Schlägerei und Festnahmen nach Starbulls-Pleite

Chaoten stürmen aus Seitenstraße und attackieren Kassel-Fans

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Die Kasseler Fans bei ihrem Fanmarsch vor dem Spiel vom Bahnhof zum Stadion. Auf dem Rückweg wurden sie von Rosenheimer Chaoten angegriffen!
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Rosenheim - Auswärtspleite in Freiburg, dann Zu-Null-Niederlage gegen Kassel - die Starbulls Rosenheim sind nach ihrer jüngsten Erfolgsserie mit vier Siegen am Stück am Wochenende wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Zudem sorgten auch noch einige sogenannte "Fans" für massiven Ärger:

Vor deutlich über 3.000 Zuschauern im Emilo-Stadion verstanden es die Rosenheimer Eishockeyspieler am Sonntagabend nicht, ihre zahlreichen Überzahlspiele - zum Teil mit sogar zwei Mann mehr auf dem Eis - in Zählbares umzumünzen und verloren unter dem Strich deswegen zurecht mit 0:3 (0:0, 0:1, 0:2) gegen die Kassel Huskies. Der Rückstand auf Platz zehn beträgt deswegen weiterhin 14 Punkte, der Vorsprung auf Rang 13 bleibt nach Heilbronns Heimpleite gegen Dresden immerhin mit zwei Zählern konstant.

Nach einem von beiden Seiten nahezu risikolos geführten ersten Drittel übernahm zu Beginn des Mittelabschnitts zunächst Rosenheim die Initiative und hatte gute Chancen durch McNeely, Scofield, Burt, Vollmayer oder Lewis. Die Strafe dafür folgte auf dem Fuß: Kurz vor der zweiten Sirene startete Kassel einen schnellen Konter und Neuzugang Adriano Carciola netzte unter dem Jubel der über 600 angereisten Gästefans zum 0:1 ein (39.).

Zu allem Überfluss gab dann Schiri Vogl nach einem Stockfoul von Lehikoinen an Lewis, der daraufhin blutend in die Kabine musste, nur zwei plus zwei Minuten gegen den Huskies-Spieler - hier wäre eindeutig eine große Strafe angebracht gewesen! Und im letzten Drittel war für die Starbulls binnen einer guten halben Minute der "Ofen endgültig aus": Erst traf Kevin Maginot nach einem Stellungsfehler der Starbulls zum 0:2 (46.) und nur 35 Sekunden "tunnelte" Jack Downing Rosenheims Keeper Timo Herden per Flachschuss aus spitzem Winkel - 0:3, der Endstand (47.).

Rosenheimer "Fans" attackieren Gästeanhänger

Viel ärgerlicher und alles andere als positiv fürs Image des Rosenheimer Eishockeys war es allerdings, was einige sogenannte "Fans" nach dem Spiel veranstalteten. Wie die Polizei am Montagmorgen auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte, griffen etwa zehn bis 15 grün-weiße Anhänger, die laut Polizei eindeutig einem bestimmten Fanclub zugeordnet werden können, an der Ecke Gießereistraße/Am Hammer die Kasseler Fans an, die gerade auf dem Rückweg zum Bahnhof zu ihrem Sonderzug waren.

Dabei kam es zu Schlägereien und tätlichen Auseinandersetzungen. Zudem wurde versucht, ein Banner der Kasseler Fans zu klauen. Die Einsatzzug der Polizei musste einschreiten. Zwei Rosenheimer Fans wurden vorübergehend festgenommen. Gegen einen wird nun wegen des Verdachtes des versuchten Raubes ermittelt, gegen den anderen wegen Körperverletzung. 

Über etwaige Verletzte gab es am Montagmorgen in sozialen Medien und Internetforen widersprüchliche Angaben. Laut Polizei musste niemand ins Krankenhaus, aus Kasseler Kreisen erfuhr rosenheim24.de jedoch, dass eine Person auf der Rückfahrt im Zug ständig von mitgereisten Sanitätern betreut und nach der Rückkehr in eine Kasseler Klinik gebracht werden musste! Diese war offenbar von hinten niedergeschlagen worden!

Starbulls-Fanbeauftragter findet klare Worte:

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Kassel Huskies 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)

Tore: 0:1 (39.) Adriano Carciola (Jack Downing), 0:2 (46.) Kevin Maginot (Thomas Merl, Toni Ritter), 0:3 (47.) Jack Downing (ohne Assist).
Schiedsrichter: Stefan Vogl (München).
Strafen: Rosenheim 8 - Kassel 18.
Zuschauer: 3.162. 

fso/mw

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