+++ Eilmeldung +++

Aufregung am Mittwochabend

Hauptbahnhof-Zwischengeschoss großräumig abgesperrt - Großeinsatz der Polizei

Hauptbahnhof-Zwischengeschoss großräumig abgesperrt - Großeinsatz der Polizei

Wochenende der Play-off-Revanchen

+
Die Entscheidung im Penaltyschießen beim 3:2-Erfolg in Landshut: Bill Trew scheitert an Starbulls-Keeper Pasi Häkkinen.

Rosenheim - Dritte Zweitliga-Saison für die Starbulls Rosenheim, drittes Startwochenende - mit einigen Parallelen, aber auch einem gravierenden Unterschied.

Auch wenn wieder alles bei Null beginnt: Es war ein Wochenende der Revanchen für die letztjährige Play-off-Runde. Zwei Tage nach der Rosenheimer (Teil-)Revanche in Landshut für die Final-Niederlagen gelang den Schwenningern eine volle Wiedergutmachung für das Ausscheiden im Halbfinale. Und so stehen die aktuellen Starbulls nach zwei Spielen schlechter da als ihre Vorgänger in den Jahren davor.

2010 begann es wie diesmal: mit einem 3:2-Penalty-Sieg auf fremden Eis, in Bietigheim. Es folgte ein 3:1 gegen Hannover, Bilanz: fünf Punkte. Im Vorjahr gewann man zum Auftakt 3:1 in Crimmitschau und gab im ersten Heimspiel zwei Punkte bei der 3:4-Penalty-Niederlage, ebenfalls gegen die Indians, ab, Bilanz: vier Punkte. Heuer blieben die beiden Punkte aus dem 3:2-Penalty-Sieg auswärts wegen der folgenden Heimniederlage die einzigen.

Freute sich über ein schönes Tor gegen Schwenningen: Fabian Zick, der das 2:0 erzielte.

In beiden Spielen des Wochenendes führten die Starbulls mit 2:0 und mussten beide Male den Ausgleich hinnehmen. Während man sich in Landshut aber wieder fing und nach 65 Minuten den Shootout für sich entscheiden konnte, war der Faden gegen die Wild Wings gerissen, und es folgte nicht nur die dritthöchste Heimniederlage der Zweitliga-Neuzeit (gleichauf mit fünf weiteren Minus-Drei-Schlappen), sondern auch ein für Spiele gegen Schwenningen ungewöhnlich torreiches Spiel: In zuvor 14 Begegnungen gegen die Schwarzwälder waren nur zweimal mehr als sechs Tore gefallen. Dazu trugen Dan Hacker und Peter Boon diesmal wesentlich bei, die sich nun mit Landshuts Bill Trew mit sieben Toren gegen die Starbulls die Spitzenposition der "Schreckgespenster" teilen.

Eben jener Bill Trew blieb am Freitag nicht nur im Spiel ohne Treffer, sondern vergab auch als Einziger von sechs Schützen seinen Penalty. Dagegen trafen mit Greg Squires, Stephan Gottwald und Norman Hauner alle drei Rosenheimer, ein völlig neues Feeling im Vergleich zum Vorjahr. Dort hatte nicht nur Gottwald alle drei Versuche während der Saison vergeben, die Gesamtbilanz des Teams lag bei lediglich drei erfolgreichen Versuchen von sechzehn insgesamt! Interessant und ein bisschen kurios: Es war das 15. Zweitliga-Spiel gegen Landshut, und mehr als die Hälfte davon (acht) ging in die Verlängerung, vier davon sogar ins Penalty-Schießen (je zwei Siege für Rosenheim und Landshut). Von den vier Partien, die im Laufe der Overtime entschieden wurden, gewannen die Starbulls drei.

Weil wir gerade von Gottwald sprechen: Wer erinnert sich noch daran, dass die letzten fünf Treffer auf eigenem Eis im Finale gegen Landshut alle der Rosenheimer Kapitän erzielte? Als Andrej Strakhov das 1:0 gegen Schwenningen besorgte, waren sage und schreibe 167 Spielminuten und 59 Sekunden vergangen, seit Ryan Gaucher als letzter "Nicht-Gottwald" den Fans ein Heimtor bescherte! Das erste Saisontor schoss übrigens (nach Corey Quirk im letzten Jahr und Andi Paderhuber 2010) laut Pointstreak Nico Senger und nicht wie gemeldet Micky Rohner.

Dass Strakhovs erster Heimtreffer in Überzahl fiel, konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Powerplay das größte Manko des ersten Wochenendes war. Zwar liegen offiziell Landshut und Dresden, die noch ohne Überzahltor sind, an letzter Stelle der entsprechenden Tabelle, doch da dem einen Überzahltreffer der Starbulls zwei gegnerische Shorthander gegenüber stehen, liegt die Rosenheimer Bilanz hier nicht bei null, sondern letztlich unter null! Demgegenüber kann man mit dem Penalty-Killing bisher durchaus zufrieden sein; nur Kaufbeuren, Bremerhaven und Dresden, die noch kein gegnerisches Powerplaytor zuließen, sind hier besser. Und in Landshut gab es wahrlich einiges zu tun! Vierzehneinhalb Minuten waren die Starbulls mit einem Mann weniger auf dem Eis und ließen dabei nichts anbrennen. Kurios: Wenn die Rosenheimer unterzahlmäßig stark gefordert sind, wachsen sie über sich hinaus. Vier der sechs Matches, in denen sie mehr als dreizehn Minuten "killen" mussten, haben sie gewonnen und in vieren nicht einmal ein Powerplaytor zugelassen.

Manfred Eder (Oberbayerisches Volksblatt)

Zurück zur Übersicht: Starbulls Rosenheim

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT