Starbulls einfach fantastisch!

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Stephen Werner erzielte in Heilbronn drei Tore.

Heilbronn - Unglaublich, fantastisch, hervorragend – für diese Leistung der Starbulls Rosenheim beim ersten Play-off-Viertelfinale der 2. Eishockey-Bundesliga bei den Heilbronner Falken kann man nur noch Superlative verwenden.

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Da liegen die Mannen von Trainer Franz Steer durch drei Gegentreffer binnen 155 Sekunden im zweiten Drittel mit 0:3 im Rückstand und schaffen dann ein Comeback, wie es in der Rosenheimer Eishockeygeschichte wohl auch selten vorgekommen ist. Mit einem grandiosen 6:3-Erfolg haben die Starbulls das erste Mal in dieser Viertelfinal-Serie angeschrieben.

„Das war brutal, einfach unglaublich“, meinte Starbulls-Coach Steer unmittelbar nach Spielende. „Ein Riesekompliment an die Jungs, die haben gearbeitet wie die Berserker“, so Steer weiter. Bereits im ersten Drittel hatten die Starbulls angedeutet, dass in Heilbronn etwas zu holen sei. Zwar gehörte die Anfangsphase den Gastgebern, doch die zweiten zehn Minuten gingen deutlich an die Rosenheimer, die am Ende durch Stephen Werner bereits einige gute Möglichkeiten zur Führung vorgefunden hatten.

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Der große Schock kam dann zu Beginn des zweiten Abschnitts: Nach 19 Sekunden lag die Scheibe erstmals hinter Norm Maracle im Tor, als Fabio Carciola traf, acht Sekunden später erhöhte Justin Cox für die Gastgeber auf 2:0. „Den Auftakt haben wir verschlafen“, gab Steer zu. Und als in der 23. Minute der dritte Heilbronner Treffer durch Michel Leveille fiel, setzte niemand mehr einen Pfifferling auf die Gäste. Doch als man noch zwei Unterzahlsituationen überstand, kam der Mut zurück. Die Hoffnung nährte dann ein Treffer von Werner. Und dank eines Doppelschlages hatten die Starbulls dann bis zur zweiten Drittelpause ausgeglichen: Zunächst erzielte Marcus Marsall das 2:3 aus Rosenheimer Sicht, ein Tor, das sich der unermüdliche Rackerer im Starbulls-Sturm schon längst einmal verdient gehabt hatte, dann egalisierte Werner in Überzahl. „Das Momentum ist dann auf unsere Seite gefallen“, pflegt Steer in solchen Momenten zu sagen.

Einige Fans haben dieses Plakat am Stadion aufgehängt, "um die Mannschaft nach dem 6:3-Sieg in Heilbronn für ihre unglaubliche Moral zu belohnen."

Und die Starbulls legten nach. War der Ausgleich mit der Zeit bereits mehr als verdient, so waren die Gäste der Führung im letzten Abschnitt deutlich näher als die geschockten Heilbronner. Es war wieder ein Überzahltor, das die Rosenheimer erstmals in Front brachte: Kapitän Stephan Gottwald traf zum 4:3. Der herausragende Stephen Werner (Steer: „Der war wie eine Maschine“) krönte dann seine Spitzenleistung mit dem dritten Treffer, dem 5:3. Für den Schlusspunkt sorgte erneut Marsall, der ins verwaiste Heilbronner Gehäuse zum Endstand traf.

„When you come back, come back as heroes“ sangen die Parlotones 2010 – nach dieser Leistung dürfen sich die Rosenheimer als Helden fühlen. Allerdings nur bis Freitag, denn dann steht die zweite Begegnung in Rosenheim an. Und es steht trotz dieses herausragendes Moments nur 1:0 in der Serie.

Statistik:

Heilbronner Falken – Starbulls Rosenheim 3:6 (0:0, 3:3, 0:3)

Tore: 1:0 (21.) Carciola/Leveille, 2:0 (21.) Cox/Slattengren, Cespiva, 3:0 (23.) Leveille/Baum, Carciola, 3:1 (33.) Werner/Gottwald, Marsall, 3:2 (38.) Marsall/Werner, Gottwald, 3:3 (39.) Werner/Paderhuber, Stephens, 3:4 (51.) Gottwald/Werner, Stephens, 3:5 (52.) Werner/Auger, Paderhuber, 3:6 (58.) Marsall/Stephens

Schiedsrichter: Schütz

Strafminuten: Heilbronn 10, Rosenheim 16

Zuschauer: 1475

Play-off-Ergebnisse:

  • Ravensburg – Landshut 6:3
  • Bremerhaven – Dresden 0:3
  • Schwenningen – Kaufbeuren 4:2

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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