Landshut mit Glück und Vogl

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Landshut - Wer kein Tor schießt, kann nicht gewinnen. Das ist eine alte Weisheit im Sport. Auch deswegen verloren die Starbulls am Abend in Landshut denkbar knapp mit 0:1.

Fast 5000 Zuschauer im trotz des Eintrittskarten-Streits ausverkauften Stadions am Gutenbergweg sahen trotz des nur einen Tors ein gutes, phasenweisen sogar richtig hochklassiges erstes Finale um die Bundesliga-Meisterschaft. Dass die Starbulls beim 0:1 (0:0, 0:1, 0:0) als Verlierer vom Eis gingen, hatte einen einfachen Grund: Sie nützten ihre Chancen nicht.

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Die letzten Töne der Nationalhymne waren noch gar nicht richtig verklungen, da vertändelte Markus Welz an der eigenen blauen Linie den Puck, doch Marcus Marsall konnte die große Chance frei vor Sebastian Vogl, der die Rosenheimer mit einigen unglaublichen Paraden zur Verzweiflung brachte, nicht zur Rosenheimer Führung nützen (1.). Im ersten Drittel waren die Rosenheimer, die neben Patrick Asselin (Schulterverletzung, fieberte auf der Spielerbank mit) auch Max Meirandres, Niko Senger und Simon Wenzel ersetzen mussten, vor allem defensivstark. Dies kann auch durch die Tatsache belegt werden, dass Landshut trotz einiger Überzahl-Minuten im gesamten ersten Abschnitt durch Martin Davidek (6.) und Nico Krämmer (11.) eigentlich nur zwei wirklich klare Torchancen hatte. Bitter wurde es für die Gäste in Minute 15, als der nächste Verteidiger ausfiel: Nach einem Stockschlag mit vermeintlicher Verletzungsfolge gegen Thomas Brandl wurde Beppo Frank vom Schiedsrichter-Quartett - im Finale pfeifen immer zwei Hauptschiedsrichter - mit einer Spieldauerstrafe in die Kabine geschickt. Eine fragliche Entscheidung, zumal der Kannibale schon im nächsten Wechsel wieder auf dem Eis stand.

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Spätestens im zweiten Abschnitt hätten die Starbulls dann in Front gehen müssen: Mitch Stephens spielte nun mehrmals groß auf, hatte selbst eine gute Chance und legte für seine Kollegen Stephan Gottwald, Corey Quirk und Marsall auf. Doch alle fanden ihren Meister in Vogl bzw. konnten die Scheibe nicht im Landshuter Kasten unterbringen. Die allergröße Gelegenheit hatte allerdings Michi Baindl, als er nach einem Landshuter Wechselfehler den Puck völlig alleine vor Vogl von Andrej Strahkov serviert bekam, doch der EVL-Torsteher klemmte die Hartgummischeibe mit einem unglaublichen Save zwischen Fanghandschuh und Pfosten ein (36.). Zwei Minuten später bekamen die Grün-Weißen die Quittung für ihre Fahrlässigkeit: Bei Landshuter Überzahl brachte Billy Trew die Scheibe in den Slot und der heranstürmende Welz traf über die Schulter von Norm Maracle hoch ins linke Eck - 1:0 (38.), ein Tor quasi aus dem Nichts.

Landshut Cannibals - Starbulls Rosenheim

 © Christian Fölsner
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Im Schlussdrittel war die Steer-Truppe deswegen gefordert - aber zunächst spielten beide Klubs mit großer taktischer Disziplin weiter. Landshut hatte durch Davidek noch eine tolle Konterchance, ehe Rosenheim ab der 48, 49. Minute die Schlussoffensive einleitete. Bei 5:3 spielten sich teilweise tumultartige Szenen vor dem Landshuter Tor ab - die Scheibe wollte aber einfach nicht rein. Die EVL-Fans feierten ihre Abwehr mit Standing Ovations und als auch noch Strahkov drei Minuten vor Schluss die hundertprozentige Möglichkeit zum 1:1 ausgelassen hatte, war der EVL-Sieg perfekt.

SBR-Coach Franz Steer war trotzdem nicht enttäuscht: "Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel abgeliefert. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Es hat nicht viel gefehlt. Leider ist uns das erforderliche Tor nicht gelungen." Landshuts Trainer Jiri Ehrenberger zollte dem Gegner Respekt: "Wir haben gut angefangen, ab dem zweiten Drittel ist Rosenheim dann gut ins Spiel gekommen. In den letzten 20 Minuten hätte das Spiel auch kippen können. Wir können uns deswegen auch bei Keeper Vogl bedanken." Weiter geht die Serie am morgigen Sonntag, um 18 Uhr, im Rosenheimer Kathrein-Stadion.

Das Spiel in der Statistik:

Landshut Cannibals - Starbulls Rosenheim 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)

Tor: 1:0 (38.) Markus Welz (Bill Trew, Peter Abstreiter - Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Stefan Vogl (München) und Christian Oswald (Kaufbeuren).

Strafen: Landshut 8 - Rosenheim 11 plus Spieldauerstrafe für Beppo Frank.

Zuschauer: 4.996 (ausverkauft).

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mw

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