Rosenheim schlägt Crimmitschau

5:1! Starbulls feiern verdienten Heimsieg

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Rosenheim - Die Starbulls haben ihr Heimspiel am Freitagabend gegen die Eispiraten Crimmitschau mit 5:1 gewonnen. Dabei lagen die Rosenheimer früh zurück:

+++ Das Spiel zum Nachlesen im Ticker +++

Ende letztes Drittel: Rosenheim siegt verdient

Die Starbulls Rosenheim besiegen den Tabellenletzten aus Crimmitschau hochverdient mit 5:1 Toren und können so nach vier sieglosen Spielen einen Heimsieg feiern. Rosenheim war in allen Belangen gegen harmlose Crimmitschauer überlegen und zeigte von der ersten Minuten mehr Spielfreude, Kampf, Einsatz und Siegeswillen! Weiter geht es am Sonntag in Bad Nauheim.

Ende zweites Drittel: Starbulls in Führung

Die Starbulls gehen mit einer verdienten 3:1-Führung in die zweite Drittelpause. Die beiden Treffer erzielten Classen und Baindl. Die Rosenheimer taten sich Anfangs des zweiten Drittels schwer die fünfminütige Überzahl in Zählbares auszunutzen. Erst Mitte des Zweiten Drittels konnten sie ihre Überlegenheit in Treffer umsetzen und gingen verdient in Front. Die Eisbären können bisher das Tor von Timo Herden nur sehr selten in Gefahr bringen.

Ende erstes Drittel: Unentschieden

Nach dem ersten Drittel steht es zwischen Rosenheim und Crimmitschau 1:1. Die Eispiraten machten aus dem Nichts das 0:1 mit der ersten Torchance. Rosenheim war bis dahin das aktivere Team und hatten bis dahin einige beste Möglichkeiten, u.a. lief Scofield alleine auf Schroth zu. Nach dem Rückstand brauchten die Starbulls einige Minuten bis sie wieder im Spiel waren und erzielten in Form von Lewis in Überzahl den verdienten Ausgleich.

Vorbericht:

Mit dem Heimspiel gegen Crimmitschau am Dreikönigstag kehren die Rosenheimer Eishockeyspieler in der DEL2 wieder in den klassischen Freitag-Sonntag-Spielrhythmus zurück. Und gegen die Westsachsen zuhause (19.30 Uhr, Emilo-Stadion) und dann am Sonntag in Bad Nauheim (18.30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion) sollen nun endlich wieder Punkte her, nachdem die momentan stark ersatzgeschwächte Mannschaft der Starbulls in der intensiven Spielphase über den Jahreswechsel zwar viele Komplimente, aber wenig Zählbares einsacken konnte. Zuversicht, dass es nach vier Niederlagen in Folge wieder zu Siegen reichen könnte, verleiht die Erinnerung an Anfang Oktober. Damals feierten die Grün-Weißen gegen die beiden selben Gegner ihr bisher einziges Sechs-Punkte-Wochenende der laufenden Spielzeit.

Kellerduell par excellence

Dem deutlichen 6:1-Heimsieg gegen die Eispiraten Crimmitschau am 7. Oktober 2016 folgte zwei Tage später der bislang einzige Rosenheimer Auswärtssieg. 3:2 für die Starbulls lautete das Ergebnis seinerzeit im Colonel-Knight-Stadion im Bad Nauheimer Kurpark. Ansonsten gingen die Starbulls in der Fremde zwar nicht ganz leer aus, aber die mageren weiteren drei Punkte, die den unentschiedenen Spielständen nach 60 Minuten in Weißwasser, Crimmitschau und Freiburg entsprangen, bedeuten den vorletzten Rang in der Auswärtstabelle – nur Crimmitschau mit fünf Punkten steht in dieser Wertung noch einen Zähler schlechter da. Es ist also ein Kellerduell par excellence, das am Abend über die Bühne geht. Auch im Gesamtklassement beträgt der Vorsprung der Starbulls (31 Punkte) auf die Eispiraten lediglich einen Punkt.

Mit einem Sieg nach Verlängerung diesmal könnten die Gäste nach Punkten gleichziehen und nur der um ein einziges Törchen bessere Wert im Torverhältnis würde die Starbulls noch vor der „Roten Laterne“ bewahren“. Bei einem Drei-Punkte Sieg der Westsachsen würden die Grün-Weißen dagegen unweigerlich ans Tabellenende stürzen. Doch dazu soll es nicht kommen. Schließlich haben die Grün-Weißen in den bisherigen Aufeinandertreffen mit Crimmitschau in der laufenden Spielzeit durchaus ihre Qualitäten bewiesen. Beim 6:1-Heimsieg ließen sie den Gästen keine Chance – ebenso wie beim Gastspiel im Kunsteisstadion im Sahnpark am 25. November bis Mitte des zweiten Drittels. Manuel Edfelder, Michael Baindl und Leopold Tausch hatten eine klare und verdiente 3:0-Führung herausgeschossen, doch am Ende behielten die Eispiraten mit 4:3 nach Verlängerung doch noch die Oberhand.

Tripp neuer Trainer in Crimmitschau

Im Gegensatz zu den ersten beiden Aufeinandertreffen mit den Starbulls in dieser Saison steht bei den Gästen diesmal nicht mehr Chris Lee, sondern der Deutsch-Kanadier John Tripp als Trainer an der Bande. Es ist das vierte Spiel des ehemaligen NHL- und DEL-Stars in dieser verantwortlichen Position. Bei seiner „Premiere“ durfte er am 28. Dezember gleich einen sensationellen Auswärtssieg – den ersten seines Teams überhaupt in der laufenden Saison – bei Tabellenführer Bietigheim (4:3 nach Verlängerung) feiern, doch im Kellerduell auf eigenem Eis gegen Heilbronn folgte trotz klarer optischer Überlegenheit prompt eine 2:5-Niederlage. Mit dem gleichen Endresultat unterlagen die Westsachsen letztlich auch am Dienstag beim Tabellendritten in Kassel, doch bis sieben Minuten vor Schluss stand es da noch 2:2.

Im Unterschied zu Vorgänger Chris Lee, mit dem man sich übrigens einvernehmlich trennte, treten die Eispiraten unter Tripp aggressiver und härter auf. Das Spielsystem ist nun klar darauf fokussiert, die Scheibe schnell und über die Bande ins Angriffsdrittel zu treiben um dann dort die Zweikämpfe zu suchen. Der „Laternenträger“ wird für die Starbulls daher eher eine „harte Nuss“ als ein „gefundenes Fressen“ darstellen, zumal John Tripp ganz im Gegensatz zu Franz Steer einen weitgehend kompletten Kader zur Verfügung hat. Lediglich der Ex-Rosenheimer Daniel Bucheli (Schultereckgelenksprengung) fällt sicher aus und hinter dem Einsatz von Kontingentstürmer Mark Lee (Kanada) steht wegen einer Sprunggelenkverletzung ein Fragezeichen.

Apropos Kontingentspieler: Da scheint der erst vor kurzem verpflichtete finnische Sturmtank Niclas Lucenius voll einzuschlagen. Der 183 cm große und 92 kg schwere Center bestreitet am Freitag in Rosenheim sein erst siebtes Spiel für die Westsachsen, hat aber in bisher jedem Match gepunktet. Nicht mehr ganz so souverän, wie eigentlich gewohnt, hat sich dagegen zuletzt der kanadische Torwart Ryan Nie präsentiert. Es wäre daher auch keine Überraschung, wenn im emilo-Stadion Backup Henning Schroth zwischen den Holmen stünde.

Wer "kann" bei den Starbulls?

Nicht nur Überraschungen, sondern wahre Wundertüten stellen dieser Tage die Aufstellungen der Starbulls Rosenheim dar. Auch an diesem Wochenende entscheiden sich die Einsatzmöglichkeiten zahlreicher Akteure wohl ganz kurzfristig. Definitiv nicht mit von der Partie sein wird der nach wie vor verletzte Simon Fischhaber. Die Verteidiger Michael Rohner und Gustav Veisert drohen wegen Krankheit weiterhin auszufallen, und nun musste sich auch noch Stürmer Christian Neuert unter der Woche krankheitsbedingt abmelden. Auch der angeschlagenen Tyler McNeely setzte mit dem Training aus, doch der Rotschopf wird wohl wie schon so oft auf die Zähne beißen und sich in den Dienst der Mannschaft stellen. 

Guter Hoffnung ist Starbulls-Coach Franz Steer, dass mit Verteidiger Cameron Burt und Topscorer Tyler Scofield zuletzt längere Zeit verletzungsbedingt ausgefallene Kontingentspieler am Dreikönigstag Comebacks feiern können. Auf die Improvisationsmaßnahme vom Ravensburg-Spiel am letzten Dienstag, Greg Classen als Verteidiger einzusetzen, möchte Steer dagegen möglichst verzichten.

Live Ticker ab 19.30 Uhr:

rosenheim24.de berichtet von der Partie wie gewohnt ab 19.30 Uhr per Live Ticker. Zudem sind auch unsere Kollegen von Radio Charivari vor Ort und berichten in Einblendungen. Darüber hinaus kann bei Sprade TV ein kostenpflichtiger Live Stream gebucht werden.

Starbulls Rosenheim/mw

Rubriklistenbild: © Ludwig Schirmer/Starbulls Rosenheim

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