"Ich will spielen und nicht nur rennen"

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Neuzugang Florian Zeller.

Rosenheim/Bad Endorf - Der 32-jährige Bad Tölzer Florian Zeller ist einer der vielversprechenden Neuzugänge der Starbulls Rosenheim.

Der quirlige Stürmer mit viel Zweitligaerfahrung soll den Rosenheimern helfen den Klassenerhalt zu schaffen.

In einem Gespräch mit der OVB-Sportredaktion spricht der dreifache Familienvater unter anderem über seine bisherige Karriere und seine Ziele mit den Starbulls.

In einem Interview Ende April haben Sie gemeint "Tölz ist mein erster Ansprechpartner." Warum haben Sie sich dennoch für Rosenheim entschieden?

Klar war Tölz meine erste Idee, wenn das Stadion schon direkt vor der Haustür liegt. Aber das war dann leider finanziell nicht möglich. Ein bisschen Geld muss ich ja auch verdienen damit ich meine Familie ernähren kann.

Wie kam der Kontakt mit Rosenheim zustande?

Wir hatten schon vor der letzten Saison Kontakt bevor ich dann nach Schwenningen gegangen bin. Da war mein Wunsch aber mal etwas weiter weg zu spielen. Das war dann doch nicht so toll und die Kinder fanden es auch nicht so gut, wenn der Papa nur so selten zu Hause ist. Und nach Rosenheim kann ich jetzt wieder pendeln und bin öfters daheim.

Die Saison beginnt in etwas mehr als einem Monat. Wie verläuft bis jetzt die Vorbereitung?

Bis jetzt läuft alles sehr gut, ich bin sehr zufrieden. Meine Verletzung (Armbruch) habe ich komplett auskuriert und kann jetzt wieder voll angreifen.

Was sind Ihre Ziele für diese Saison?

Zum einen natürlich verletzungsfrei zu bleiben und gutes Eishockey spielen. Zum anderen muss man auch die Verstärkungen der übrigen Teams betrachten, weswegen es wohl schwer sein wird oben mitzuspielen. Wir müssen einfach sehen, dass wir mit unseren Mitteln so weit wie möglich vorne landen.

Sie haben auch schon gegen die Starbulls gespielt und immer viel zu den Rosenheimer Niederlagen beigetragen. Befürchten Sie eine negative Stimmung der Fans gegen Sie?

Ich hoffe und denke nicht. Das war so vor drei Jahren. Außerdem sind nach einem Spiel die meisten Rivalitäten doch wieder vergessen und wenn man dann zu dem Verein wechselt ändert sich das schnell. Ich habe zuletzt als Trainer in einer Eishockey-Schule in Tölz gearbeitet in der auch viele Rosenheimer Kinder waren. Da habe ich nichts gemerkt, eher das Gegenteil.

Es sind ja außer Ihnen noch viele weitere neue Spieler verpflichtet worden. Wie verläuft die Integration?

Sehr gut. Wir sind in den ersten Wochen meist von morgens bis abends zusammen. Da lernt man sich dann kennen und es geht recht schnell.

In Rosenheim beklagt man sich etwas über den Spielplan. Sie haben am ersten Spieltag frei und bestreiten erst am dritten Spieltag nach getauschtem Heimrecht ihr erstes Heimspiel. Wie sehen Sie das?

Ich finde es auch bescheuert am ersten Spieltag frei zu haben, aber einen musste es ja leider treffen. Dumm nur, dass wir das waren. Damit müssen wir halt jetzt leben. Das mit den Auswärtsspielen finde ich nicht so schlimm. Das Eis ist in meinen Augen fast überall gleich.

Sie galten früher immer als ein großes Talent im deutschen Eishockey, warum haben Sie dennoch nie in der DEL gespielt?

Das wurde ich schon öfter gefragt. Ich habe da immer die gleiche Antwort gegeben. Die mag zwar vielleicht blöd klingen, das ist aber meine Meinung. Ich möchte Eishockey spielen und nicht nur rennen. In der DEL sind Spielzüge selten und es gibt kaum schöne Kombinationen. Außer du bist ein Top-Ausländer, und der bin ich ja bekanntlich nicht. Ich habe keine Lust die Scheibe nur tief zu schlagen und dann hinterher zu laufen. Deshalb spiele ich lieber eine Liga tiefer, als auf der Bank zu sitzen.

Wäre denn das Ausland eine Alternative?

Interview: Marius Achatz/Oberbayerisches Volksblatt

Pressemitteilung Simssee Klinik:

 Die Kontingentspieler der Starbulls Rosenheim sind am Mittwoch in der Simssee Klinik durchgecheckt worden. Das Ergebnis: "Ein zufriedenstellendes Niveau"!

„Druck, Druck, Druck“ und „Maximum“ war am Mittwoch in den Räumlichkeiten der SimsseekKlinik in Bad Endorf immer wieder von den Sportwissenschaftlern laut und deutlich zu hören. Weitere sechs Spieler der Starbulls Rosenheim, darunter alle Kontingentspieler, wurden dort einer umfangreichen Leistungsdiagnostik unterzogen.

Starbulls im Leistungscheck

Alex Seifert, der betreuende Physiotherapeut der Starbulls, und Ralf Neumann von der Simssee Klinik stellten insgesamt ein zufriedenstellendes Niveau fest. Alle Spieler werden aber in den kommenden Tagen sehr intensiv die zur Verfügung stehenden Eiszeiten nutzen und noch optimierend am Aufbau der körperlichen Form arbeiten. Die Sportwissenschaftler der Simssee Klinik werten indess die durchgeführten Untersuchungen aus und führen dann im Anschluss mit Trainer Franz Steer und den Spielern ein ausführliches Gespräch, um individuelle Trainingsempfehlungen auszusprechen.

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