Starbulls triumphieren über Heilbronner Falken

Wichtiger Sieg und zweites Sechs-Punkte-Wochenende!

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Heilbronn - Einen eminent wichtigen Erfolg im Kampf um das Heimrecht in den Playdowns feierten die Starbulls am Sonntagabend in der Kolbenschmidt-Arena.

Vor der Minuskulisse von nur 1.202 Besuchern setzten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler mit 3:1 (1:0, 2:1, 0:0) bei den Heilbronner Falken durch, holten damit erst den zweiten Auswärtssieg nach regulärer Spielzeit und sicherten sich das zweite Sechs-Punkte-Wochenende der Saison! Auf Platz zehn beträgt der Rückstand aber immer noch satte 14 Punkte - eine "Herkulesaufgabe" für die Grün-Weißen in den verbleibenden 14 Spielen der Hauptrunde!

Das erste Drittel bewegte sich auf spielerisch überschaubarem Niveau. Es gab viele Zweikämpfe - und zunächst zwei dicke Chancen für die Falken durch Ville Järveläinen, der alleine vor Timo Herden rechts vorbei schoss, und Marvin Krüger, dessen Versuch aus kurzer Distanz an die Latte ging. Rosenheim setzte jedoch das erste Ausrufezeichen, als Dominik Daxlberger in der 15. Minute - unmittelbar nach Ablauf eines erfolglosen Überzahlspiels - nach einem präzisen Querpass von Stephan Kronthaler per "One Timer" zum 0:1 erfolgreich war.

Spieldauerstrafe für Gelke und lange Überzahl für Rosenheim

Zu Beginn des Mittelabschnitts erwischten die Starbulls einen Traumstart. Genau 50 Sekunden waren von der Uhr, als Tyler McNeely hinter dem Tor die Übersicht behielt und genau im richtigen Moment Joseph Lewis fand, der Heilbronns Keeper Andrew Hare aus kurzer Distanz zum 0:2 überwand (21.). Danach passierte mehrere Minuten fast gar nichts, ehe Heilbronn gleich seine erste Powerplay-Chance (die Falken haben das beste Überzahlspiel der Liga) zum Anschlusstreffer durch Kyle Helms nützte.

In der Folge nahmen Nickligkeiten und Hektik zu, was auch an der nicht immer klaren Linie von Schiri Göran Noeller lag. Am Ende stand dann Max Vollmayer im Mittelpunkt. Erst provozierte er Heilbronns Richard Gelke so geschickt, dass dieser die Beherrschung verlor, die Handschuhe fallen ließ und auf den jungen Rosenheimer mit dem Fäusten los ging. Die Folge: Spieldauerstrafe für Gelke und lange Überzahl für Rosenheim! Und zehn Sekunden vor der zweiten Sirene klingelte es dann auch hinter Hare, als Vollmayer halblinks ganz frei und mit voller Wucht zum 1:3 erfolgreich war.

Steer: "Wir haben das taktisch recht gut gemacht."

Nach dem letzten Wechsel verteidigten die Starbulls geschickt und ließen die recht einfallslos agierenden Falken kaum mehr gefährlich zur Entfaltung kommen. Einmal wurde es jedoch noch richtig brenzlig, als Kirsch die Scheibe auf den freistehenden Lavallee passte, der jedoch das Kunststück fertig brachte, diese aus kürzester Distanz am leeren Tor vorbei zu bugsieren.

Alles in allem war es aber ein verdienter Starbulls-Sieg in einer ziemlich durchwachsenen DEL2-Partie, was auch die Trainer so sahen. "Rosenheim hat sehr diszipliniert gespielt und deswegen auch verdient gewonnen. Wir waren hingegen nicht konsequent genug und sind am Ende in Aktionismus verfallen", so Falken-Trainer Fabian Dahlem. "Ich bin natürlich sehr zufrieden. Wir haben das taktisch recht gut gemacht und in Überzahl die Tore geschossen. Außerdem hatten wir eine sehr gute Torwartleistung. Ein Lob auch an die jungen Spieler, die sich in den letzten Spielen prächtig entwickelt haben", bilanzierte Starbulls-Coach Franz Steer, für dessen Team es am Freitag mit einem Heimspiel gegen Ravensburg (19.30 Uhr) weitergeht.

Das Spiel in der Statistik: 

Heilbronner Falken - Starbulls Rosenheim 1:3 (0:1, 1:2, 0:0) 

Tore: 0:1 (15.) Dominik Daxlberger (Stephan Kronthaler, Peter Lindlbauer), 0:2 (21.) Joseph Lewis (Tyler McNeely, Max Vollmayer), 1:2 (30.) Kyle Helms (Justin Kirsch, Tyler Gron - Überzahl-Tor), 1:3 (40.) Max Vollmayer (Tyler Scofield - Überzahl-Tor) 

Schiedsrichter: Göran Noeller (Bad Muskau)

Strafen: Heilbronn 17 plus Spieldauerstrafe für Richard Gelke - Rosenheim 8 

Zuschauer: 1.202

mw/Starbulls Rosenheim

Rubriklistenbild: © Ludwig Schirmer/Starbulls Rosenheim

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