen - Starbulls Rosenheim 5:2 (0:0, 1:0, 4:2)

Tore: 1:0 (35.) Jonas Schlenker (Feodor Boiarchinov), 2:0 (47.) Vladislav Filin (Jonas Schlenker, Feodor Boiarchinov), 2:1 (47.) Wade MacLeod (CJ Stretch), 3:1 (53.) Harrison Reed (Max Campbell, Rene Kramer - Überzahl-Tor), 3:2 (56.) Tyler McNeely (Stefan Loibl, Andrej Strakhov - Überzahl-Tor), 4:2 (57.) David Rodman (Max Campbell, Harrison Reed - Überzahl-Tor), 5:2 (59.) Jonas Schlenker (ENG).

Schiedsrichter: Sven Fischer (Hamburg).

Strafen: Dresden 18 - Rosenheim 16.

Zuschauer: 2.367.

mw

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