Nur ein Punkt nach starkem Auswärtsspiel

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Stand in Schwenningen mehrmals im Brennpunkt und zeigte starke Paraden: Starbulls-Torhüter Norm Maracle.

Schwenningen - Schade, Starbulls! Nach einem ganz starken Auswärtsspiel und zweimaliger Führung mussten sich die Rosenheimer mit 2:3 nach Penaltyschießen geschlagen geben. *NEU: Link zum Spiel-Video*

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So weit hätte es aber nicht kommen müssen: 12 Sekunden (!) vor Ende der regulären Spielzeit vergab Corey Quirk nach einem dicken Fehler von Schwenningens Kapitän Andi Renz die tausendprozentige Chance zum Siegtreffer für die Starbulls. Im finalen Gegenzug brannte es aber auch noch einmal lichterloh vor dem Starbulls-Kasten und Pierre-Luc Sleigher konnte gerade noch am Einschießen gehindert werden.

Das war das dramatische (Fast-)Ende einer hochklassigen Zweitliga-Partie zwischen Schwenningen und Rosenheim, die von hohem Tempo, spielerischer Klasse und starken Torleuten geprägt war: Sinisa Martinovic im SERC-Kasten wuchs einige Male über sich hinaus und auch Norm Maracle zeigte einige bärenstarke Paraden.

Doch der Reihe nach: Im ersten Drittel war das Match ausgeglichen, wobei die Starbulls die hochwertigeren Chancen besaßen. Da aber Patrick Asselin und Dominik Daxlberger (Pfosten) nicht verwerten konnten, wurden torlos zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Versäumtes holten die Rosenheimer gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts nach: Nach Vorarbeit von Corey Quirk stocherte Patrick Asselin nur 29 Sekunden nach Anpfiff die Scheibe zum 0:1 über die Linie (21.). Schwenningen antwortete mit wütenden Angriffen und nahm das Starbulls-Tor nun kräftig unter Beschuss. In Überzahl gelang Mirko Sacher dann in der 26. Minute mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie der verdiente Ausgleich. Rosenheim fing sich nun wieder und hielt dagegen, wenngleich bei einem Lattenschuss von Robby Sandrock auch Glück dabei war.

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Starbulls: Ein saustarkes erstes Drittel

Im letzten Drittel gaben die ersatzgeschwächten Gastgeber (ohne Dan Hacker, Adam Borzecki, Max Prommetsberger und Matthias Forster) noch einmal mächtig Gas. Von den Gästen, die nicht auf Ryan Gaucher zurückgreifen konnten, kam nur noch wenig Konstruktives. Sandrock hämmerte den Puck ein weiteres Mal ans Aluminium, dann gelang den Starbulls wie aus dem Nichts die erneute Führung: Michi Baindl schlenzte die Scheibe aus eigentlich unmöglichem Winkel an den Rücken von Martinovic - Tor, 1:2 (52.). Die Freude darüber währte aber nur 63 Sekunden, dann gelang Peter Boon per Direktabnahme nach Vorarbeit von Brock Hooton und Philipp Schlager der 2:2-Ausgleich (53.).

Nach dem eingangs beschriebenen Finish passierte in der Verlängerung nichts mehr Nennenswertes, so dass das Penaltyschießen entscheiden musste. Für Rosenheim traf hier nur Mitch Stephens (Asselin und Micky Rohner) vergaben, während für die Wild Wings Hooton und Peter Boon einnetzen konnten - 3:2.

Coach Franz Steer war dennoch nicht unglücklich, wusste aber nicht so recht, wie er das Ergebnis einschätzen sollte: "Ich bin zufrieden mit dem Punkt. Einerseits hätte es mehr werden können, andererseits hätten wir auch völlig leer ausgehen können."

Das Spiel in der Statistik:

SERC Wild Wings - Starbulls Rosenheim 3:2 n.P. (0:0, 1:1, 1:1, 0:0, 1:0)

Tore: 0:1 (21.) Asselin (Quirk), 1:1 (26.) Sacher (Schlager, Schmidt / Überzahl-Tor), 1:2 (52.) Baindl (ohne Assist), 2:2 (53.) Boon (Schlager, Hooton), 3:2 (Penalty, GWG) Boon.

Schiedsrichter: Philippe Clément (Schweiz).

Zuschauer: 2.927.

Strafen: Schwenningen 6, Rosenheim 10 plus 10 für Auger.

Hier könnt ihr nochmal den Live-Ticker nachlesen.

mw

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