Miserabler Starbulls-Start ins neue Jahr

Kaufbeuren - Eine fatale Niederlage für die Starbulls Rosenheim. Im Derby gegen den ESV Kaufbeuren verlor das Team von Franz Steer mit einer bitteren 6:2-Niederlage.

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Eins steht bereits nach dem ersten Spiel im Jahr 2012 fest: Bayerischer Meister werden die Eishockeyspieler der Starbulls Rosenheim in dieser Saison sicher nicht. Wenn es gegen die bayerischen Widersacher in der 2. Bundesliga Riessersee, Landshut oder Kaufbeuren geht, holen sich die Schützlinge von Franz Steer in schöner Regelmäßigkeit zum Teil klare Niederlagen ab. So wie gestern Abend beim Gastspiel in Kaufbeuren, als man mit einer 2:6 (0:2, 1:4, 1:0)-Niederlage auf die Heimreise geschickt wurde. Damit nimmt die Derby-Bilanz katastrophale Ausmaße an: Gegen Kaufbeuren verlor man bereits das dritte Spiel, gegen Landshut unterlag man zweimal, nur gegen Riessersee gab es bei den bisher zwei Duellen wenigstens einen Erfolg. Gott sei Dank gibt es in der 2. Bundesliga nicht nur bayerische Teams und so haben die Starbulls bereits am Freitag, 19.30 Uhr, zu Hause gegen den amtierenden Meister Ravensburg die nächste Gelegenheit sich zu rehabilitieren.

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Die Rosenheimer machten es den Allgäuern gestern relativ einfach, ihre Tore zu erzielen und die nutzten ihre Freiheiten und die zu geringe Gegenwehr der Starbulls-Defensive weidlich aus. Für die schwache Leistung braucht man auch nicht das Fehlen von Corey Quirk - er hat sich wahrscheinlich den Daumen gebrochen und könnte länger ausfallen - als Entschuldigung heranziehen. Sicher war Quirk in den letzten Spielen der Starbulls-Motor, aber allein sein Fehlen kann nicht der Grund für die klare Niederlage sein. Für Quirk rückte übrigens Andrej Strakhov in die Reihe zu Patrick Asselin und Marcus Marsall.

Im ersten Drittel war es noch eine relativ ausgeglichene Partie, wobei die Gastgeber hier schon mit 2:0 führten. In den zweiten 20 Minuten wurde es für die rund 200 mitgereisten Starbulls-Fans teilweise unerträglich. Die Gastgeber zogen auf 6:1 davon - und das absolut verdient. Zwar hatten die Starbulls auch im zweiten Spielabschnitt durchaus gute Torchancen, von denen Marcus Marsall eine zum zwischenzeitlichen 1:5 nutzte, aber die Abwehrleistung inklusive, aber die Abwehrleistung inklusive der Stürmer und Torhüter Norm Maracle war alles andere als zweitligareif. Die Gastgeber konnten zeitweise schalten und walten als hätten sie einen oder zwei Mann mehr auf dem Eis und machten dabei nicht den Eindruck kämpferisch und spielerisch schon an ihrer Leistungsgrenze zu agieren.

Starbulls-Trainer Franz Steer reagierte im letzten Drittel und stellte für Norm Maracle, der von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde, Beppi Mayer ins Tor. Der machte seine Sache gut, und weil Kaufbeuren nur noch wenig für das Spiel tat, kamen die Starbulls noch einmal zu Chancen und zu einem zweiten Tor, das Verteidiger Beppo Frank mit einem Schlagschuss zum 2:6-Endstand erzielte.

Statistik

ESV Kaufbeuren - Starbulls Rosenheim 6:2 (2:0, 4:1, 6:2)

Tore: 1:0 (4.) Rob McFeeters (Überzahl-Tor) (Brady Leisenring, Daniel Menge), 2:0 (11.) Christian Grosch (Bernhard Ebner, Christoph Fröhlich), 3:0 (22.) Daniel Menge (Überzahl-Tor) (Bernhard Ebner, Rob McFeeters), 4:0 (28.) Dominic Krabbat (Mathias Müller, Christof Aßner), 5:0 (34.) Mark Soares (Levi Nelson, Jannik Woidtke), 5:1 (36.) Marcus Marsall (Patrick asselin, Dominic Auger), 6:1 (37.) Daniel Menge (Brady Leisenring, Rob McFeeters), 6:2 (56.) Josef Frank (Ryan Gaucher, Mitch Stephens).

Strafzeiten: Kaufbeuren 14, Rosenheim 18 plus zehn für Hanselko.

Zuschauer: 3535.

bz/mk/Oberbayerisches Volksblatt

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