„Ganslhaut-Alarm“ im Eisstadion

+
So soll es auch heute abend wieder sein: Peter Kathan stoppt Angreifer Nico Krämmer.

Rosenheim - Holen die Starbulls heute ihren dritten Sieg? Die Antwort gibt es ab 19.30 Uhr im Kathrein-Stadion, das bereits restlos ausverkauft ist. 

Service:

Die Starbulls haben mit dem 1:0-Erfolg am Dienstag in Landshut auch die letzten Zweifel beseitigt, dass man mit dem Doppelrunden-Ersten mithalten kann. Rosenheim führt jetzt in der Best-of-seven-Serie mit 2:1 und braucht noch zwei Siege, um die große Sensation zu schaffen. Die Vorfreude der Fans ist groß, die Spannung steigt von Stunde zu Stunde, die Rahmenbedingungen mit einem ausverkauften Kathrein-Stadion und 6300 Fans könnten nicht besser sein. Wenn dann die Sopran-Solistin Sieglinde Zehetbauer kurz vor dem Spiel wieder die Deutschland- und Bayern-Hymne zelebriert (in Landshut läuft da eine CD), dann herrscht „Ganslhaut-Alarm“ im Stadion, wie es der österreichische Ex-Skifahrer und Fernsehkommentator Armin Assinger nennen würde.

Grisu - das Charivari-Eishockey-Orakel

Bisher lag Grisu bei seinen Tipps immer richtig - dieses Mal auch? Die Starbulls-Fans würden sich auf alle Fälle freuen, denn Grisu tippte erneut auf einen Sieg für die Rosenheimer!

Zum "Orakel-Video"

Haben die Starbulls mit der 2:1-Führung und dem Heimspiel vor der Brust jetzt auch die Favoritenrolle von Landshut übernommen? Auf gar keinen Fall, denn die Niederbayern haben nach wie vor in der Gesamtheit die besseren Einzelspieler in ihren Reihen. Warum tut sich die scheinbar bessere Mannschaft dann so schwer gegen die dezimierten Rosenheimer? Weil die Starbulls mit Herz und Leidenschaft spielen und kämpfen. „Spieler haben in ihrer Karriere vielleicht nur einmal die Chancen, in einem Endspiel zu stehen und dafür lohnt es sich, alles zu investieren. Die Saison kann jetzt maximal nur noch bis nächsten Freitag dauern und deshalb wird jeder Spieler alles aus sich herausholen“, sagt Steer. Er braucht das gar nicht von seinem Team zu fordern, denn die Spieler sind extrem fokussiert auf den nächsten Erfolg - Tunnelblick nennt man so etwas. Ob es dann auch heute Abend mit einem weiteren Sieg gegen Landshut klappt, hängt von vielen Faktoren ab: vom Glück, von den Schiedsrichtern, von einem guten Überzahl- und Unterzahlspiel und von der Unterstützung durch die Fans. „In dieser Hinsicht mache ich mir gar keine Sorgen. Unsere Fans sind der Wahnsinn. Schön, dass ich mit meiner Mannschaft so etwas erleben darf“, schwärmt Steer, der genauso wie einige seiner Spieler gesundheitlich auf dem Zahnfleisch daherkommt: „Dass ist egal, ich muss ja nicht spielen“ sagt der Starbulls-Coach, der wieder ein ausgeglichenes Spiel erwartet. „Beide Mannschaften kennen sich in- und auswendig. Überraschungsmomente sind da fast ausgeschlossen, auch wenn Martin Reichel und ich uns schon etwas überlegt haben.“

Die Final-Serie gegen Landshut:

Überlegt haben auch die Starbulls-Verantwortlichen, ob sie heute nach dem Spiel schon Karten für ein eventuelles Dienstag-Spiel verkaufen sollen. „Das machen wir nur im Fall einer Niederlage und da hätten wir ein gewisses Kontingent zur Verfügung. Allerdings hoffen wir, dass wir für Dienstag keine Karten mehr anbieten müssen“, sagt Karl Aicher, Zweiter Starbulls-Vorstand, der wie seine Kollegen das Wort Meisterschaft nicht in den Mund nehmen will. Für das heutige Spiel gibt es eventuell noch Restkarten an der Abendkasse, das Stadion wird also rappelvoll sein. Wie gesagt: Es ist alles angerichtet für ein tolles Spiel...

Kathrein-Stadion ist ausverkauft

Nichts geht mehr mit Tickets! Wie die Starbulls mitteilten, ist das Kathrein-Stadion bereits komplett mit 6.300 Zuschauern ausverkauft. Nur wenn aus dem Landshuter Kontingent noch einige nicht verkaufte Stehplatzkarten zurückkommen, werden diese ab 18 Uhr an der Stehplatzkasse 1 verkauft.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

Kommentare