"...soll es mich ruhig Geld kosten..."

Rosenheim - Alles auf Anfang heißt es im Play-off-Halbfinale nach der 2:5-Niederlage der Starbulls gegen Ravensburg. Trainer Franz Steer schimpfte anschließend über den Schiedsrichter. *Neu: PK-Video*

Die Starbulls Rosenheim haben ihr erstes Heimspiel in der Play-off-Halbfinalserie der 2. Eishockey-Bundesliga am Sonntagabend gegen Ravensburg mit 2:5 verloren. Und damit beginnt das Spiel wieder von vorne. Jedes Team hat einen Sieg errungen, jetzt benötigt man noch drei Erfolge, um das Finale zu erreichen.

Franz Steer war stocksauer und deutet es an: Das war ein klarer Stockschlag vor dem Tor zum 1:3.

4341 Zuschauer in Rosenheim sorgten für eine hervorragende Kulisse, vor der die Starbulls nicht enttäuschten. „Meine Jungs haben alles gegeben, sie haben super dagegen gehalten“, lobte Trainer Franz Steer. Allerdings hatte Ravensburg noch einen Tick mehr zu bieten und siegte deshalb auch nicht unverdient. „Sie hatten sich besser auf uns eingestellt“, befand Steer, stellte aber auch die Stärke der Oberschwaben heraus: „Das sind ja auch keine Pappnasen, die waren schließlich nicht umsonst Erster nach der Hauptrunde.“

Schlechtester Akteur auf dem Eis: Schiedsrichter Jens Steinecke, der einige komische Entscheidungen traf

Dennoch hatten die Starbulls die erste Chance, als Marcus Marsall an Gäste-Goalie Matthias Lange scheiterte. Dann gingen die Gäste in Führung, als Max Schmidle einen Rückhand-Pass von Markus Busch verwertete, Norm Maracle war zudem die Sicht verdeckt. Dann verpassten Robert Schopf und Marius Möchel den Ausgleich, ehe erstmals Schiedsrichter Steinecke entscheidend in die Partie eingriff: Aus dem Nicht heraus gab es eine Strafzeit für Dominic Auger, dieses Powerplay nutzte Ben Thomson zum zweiten Ravensburger Tor. Es sollte nicht die einzige Szene sein, in der sich die Starbulls benachteiligt fühlten: „Es hat einige absolut unverständliche Entscheidungen gegeben“, schimpfte Steer – und zählte auf: Einen Bandecheck an Mitch Stephens, der falsch eingeschätzt wurde, Strafminuten gegen Stephan Gottwald „wegen eines Schubsers“ und beim Bully vor dem vierten Gegentor ein nicht geahndeter Schläger im Gesicht von Robert Schopf, der eine Platzwunde davontrug und die Starbulls ein entscheidendes Gegentor. „Der Schiedsrichter war der schlechteste Mann auf dem Eis“, meinte Steer - und fügte ob der Kritik auch gleich an: „ich sage das – soll es mich ruhig Geld kosten“.

Allerdings: Auch trotz dieser Entscheidungen hätten die Starbulls nach dem 0:2 noch einmal ins Spiel zurückkommen können: Andi Paderhubers Granate schlug in der 21. Minute zum Anschlusstor ein, danach gab es Penalty für Rosenheim und die Chance zum Ausgleich. Doch Stephen Werner scheiterte an Lange. „Er war zu diesem Zeitpunkt schon lange auf dem Eis und etwas platt“, meinte Steer.

Das hätte der 2:2-Ausgleich sein können, aber Stephen Werner scheiterte mit seinem Penalty an Ravensburgs Keeper Mathias Lange, der mit seinem linken Schoner parierte.

So ging es mit einem Rückstand ins letzte Drittel, in dem die Gäste durch Frederik Cabana und Thomas Pielmeier auf 4:1 davonzogen. Robin Hanselko brachte die Starbulls nach Vorarbeit von Fabian Zick zwar nochmals heran und die junge Rosenheimer Truppe versuchte bis zum Schluss alles. Brian Maloneys Schuss ins leere Tor besiegelte aber die Niederlage

Starbulls-Sieg: Steigerung von Wahnsinn!

Nun steht es also 1:1 in der Serie. Der Play-off-Lauf der Rosenheimer von elf gewonnenen Spielen (saisonübergreifend) ist also gerissen. Ansonsten ist aber nichts passiert und die Starbulls sollten deshalb ganz nach dem Song von Ich & Ich - „Nichts bringt mich runter“ - das zweite Duell mit Ravensburg schleunigst abhaken.

Statistik: Starbulls Rosenheim - Ravensburg Towerstars 2:5 (0:2, 1:0, 1:3).

Tore: 0:1 (14.) Schmidle/Busch, Samendinger, 0:2 (20.) Thomson/Maloney, Leavitt, 1:2 (21.) Paderhuber/Auger, Werner, 1:3 (45.) Cabana/Busch, Oravec, 1:4 (48.) Pielmeier/Slavetinsky, Boon, 2:4 (51.) Hanselko/Zick, Schopf, 2:5 (60.) Maloney/Cabana;

Schiedsrichter: Steinecke;

Strafminuten: Rosenheim 22, Ravensburg 26;

Zuschauer: 4341.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © ziegler

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