Corona-Problematik treibt weiterhin ihr Unwesen

Unverhofft kommt oft: Starbulls am Mittwoch gegen Peiting anstatt gegen Regensburg

Starbulls Rosenheim - Curtis Leinweber und Simon Heidenreich
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Curtis Leinweber, Simon Heidenreich und ihre Teamkollegen müssen sich am 30. Dezember auf einen neuen Gegner einstellen

Rosenheim - Die Corona-Problematik treibt weiterhin ihr Unwesen: Auf kurzfristige Bitte der Eisbären Regensburg beim Deutschen-Eishockey-Bund (DEB) wurde die Partie des EVR gegen die Starbulls am 30. Dezember abgesagt. Stattdessen wird nun am gleichen Tag die Ende November ausgefallene Partie der Starbulls beim EC Peiting nachgeholt. Auch von dieser Partie berichtet rosenheim24.de wie gewohnt im Live-Ticker.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt von der Partie am 30. Dezember ab 19.30 Uhr im Live-Ticker

Unverhofft kommt oft und manchmal auch auf schwer nachvollziehbare Art und Weise: Die Eisbären Regensburg GmbH hat beim Deutschen-Eishockey-Bund (DEB) kurzfristig den Antrag gestellt, die für den 30. Dezember angesetzte Partie zwischen dem EVR und den Starbulls Rosenheim in der Donau-Arena Regensburg abzusetzen. Dieser Bitte kam der DEB auf Grund seiner Sorgfaltspflicht nach, weswegen dem Verband in diesem Zusammenhang keinerlei Vorwürfe zu machen sind.

Stattdessen treten die Starbulls nun, ebenfalls am Mittwoch, dem 30. Dezember auswärts beim EC Peiting an. Diese ursprünglich für Ende November angesetzte Auswärtsbegegnung der Männer von Starbulls Coach John Sicinski wird auf Grund der Flexibilität des ECP nun nachgeholt.

Eisbären Regensburg bereits seit Mitte Dezember in Quarantäne

Die Eisbären Regensburg befanden sich seit Mitte Dezember wegen mehrerer positiv auf das Covid-19 Virus getesteter Spieler bis zum 22. Dezember in Quarantäne. Währenddessen und im Anschluss wurde das „Return-to-Play“-Protokoll des Deutschen-Eishockey-Bundes von den Verantwortlichen der Eisbären durchlaufen und der Trainingsbetrieb hätte Anfang der kommenden Woche wieder regulär starten sollen.

Auf Grund des oben bereits erwähnten „Return to Play“-Protokolls, stehen den Eisbären Stand jetzt für die eigentlich am 30. Dezember angesetzte Partie gegen die Starbulls aber nicht alle Spieler der ersten Mannschaft zur Verfügung. Deshalb hat die sportliche Leitung des Teams von Cheftrainer Max Kaltenhauser beim DEB um eine Spielverlegung gebeten, da laut Ansicht des EVR auch die möglicherweise problematische Vorbereitung („mangelnde Trainingseinheiten“) für keinen korrekten Spielablauf sorgen würde.

Schwer nachvollziehbare Bitte um Spielabsage

„Für uns als Starbulls Rosenheim ist das Vorgehen der Eisbären Regensburg schwer nachvollziehbar. Die Corona-Thematik kompliziert den Spielbetrieb ganz enorm, das steht außer Frage und damit müssen alle Teams und auch der Verband klarkommen. Corona ist in unseren Augen aber nicht als Sündenbock für alle Problematiken vorschiebbar. Auch wir haben bereits eine lange Quarantäne-Phase hinter uns, mit allen Problematiken, die eine solch unvorhersehbare Situation mit sich bringt. Auch wir haben danach das „Return-to-Play“-Protokoll des DEB durchlaufen und mussten, mit nur einer regulären Trainingseinheit zum schweren Auswärtsspiel beim damaligen Tabellenführer in Regensburg antreten. Dabei fehlten uns auf Grund der verlängerten Quarantäne einiger Akteure zusätzlich noch wichtige Schlüsselspieler. Wir haben diese Nackenschläge aber ohne Murren angenommen und sind mit einer blutjungen Mannschaft, verstärkt mit vielen U20-Spielern, an die Donau gefahren und hätten dort auf Grund einer starken Leistung fast sogar noch etwas Zählbares mitgenommen“, sagt Marcus Thaller, erster Vorstand des Starbulls Rosenheim e.V.

Größere sportliche Chancen statt Nachwuchsförderung hinterlässt faden Beigeschmack

Marcus Thaller ergänzt abschließend: „Während Corona müssen alle Teams flexibel sein und jeden Tag aufs Neue abwägen, welche Begegnungen möglich sind und welche nicht. Dass nun gerade die Eisbären, unser damaliger Gegner, beim DEB um eine Spielverlegung des Spitzenspiels gegen unsere Jungs gebeten haben, hinterlässt bei uns schon irgendwie ein kleines „Gschmäckle“. Wir als Vereinsverantwortliche der Starbulls können dieses Verhalten nur schwer nachvollziehen. Überall und ständig wird Nachwuchsarbeit propagiert und gefordert und da fragen wir uns dann schon, wieso der EVR, anders als wir, keine weiteren Nachwuchsleute aus der U20 (immerhin U20-Division 1) lizenziert hat, um den Spielbetrieb mit einer jungen aber trotzdem schlagkräftigen Truppe aufrecht zu erhalten. Auch andere Teams, zum Beispiels der EV Landshut beim Auswärtsspiel bei den Kassel Huskies (Landshut reiste mit nur zehn Feldspielern und zwei Torhütern nach Kassel an) haben sich solchen schwierigen Situationen schon gestellt und haben damit Sportsgeist bewiesen. Bedanken möchten wir uns abschließend beim EC Peiting für die enorme Flexibilität und die kurzfristige Neuansetzung am kommenden Mittwochabend“, sagt Marcus Thaller, erster Vorstand des Starbulls Rosenheim e.V.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. (C.S.)/aic

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