Saisonende für Starbulls Rosenheim

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Rosenheim - Und plötzlich ist es vorbei: Die Starbulls Rosenheim haben das fünfte Play-off-Halbfinale in der 2. Eishockey-Bundesliga bei den Ravensburg Towerstars mit 2:4 verloren und sind damit ausgeschieden.

Die Oberschwaben haben die Serie nach der Rosenheimer Auswärtsüberraschung zu Beginn mit vier Siegen in Folge für sich entschieden und treffen nun im Finale auf die Schwenninger Wild Wings. Die vier Siege der Ravensburger verliefen fast alle nach dem gleichen Muster: Die Starbulls kämpften, ackerten und gaben alles – letztlich fehlte aber ein Quäntchen, um dem Vorrundenersten gefährlich werden zu können. Die Chancen waren in jedem der vier Spiele da, nachdem aber über die gesamte Serie auch mindestens eine Sturmreihe zu ersetzen war, fehlten wohl die entscheidenden Körner. „Letztlich hat sich die Tiefe und die Qualität des Ravensburger Kaders durchgesetzt“, meinte Starbulls-Trainer Franz Steer.

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Ravensburgs Coach Peter Draisaitl gab unumwunden zu, dass der Ausfall von Tommi Hannus, Thomas Schenkel, Alan Reader und über weite Strecken Floppo Zeller „ein großer Vorteil“ war. Dennoch hätte sein Team gestern einmal mehr ein hartes Stück Arbeit vollbringen müssen: „Es war das schwerste Spiel der Serie und ein ganz harter Kampf. Man kann gar nicht genug Respekt dafür aufbringen, was Rosenheim aufs Eis gebracht hat.“ Das Fazit des Ex-Nationalspielers: „Wir sind froh, dass wir jetzt da drüber sind.“

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5. Halbfinale Ravensburg Towerstars - Starbulls Rosenheim

Franz Steer nahm das Lob des Kollegen auf und schloss sich an: „Wir können erhobenen Hauptes aus der Saison gehen, die Mannschaft hat Großartiges geleistet.“ Als Aufsteiger schafften die Starbulls den Sprung unter die besten Vier und konnten im Januar den Gewinn des DEB-Pokals feiern – damals waren die Towerstars noch der Lieblingsgegner in dieser Saison. Am Ende ärgerte sich Steer, weil man es den Hausherren beim Toreschießen etwas zu leicht gemacht hatte. Einem Positionsfehler beim ersten Gegentreffer von Max Schmidle folgte ein Fehlpass im Spielaufbau, der zum 2:0 von Christopher Oravec führte. Floppo Zeller brachte die Starbulls zwar noch einmal heran, doch Frederik Cabana und Lukas Slavetinsky machten mit ihren Toren im letzten Abschnitt den Sack für die Puzzlestädter zu. Der Kampfgeist der Rosenheimer zeigte sich aber auch noch in der Schlussphase dieses fünften Halbfinals, als die Starbulls ihren Torhüter Norm Maracle durch einen weiteren Feldspieler ersetzen und fast fünf Minuten ohne Goalie agierten – dabei gab es kein weiteres Gegentor und sogar noch einen Treffer von Mitch Stephens, ein mehr als verdienter Lohn für die herausragende Moral der Rosenheimer Mannschaft.

5. Halbfinale Ravensburg Towerstars - Starbulls Rosenheim - 2

Für die sportliche Seite heißt es nun „It‘s all over now, Baby Blue“ (Bob Dylan) – allerdings hat sich das Team nach der hervorragenden Saison noch einen gebührenden Abschied in der Innstadt verdient. Den gibt es am Samstag bei der großen Abschlussfeier in der Rosenheimer Inntalhalle, wo dann noch einmal das gute Abschneiden mit den Fans gefeiert werden soll.

Statistik: Ravensburg Towerstars – Starbulls Rosenheim 4:2 (1:0, 1:1, 2:1). Tore: 1:0 (10.) Schmidle, 2:0 (26.) Oravec, 2:1 (33.) Zeller, 3:1 (45.) Cabana, 4:1 (52.) Slavetinsky, 4:2 (60.) Stephens; Schiedsrichter: Klau.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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