Bei Eishockeyderby zwischen Riessersee und Starbulls

Polizei: "Werden konsequent gegen gewaltbereite Fans einschreiten"

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Garmisch-Partenkirchen - Am Freitagabend ist es wieder so weit: Dann kommt es in der Eishockey-Oberliga zum prestigeträchtigen Derby zwischen dem SC Riessersee und den Starbulls Rosenheim. Auch die Polizei hat für diesen "besonderen Abend" vorgesorgt:

Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Ultra-Gruppierungen der beiden Fanlager gekommen ist, wird auch zu diesem Derby die Polizei mit ausreichend Einsatzkräften rund um das altehrwürdige Olympiastadion vor Ort sein, um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. 

Die Leiterin der Abteilung Einsatz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Eva Schichl.

Die Leiterin der Abteilung Einsatz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Eva Schichl, appelliert in diesem Zusammenhang an die Fans. "Sportliche Rivalität ist das Salz in der Suppe dieser rasanten Sportart – Gewaltbereitschaft oder gar Randale haben dabei nichts verloren. Mit den Fans, die sich für ihre Mannschaft begeistern und sie lautstark unterstützen, freuen wir uns auf ein spannendes, faires und vor allem friedliches Lokalderby zwischen dem SC Riessersee und den Starbulls aus Rosenheim. Mit einer erhöhten Polizeipräsenz werden wir bereits im Vorfeld der Partie vor Ort sein und konsequent gegen gewaltbereite Fans einschreiten, um einen friedlichen und störungsfreien Verlauf zu gewährleisten", so Schichl.

Wiederholt Ausschreitungen in Vergangenheit

In der Vergangenheit hatte es rund um das Oberbayern-Derby immer wieder Ausschreitungen gegeben. Zuletzt im November 2016, als Rosenheimer Fans - trotz eines Großeinsatzes der Polizei - Böller ins Stadion geschmuggelt und sogar auf die Eisfläche geworfen hatten. Einer der Böller war nur knapp neben dem Riesserseer Torwart detoniert. Die Chaoten wurden damals von Polizei und Sicherheitsdienst identifiziert und noch vor Ort abgeführt.

Auch im Januar 2016 war es zu brenzligen Szenen gekommen. Es wurde erneut Pyrotechnik gezündet und Becher geworfen. Vor dem Olympiastadion in Garmisch-Partenkirchen konnte die Polizei nach dem Spiel gerade noch eine massive Schlägerei zwischen Rosenheimer Fans und Ultras, die der Garmischer Fanszene zuzurechnen waren, verhindern. Zudem hatten maskierte Garmischer Ultras drei Rosenheimer Fans überfallen und ihnen die Fanschals geraubt.

Und vielen ist auch noch das "berühmte" Skandalspiel in Rosenheim aus dem Februar 2014 in Erinnerung, als die Garmischer - ohne etatmäßigen Torwart angereist - nach dem ersten Gegentor die Eisfläche verließen und das Spiel nicht fortsetzten. Unterdessen randalierten Garmischer Fans massiv im Stadion, zündeten mehrfach Kanonenschläge und andere pyrotechnische Gegenstände. Draußen gab es dann weitere Scharmützel, zudem wurde der Garmischer Mannschaftsbus bei der Abfahrt massiv mit Bierbechern beworfen.

mw/Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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