Erste Reaktionen nach sportlichem Abstieg

"Der größte anzunehmende Unfall, der GAU, ist eingetreten!"

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Martin Reichel (li.) und Thomas Schädler versuchten alles, um den sportlichen Abstieg ihrer Mannschaft zu verhindern.
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Rosenheim - Der größtmögliche sportliche Albtraum ist für die Starbulls seit Dienstagabend, 22.20 Uhr, Realität: Nach einem 1:2 in Crimmitschau steht der sportliche Abstieg in die Oberliga fest.

Trainer Thomas Schädler tat sich direkt nach dem Spiel sichtlich schwer, das Ganze zu bewerten: "Es ist ganz schwer, Worte zu finden. Jeder ist total niedergeschlagen. Wir sind sportlich abgestiegen, das ist Fakt. Wir haben alles versucht, aber es hat leider nicht gereicht. Nach dem Anschlusstreffer war nochmal Hoffnung da, doch wir konnten Ryan Nie heute leider nur einmal überwinden. Das war zu wenig!"

Sein Kollege John Tripp aus Crimmitschau war natürlich erleichtert über den geschafften Klassenerhalt: "Wir haben heute viel disziplinierter gespielt. Ich bin sehr zufrieden und stolz auf die Jungs. Wir hatten auch ein bisschen Glück - manchmal braucht man das."

Doch wie geht es nun weiter? Momentan ist die Enttäuschung riesengroß, doch bald werden Fragen auftauchen, die von der Vorstandschaft beantwortet werden müssen. Welche Verträge gelten auch für die Oberliga? Gilt Tyler McNeelys Kontrakt, der letzten Sommer eigentlich einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat, auch für die dritte Liga? Wer wird neuer Trainer? Wie sieht es mit Sponsoren aus?

Die Vorstandschaft hat sich diesbezüglich bereits sieben Minuten nach Spielende am Dienstagabend mit einem auf der Vereinshomepage eingestellten Statement an die Öffentlichkeit und die Fans gewandt. Darin hieß es, dass den Saisonausgang "selbst die kühnsten Pessimisten nicht auf der Rechnung gehabt" hätten: "Der größte anzunehmende Unfall, der GAU, ist eingetreten." Der Vorstand dankte auch dem Interimstrainertrio Schädler/Reichel/Häusler, deren Engagement Respekt verdient hätte und nicht selbstverständlich gewesen sei. Zudem rechtfertigten die Verantwortlichen noch einmal die Beurlaubung von Trainer Franz Steer. Man sei diesbezüglich nach wie vor überzeugt, das Richtige getan zu haben, hieß es weiter.

Konkrete Aussagen zur Zukunft gab es jedoch noch nicht. "Aktuell verschafft sich die Vorstandschaft zusätzlich zu den bisher erfolgten Planungen für die Oberliga einen Überblick über die Situation des Etats in der Oberliga 2017/2018 und wie schnell die sportlichen Ziele des Vereins mit diesem Etat verwirklicht werden können. Da es aktuell aber noch verschiedene mögliche Konstellationen für einen Verbleib in der DEL2 gibt, wird zweigleisig geplant", hieß es in der Mitteilung abschließend.

mw

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