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Fünf Gegentore binnen einer Viertelstunde

Ravensburg – Viel vorgenommen, doch kaum etwas davon umgesetzt – das galt für den wenig erfolgreichen Starbulls-Auftritt am Freitagabend in Oberschwaben.

Die Rosenheimer Eishockeyspieler unterlagen vor 2550 Besuchern bei den Ravensburg Towerstars letztlich deutlich mit 2:6 (0:0, 1:5, 1:1) und haben damit in der Tabelle wiederum wichtigen Boden verloren. Ausschlaggebend für die deutliche Niederlage war ein schwaches Mitteldrittel, als die Starbulls-Führung genau 13 Sekunden hielt und den Hausherren anschließend binnen einer Viertelstunde insgesamt fünf Treffer gelangen.

Dabei waren die ersten 20 Minuten aus Sicht der Innstädter, die zwar auf den weiterhin verletzten Tobias Thalhammer verzichten mussten, aber erneut mit vier Sturmreihen begannen, durchaus noch in Ordnung. Mit guter Defensivarbeit ließ man nur wenige klare Chancen für Ravensburg zu. Allerdings hatten die Blau-Weißen ein optisches Übergewicht und durch einen Pfostenschuss von Stefan Chapus auch die beste Gelegenheit. Rosenheim kam durch Tyler McNeely und Beppo Frank zweimal ansatzweise gefährlich vor das Gehäuse von Christian Rohde.

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Und nach der ersten Pause wähnten die rund 50 mitgereisten Rosenheimer Schlachtenbummler ihre Mannschaft weiter auf einem guten Weg, denn Max Hofbauer gelang in der 23. Minute sogar der Führungstreffer, als er auf Vorlage von Robin Weihager Towerstars-Goalie Christian Rohde überwinden konnte. Doch die Freude darüber währte ganze 13 Sekunden – dann schlug Ravensburg in Person des Ex-Schwenningers Radek Krestan zurück, 1:1. Was danach passierte, ist einfach zu beschreiben: Durch inkonsequente Abwehrarbeit wurden die keineswegs hochklassig aufspielenden Oberschwaben zum Toreschießen geradezu eingeladen. Christopher Oravec (29./38.), noch einmal Krestan (32.) und der Ex-Kaufbeurer Daniel Menge (35.) schossen eine komfortable 5:1-Führung für die Gastgeber heraus.

In den letzten 20 Minuten stand bei den Starbulls dann Timo Herden für Pasi Häkkinen zwischen den Holmen. Der junge Keeper sah zunächst eine Leistungssteigerung seiner Vorderleute, die mit dem 2:5 durch Kapitän Stephan Gottwald im Powerplay belohnt wurde (44.). Danach hatten Shawn Weller und Kim Staal dicke Gelegenheiten zum dritten Rosenheimer Treffer. Wäre in dieser Phase noch ein Tor für Grün-Weiß gefallen, wäre vielleicht noch einmal etwas drin gewesen. Doch die Towerstars bekamen das Geschehen in der Schlussphase wieder besser in den Griff, was auch daran lag, dass die Starbulls noch einige unnötige Strafen kassierten. Für den Schlusspunkt sorgte schließlich der starke Justin Kelly, der in der 57. Minute im Powerplay den 6:2-Endstand besorgte und damit eine unter dem Strich auch in der Höhe verdiente Starbulls-Niederlage zementierte.

Das Spiel in der Statistik

Ravensburg Towerstars – Starbulls Rosenheim 6:2 (0:0, 5:1, 1:1)

Tore: 0:1 (23.) Max Hofbauer (Robin Weihager), 1:1 (23.) Radek Krestan (Stefan Chaput, Justin Kelly), 2:1 (29.) Christopher Oravec (Matt Kelly, Daniel Menge), 3:1 (32.) Radek Krestan (Justin Kelly – Überzahl-Tor), 4:1 (35.) Daniel Menge (Stefan Chaput, Justin Kelly), 5:1 (38.) Christopher Oravec (Simon Sezemsky), 5:2 (44.) Stephan Gottwald (Robin Weihager, Andrej Strakhov – Überzahl-Tor), 6:2 (57.) Justin Kelly (Stefan Chaput, Radek Krestan – Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Marco Prugger (Bünden/Schweiz).

Strafen: Ravensburg 12 – Rosenheim 30.

Zuschauer: 2550.

Rubriklistenbild: © Franz Ruprecht

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