Starbulls gewinnen zum Jahresabschluss

OVB
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Robin Hanselko erzielte in Bietigheim sein erstes Saisontor.

Rosenheim - Im Jahresfinale empfingen die Starbulls Rosenheim am Freitagabend die Dresdner Eislöwen - und es wurde ein kleines Feuerwerk:  **Live-Ticker zum Nachlesen**

Live-Ticker zum Nachlesen

Mit 4:1 schickte die Steer-Truppe die Löwen nach Hause - ein schöner Abschluss für 2011!

Statistik:

1:0 - Dominic Auger (Corey Quirk, Peter Kathan) 17:31

2:0 - Patrick Asselin (Corey Quirk, Peter Kathan) 30:50

3:0 - Fabian Zick (Simon Wenzel) 35:13

4:0 - Corey Quirk (Patrick Asselin, Marcus Marsall) 37:09

4:1 - Florian Iberer (Überzahl-Tor) (ohne Assist) 51:33

Ein ausführlicher Bericht, Bilder & Videos folgen am Samstag!

Lesen Sie hier den OVB-Vorbericht:

Starbulls: Ein Feuerwerk zum Jahresfinale?

"Die Mannschaft, Trainer und Betreuer, wir haben uns zu Weihnachten vorgenommen, alle Spiele im alten Jahr zu ziehen", verrät Franz Steer, Trainer der Starbulls.

Nur noch ein Spiel trennt sein Team davon, diesen Weihnachts-Wunschzettel als erfüllt abzuhaken. Nach dem 3:2-Penaltysieg über die Hannover Indians und dem 7:2-Erfolg bei den Bietigheim Steelers steht dazu am heutigen Abend, 19.30 Uhr, das Heimspiel in der 2. Eishockey-Bundesliga gegen die Dresdner Eislöwen auf dem Programm.

So war's im ersten Spiel: Mitch Stephens bejubelt einen Treffer gegen Dresden.

Logisch, dass die Stimmung bei den Starbulls nach dem deutlichen Erfolg im Ellental mehr als gut ist. Steer freute sich über die gute Leistung von Maracle-Vertreter Beppi Mayer ("Schön, dass es für ihn so gut geklappt hat"), verspürt viel Genugtuung bei der momentanen Bilanz von Patrick Asselin (erzielte in Bietigheim auch den ersten Treffer und war damit vierfacher Torschütze!) und zeigte sich begeistert über die stetigen Leistungssteigerungen von Corey Quirk ("Der wird immer besser, er arbeitet 100 Prozent und mehr). Was den Rosenheimer Trainer allerdings am meisten freut ist der Teamgeist, der in seiner Truppe herrscht: "Das Miteinander ist toll, gerade in Bietigheim hat es viele Signale gegeben, dass derzeit alles passt."

Dies hat man dann auch auf der Eisfläche gesehen, als die Starbulls ein bärenstarkes erstes Drittel mit einer 5:0-Führung hingelegt haben. "Das war spielerisch stark, wir haben sehr schnelle Konter gespielt, waren sehr passsicher", analysierte Steer.

Er weiß aber auch, dass dies nicht in jedem Spiel möglich ist - gerade zuhause, wenn der Gegner defensiver agiert und seinem Team das Leben schwer macht. "Das hat zuletzt Bietigheim gut gemacht. Ich bin froh, dass die diesmal nicht so gespielt haben, wie sie vor Weihnachten bei uns aufgetreten sind. Und auch Hannover hatte sich gut auf unser Powerplay eingestellt."

Der Rosenheimer Coach rechnet damit, dass auch Dresden, die harte Nuss, zu knacken sein wird. "Die sind defensiv sehr stark", sagt Steer, weiß aber auch, dass die Offensive der Eislöwen einiges zu bieten hat: Sami Kaartinen und Patrick Jarrett sind bekanntermaßen starke Akteure, mit Harry Lange haben die Sachsen zuletzt noch einen Stürmer geholt, der acht Jahre in Österreichs erster Liga spielte und dort bei den Graz 99ers sogar Kapitän war. "Er ist ein Spieler, der uns nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ weiterhelfen wird", glaubt Dresdens Trainer Thomas Popiesch. In seinem ersten Spiel lieferte der 28-Jährige, der einen deutschen Pass besitzt, beim Penaltysieg über Heilbronn gleich eine Torvorlage ab.

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Die Eislöwen hoffen, dass Lange genauso einschlägt wie Florian Iberer, der im Sommer aus der Steiermark nach Sachsen gekommen war: Der Verteidiger hat bereits 23 Punkte auf dem Konto und schon elf Tore erzielt - drei davon im letzten Aufeinandertreffen zwischen Dresden und Rosenheim. Mit einem lupenreinen Hattrick ebnete Iberer den Weg zum 6:1-Erfolg der Eislöwen und ist wohl nun das aktuelle "Schreckgespenst" der Starbulls. "Er hat einen brutalen Hammer", sagt Steer und meint damit natürlich den Schlagschuss des Österreichers - allerdings verkündet der Rosenheimer Trainer auch: "Wir werden uns auf ihn einstellen." Bleibt zu hoffen, dass nicht Iberer die ersten Kracher zum Jahreswechsel zündet, sondern die Starbulls-Spieler.

Die Zuschauer dürfen sich also auf ein Spiel gefasst machen, in dem sich zwei Teams auf Augenhöhe begegnen - wie so oft in dieser Saison, weshalb Steer die bisherige Saisonleistung im Rückblick noch als "ein bisschen höher" bewertet wie die in der vergangenen Saison, "weil heuer die Liga viel ausgeglichener besetzt ist". Gerade deshalb wünscht sich der Starbulls-Coach für das neue Jahr "dass alle Spieler verletzungsfrei bleiben. Dann haben wir gute Voraussetzungen für die weitere Saison, in der in dieser Liga noch fast alles passieren kann."

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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