Höchste Saisonniederlage

Rosenheim - Die Revanche ist geglückt: Nach drei Niederlagen in der Liga und der schmerzlichen Schlappe im DEB-Pokal-Endspiel haben die Ravensburg Towerstars ihren Rosenheim-Komplex abgelegt und die Oberbayern gestern mit 7:1 nach Hause geschickt.

Es war die höchste Niederlage der Starbulls im bisherigen Saisonverlauf. Den Ehrentreffer für die Starbulls erzielte Verteidiger Michael Rohner zum zwischenzeitlichen 1:2.

Schon nach vier Minuten waren die Towerstars erstmals in Überzahl, die Ravensburger kamen aber nicht richtig in Position. Als ab der sechsten Minute erneut ein Rosenheimer die Strafbank besuchte, schlugen die Towerstars aber zu. Frederik Cabana legt sauber auf und Peter Boon nimmt Maß vom linken Bullypunkt und hämmert die Scheibe trocken unter die Latte (7.). Und die Towerstars holten aus zum Doppelschlag: Max Schmidle bekam 15 Sekunden später die Scheibe an der blauen Linie, zog über rechts aufs Rosenheimer Tor, verzögerte und schlenzte den Puck oben ins Tor. Eine ganz abgezockte Nummer von Schmidle, der die Starbulls-Abwehr im Alleingang übertölpelte.

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Der erste Schuss von den Starbulls kam von Mitch Stephens in der 8. Minute, kein Problem für Mathias Lange im Ravensburger Kasten. Ravensburg blieb weiter am Drücker, Ben Thomson und Max Schmidle vergaben aber weitere Chancen. Die Towerstars kamen erstmals unter Druck, als Marko Friedrich ab der 11. Minute auf der Strafbank saß. Wieder Stephens, Michael Rohner und Robert Schopf gaben gefährliche Schüsse ab, aber die Towerstars überstanden das Unterzahlspiel. In der Folge verflachte das Spiel etwas. Das zweite Drittel begann mit einer Strafzeit für Ravensburgs „Bad-Boy“ Brian Maloney, Rosenheim konnte jedoch kein vernünftiges Powerplay aufziehen. Gerade als Maloney aufs Eis zurückkam, fasste sich Stephens doch ein Herz und schoss rechts von der blauen Linie, Michael Rohner fälschte die Scheibe ins Ravensburger Tor ab zum 1:2 (23.), ein ganz unglückliches Gegentor für Ravensburg. Wenig später waren die Starbulls wieder in Überzahl aber das Powerplay der Rosenheimer war schlecht, Ravensburg hatte noch die besseren Chancen.

Besser machten es die Towerstars in Überzahl: In der 29. Minute setzte Alex Leavitt einen Schuss von der linken Seite ab und dieses Mal war es Brian Maloney auf Ravensburger Seite, der den Puck glücklich ins Tor ablenkte zum 3:1. In der 31. Minute hatte Max Schmidle das vierte Tor auf der Kelle, aber Timon Ewert, der Norm Maracle im Rosenheimer Kasten vertrat, stoppte Schmidle in letzter Sekunde, die Starbulls-Abwehr war jedoch gestern löchrig wie ein Schweizer Käse.

Gerade als Rosenheim etwas besser ins Spiel fand, schlugen die Towerstars erneut zu. Wieder in Überzahl setzte sich Kapitän Matt Kinch über links durch und passte mit der Rückhand zur Mitte, Ben Thomson schob aus kurzer Distanz ein zum vorentscheidenden 4:1.

Und das Ravensburger Tor-Festival ging im Schlussdrittel weiter: Als Rosenheim wegen einer Bankstrafe einen Mann weniger auf dem Eis hatte, bekam Matt Kinch die Scheibe auf halblinks und netzte zum 5:1 ein (42.), Markus Gleich und Alex Leavitt hatten vorbereitet, mit ihrem vierten Tor in Überzahl machten die Towerstars ihrem Namen als beste Powerplay-Mannschaft der Liga alle Ehre. Das 6:1 besorgte drei Minuten später Alex Leavitt, der im Slot völlig frei zum Schuss kam.

Jetzt war die Luft bei Rosenheim endgültig raus, die Towerstars vergaben zunächst weitere gute Möglichkeiten, in der 55. Erhöhte Raphael Kapzan mit einem Schuss von der blauen Linie auf 7:1, Ewert konnte einem leid tun im Rosenheimer Kasten, seine Vorderleute ließen ihn gestern meistens im Stich. Am Ende fuhren die Towerstars einen souveränen Heimsieg ein.

Statistik:

Ravensburg Towerstars - Starbulls Rosenheim 7:1 (2:0, 2:1, 3:0).

Tore: 1:0 (6:21/Überzahl) Peter Boon (Cabana, Oravec), 2:0 (6:36) Max Schmidle (Pielmeier), 2:1 (2:25) Michael Rohner (Stephens, Marsall), 3:1 (28:31/Überzahl) Brian Maloney (Leavitt, Kinch), 4:1 (34:41/Überzahl) Ben Thomson (Kinch, Maloney), 5:1 (41:51/Überzahl) Matt Kinch (Leavitt, Gleich), 6:1 (44:33) Brian Maloney (Thomson, Leavitt), 7:1 (54:15) Raphael Kapzan (Schmidle, Samendinger).

Strafzeiten: Ravensburg zehn Minuten, Rosenheim 16 Minuten.

Zuschauer: 2300.

at/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © Ziegler

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