Eishockey-Legenden brachten den Starbulls Glück

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Siegi Huber (links) und Hans Huber prägten in den 50er- und 60er-Jahren das Rosenheimer Eishockey. Hans Huber ist bis heute der älteste Rosenheimer Erstliga-Spieler.

Rosenheim - Zwei Rosenheimer Eishockey-Legenden verfolgten das Pokal-Endspiel der Starbulls gegen Ravensburg am Dienstagabend. Und offensichtlich brachten die Beiden den Rosenheimern Glück:

Der 80-jährige Siegi Huber und der 81-jährige Hans Huber (nicht verwandt), die beide aus der Keimzelle des Rosenheimer Eishockey der Kastenau stammen, waren erstmals seit Jahrzehnten wieder gemeinsam im Rosenheimer Eisstadion. Siegi Huber, einer der drei Rosenheimer Eisheiligen neben Manfred Wolfsegger und Marinus Fischbacher, war in den 50er- und 60er-Jahren Torjäger des EV Rosenheim und übernahm als Spielertrainer zusammen mit dem Tölzer Sepp Wörschhauser nach dem Oberliga-Aufstieg 1964/65 sogar das Traineramt beim EVR. Nach dem Klassenerhalt 1965/66 beendete Siegi Huber als 36-Jähriger seine aktive Laufbahn.

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Das erste große Vorbild für den Rosenheimer Eishockeynachwuchs war zu seiner aktiven Zeit und auch danach Hans Huber, der bis heute der älteste Rosenheimer Erstliga-Spieler ist. Hans Huber, er gehörte bereits 1948 zur EVR-Ersten, spielte in der Saison 1972/73 mit 44 Jahren für den EV Rosenheim, unter anderem zusammen mit dem legendären kanadischen Torjäger Cal Russel. Hans Huber war zwar gelernter Stürmer, wurde aber schnell zum Verteidiger umfunktioniert.

Ravensburgs Trainer Peter Draisaitl war nach den Strafzeiten gegen sein Team verzweifelt.

Er absolvierte 67 Länderspiele, nahm an zwei Olympischen Spielen (1956 und 1960) sowie Weltmeisterschaften (1954 und 1958) teil. Mit dem SC Riessersee wurde Huber 1960 Deutscher Meister. "Da sind zum entscheidenden Spiel gegen den favorisierten EV Füssen 12000 Zuschauer ins Garmischer Olympiastadion gekommen, und wir haben 6:4 gewonnen", erinnert sich Hans Huber.

Seine Stationen als Spieler waren unter anderem Bayern München und der Münchner Eislaufverein. In der 2. Bundesliga war er mit 47 Jahren in Miesbach und im Alter von 50 Jahren noch beim EC Bad Tölz aktiv. Weiter ging es in Moosburg, wo er mit seinem Sohn Robert zusammenspielte. Bis vor Kurzem trainierte Huber den Nachwuchs in Erding.

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Fachkundig verfolgten Huber und Huber das Pokalspiel und fieberten mit der Rosenheimer Mannschaft mit. "Wir freuen uns für Rosenheim. Der Sieg war zwar etwas glücklich, aber aufgrund der tollen kämpferischen Leistung verdient", waren sich die beiden Hubers einig.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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