Chancen nicht genützt - Pokalverteidigung adé

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Landshut - Der Traum von der DEB-Pokal-Verteidigung ist für die Starbulls geplatzt. Sie nützten ihre Chancen nicht, verloren in Landshut 1:5 - und außerdem Mitch Stephens und Norm Maracle. *NEU: PK-Video*

Das Video von der Pressekonferenz:

Vor "nur" rund 2.500 Besuchern verloren die Rosenheimer Eishockeyspieler mit 1:5 (1:1, 0:0, 0:3) das Viertelfinale im Pokal bei den Landshut Cannibals und sind damit aus dem Wettbewerb ausgeschieden.

Die Niederlage war einerseits ziemlich unnötig, weil die Starbulls beim Stand von 1:2 zahlreiche Klassechancen zum Ausgleich hatten, andererseits war der Ausflug nach Niederbayern auch noch bitter, weil sich Mitch Stephens und möglicherweise auch Torhüter Norm Maracle verletzten.

Cody Thornton, der zum 2:0 traf, und seine Landshut Cannibals haben das Halbfinale im DEB-Pokal erreicht.

Vor den rund 500 mitgereisten Anhängern aus Rosenheim erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß. Mit einem Schlenzer ins rechte obere Eck brachte Thomas Brandl die Gastgeber nach fünf Minuten in Führung. Die Gastgeber machten in der Folge weiter Druck und durften nach 10 Minuten erneut jubeln. Die Starbulls brachten in Unterzahl den Puck nicht weg und Cody Thornton netzte aus kurzer Entfernung zum 2:0 ein. Jetzt machten auch die Gäste mit: Rosenheim war nun im Zweikampf besser, traute sich mehr zu und Patrick Asselin erzielte in Überzahl nach Vorlage von Dominic Auger den Anschlusstreffer (14.).

Die Strafe für Jaroslav Kracik, die dem Treffer vorausging, hätte aber nicht nur zwei Minuten dauern dürfen, sondern hätte eigentlich eine Spieldauerstrafe sein müssen, weil der Gefoulte Mitch Stephens nach Kraciks Ellbogencheck verletzt ausscheiden musste (Verdacht auf Gehirnerschütterung). Das war eine von vielen sehr fragwürdigen Entscheidungen von DEL-Schiedsrichter Stephan Bauer aus Nürnberg, der zusammen mit seinem Gespann einen mangelhaften Eindruck hinterließ.

Noch war das erste Drittel aber nicht zu Ende: Nach dicken Cannibals-Fehlern im gegnerischen Drittel fuhren Asselin (18.) und Micky Rohner, der gerade von der Strafbank zurückkam, jeweils alleine auf das EVL-Tor zu, konnten Sebastian Vogl aber nicht überwinden.

Auch im Mittelabschnitt hatten die Rosenheimer mehrmals die Gelegenheit zum Ausgleich. Die beste hatte wiederum Asselin, als er viel zu lange zögerte und das leere Tor nicht traf. Auf der Gegenseite knallte Thornton den Puck an den Pfosten.

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Dass sich die katastrophale Chancenauswertung irgendwann rächen musste, wurde spätestens im letzten Drittel klar, als zunächst Kapitän Stephan Gottwald einen dritten "Break" ganz alleine vor Vogl nicht im EVL-Kasten unterbringen konnte. Im Finish kochten die Emotionen hoch: Schiri Bauer verteilte fragwürdige Strafen und half Landshut gewissermaßen auf die Siegerstraße: In Überzahl hämmerte zunächst Kamil Toupal die Scheibe per Schlagschuss ins rechte Eck - 3:1 (54.). Als Peter Abstreiter nur 29 Sekunden später Maracle, der kurz darauf verletzt zu Boden ging und durch Beppi Mayer ersetzt werden musste, nach einem Alleingang zum 4:1 überwand (55.), war die Partie gelaufen. Beim 5:1 von Markus Welz stand Mayer noch gar nicht auf dem Eis, da SBR-Trainer Steer alles riskiert und für den Torhüter einen sechsten Feldspieler gebracht hatte.

Das Spiel in der Statistik:

Landshut Cannibals - Starbulls Rosenheim 5:1 (2:1, 0:0, 3:0)

Tore: 1:0 (6.) T. Brandl (Kapstad, Ostwald), 2:0 (10.) Thornton (Kapstad, Welz / Überzahl-Tor), 2:1 (14.) Asselin (Auger / Überzahl-Tor), 3:1 (54.) Toupal (Mrazek, Kracik / Überzahl-Tor), 4:1 (55.) Abstreiter (Thornton), 5:1 (55.) Welz (Smazal / Empty-Net-Goal).

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg).

Zuschauer: 2.442.

Strafen: Landshut 10, Starbulls 14.

Die weiteren Viertelfinal-Ergebnisse:

Rote Teufel Bad Nauheim - Fishtown Pinguins 0:8, Löwen Frankfurt - Hannover Indians 2:3, EC Peiting - Bietigheim Steelers 1:5.

Hier könnt ihr nochmal den Live Ticker zum Spiel und die Statistiken zu den anderen Partien nachlesen!

mw

Rubriklistenbild: © Ziegler

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