Super-Norm bleibt den Starbulls erhalten

+
Auch in der kommenden Saison werden die gegnerischen Stürmer an den Fangkünsten von Norm Maracle verzweifeln: Der 36-jährige Ausnahmetorhüter hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.

Rosenheim - Eine Nachricht, die jedem Eishockey-Fan die Freudentränen in die Augen treibt: Norm "der Hexer" Maracle hat seinen Vertrag bei den Starbulls um ein Jahr verlängert.

Damit ist der Grundstein für eine Fortführung der Rosenheimer Erfolgsgeschichte gelegt. Weitere Bausteine (sprich Vertragsverlängerungen) folgen in den nächsten Tagen und werden von den Starbulls-Verantwortlichen bei Unterschrift der jeweiligen Spieler sofort bekanntgegeben. Die Fans können also davon ausgehen, dass auch am Samstag bei der Saisonabschlussfeier (Beginn ist um 17 Uhr bei freiem Eintritt) in der Inntalhalle ein Vertragsabschluss bekanntgegeben wird.

Es wurde viel spekuliert in den letzten Tagen, jeder hat irgendetwas gehört: Zum Beispiel, dass Maracle die Starbulls eventuell verlassen könnte, doch daran hat der 36-jährige Ausnahmekeeper nie einen Gedanken verschwendet. Seine Entscheidung pro Rosenheim ist nach eigener Aussage bereits vor über einem Monat gefallen und ab diesem Zeitpunkt spielte Maracle in der Form seines Lebens. So wie eigentlich die gesamte Saison über, in der er zum "Spieler des Jahres" und zum "Torhüter des Jahres" in der 2. Bundesliga gewählt wurde.

Maracle brachte die gegnerischen Stürmer reihenweise zur Verzweiflung, gleichermaßen strahlte er eine unglaubliche Ruhe auf seine Vorderleute aus und war maßgeblich am Erfolg der Starbulls Rosenheim in der abgelaufenen Eishockey-Saison beteiligt.

Ein absoluter Volltreffer für die Starbulls war die Verpflichtung von Dart-Fan Norm Maracle.

Glücklich über die Weiterverpflichtung von Maracle ist natürlich auch Starbulls-Trainer Franz Steer: "Norm ist ein Super-Typ. Ein Glücksfall für mich als Trainer und für das Rosenheimer Eishockey." Dass der 1,75 Meter große und 98 Kilogramm schwere Maracle überhaupt in Rosenheim spielt, haben die Starbulls zum Teil auch Franz Steers Stiefsohn Gerrit Fauser zu verdanken. Der Landshuter hat in Köln mit Maracle zusammengespielt, stellte vor der Saison den ersten Kontakt her und sagte zu seinem Stiefvater: "Den Norm kannst du bedenkenlos nehmen. Der hat einen einwandfreien Charakter und er ist ein Super-Torhüter". Schon nach den ersten Gesprächen war Steer begeistert von Maracle und das beruhte auf Gegenseitigkeit. Maracle über seinen Trainer: "Franz ist ein sehr bodenständiger Typ, genau der richtige Coach für unser Team. Ich bin stolz, dass ich unter ihm spielen darf."

Und in Oberbayern, an der Mangfall, in Rosenheim fühlt sich Maracle mit seiner kleinen Familie (Frau und Tochter) und seinen beiden Hunden "pudelwohl": "Rosenheim ist eine großartige Stadt mit den Bergen in der Nähe - einfach toll. In unserem Team ist es wie in einer großen Familie. Das Verhältnis zum Trainer, zu den Spielern und zur Vorstandschaft ist großartig - es passt hier einfach alles."

Einen Torhüter wie ihn hatte man in Rosenheim seit den Zeiten des großen Karl Friesen nicht mehr gesehen: "Er hielt uns mit seinen überragenden Fähigkeiten in vielen Begegnungen, die wir dann knapp gewonnen haben, im Spiel", lobt Starbulls-Kapitän Stephan Gottwald den Kanadier mit den markanten Spitznamen wie "Eisbombe", "Tattoo-Mirakel" und "Tanzbär". Nach anfänglicher Skepsis der Fans ist Maracle mittlerweile absoluter Publikumsliebling. Die Frage, wie lange der 36-jährige Ausnahmekeeper noch zwischen den Pfosten stehen will, stellt sich für den Kanadier, der schon den Stanley-Cup gewonnen hat, nicht: "Ich fühle mich jetzt besser als in jüngeren Jahren, und ich bin bis jetzt von schwereren Verletzungen verschont geblieben. Ich will schon noch einige Jahre spielen." Geht es nach Franz Steer, wird Maracle noch sehr lange auf dem Eis stehen: "Wenn Norm weiter unter mir trainiert, kann er bis 50 spielen".

Ob beide so lange in Rosenheim bleiben, ist eher unwahrscheinlich, aber zumindest in der Saison 2011/2012 rocken Maracle und Steer das Rosenheimer Eisstadion - auf alle Fälle besser als jeder Nachwuchssänger die DSDS-Bühne...

Hans-Jürgen Ziegler (Oberbayerisches Volksblatt)

Zurück zur Übersicht: Starbulls Rosenheim

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT