Steer: "Squires ist sehr gut!"

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Starbulls-Coach Franz Steer stand der Redaktion im Interview Rede und Antwort.

Rosenheim - Der Pflichtspielstart mit dem Pokalmatch in Halle steht für die Starbulls unmittelbar bevor. Dies nahm sich die Redaktion zum Anlass, um sich mit Trainer Franz Steer zu unterhalten.

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In unserem Interview spricht der Starbulls-Chefanweiser unter anderem über den Verlauf der Vorbereitung, über die Verfassung der neuen SBR-Cracks aus Nordamerika und Finnland sowie seine Erwartungen an das Pokalspiel in Halle und den schweren Saisonstart in der Bundesliga.

rosenheim24: Wie sind Sie mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zufrieden?

Franz Steer: „Bislang war die Vorbereitungsphase eigentlich ganz okay. Wir hatten allerdings nicht so starke Testspielgegner, wie ich mir das gewünscht hätte. Dies lag aber daran, dass wir letzte Saison so lange Play-Off gespielt haben und als wir dann Gegner gesucht haben, waren die Top-Teams aus Österreich und Italien zum Beispiel schon nahezu ausgebucht. In der Vorbereitung fängt man eigentlich immer mit der Defensivarbeit an, daher habe ich gehofft, dass uns dort einige Schwächen aufgezeigt werden. Das war leider bislang noch nicht ganz so der Fall. Im Offensivspiel haben wir aufgrund der Ausfälle von Stephan Gottwald und Matt Caruana immer wieder Umstellungen vornehmen müssen. Die viele Wechselei in den Reihenzusammenstellungen war dabei sicherlich nicht optimal.“

rosenheim24: Zu den Ausländern: Gregory Squires hat bislang nur einen Probevertrag. Konnte er Sie in der Vorbereitung überzeugen?

Steer: „Gregory hat sehr gut gespielt. Er ist sehr beweglich, hat gute Hände und bringt enorm viel Energie in die Mannschaft. Bei Matthew Caruana sehe ich das Ganze ähnlich, wobei er durch viel Pech – damit meine ich z.B. Pfostenschüsse und jetzt seine Verletzung – noch nicht so viele Punkte produzieren konnte wie Gregory Squires. Insgesamt denke ich aber, dass beide sehr gut in unsere Mannschaft passen. Am produktivsten war allerdings bisher die Reihe mit Ryan del Monte, Norman Hauner und Fabian Zick. Die haben schon richtig gut harmoniert. Allerdings mussten sich alle Ausländer erst an unsere hohen Trainingsumfänge gewöhnen. In Amerika haben sie rund drei Stunden täglich gearbeitet, bei uns sind es bis zu sechs Stunden.“

rosenheim24: Torwart Pasi Häkkinen hat in der Vorbereitung auch einige Schwächen gezeigt. Hatten Sie diesbezüglich mehr von ihm erwartet?

Steer: „Pasi hat in den ersten zwei, drei Spielen einige unglückliche Gegentore kassiert. Das habe ich ihm auch gesagt. Aber es ist für einen Torwart nie leicht, wenn deine Mannschaft das ganze Spiel eigentlich nur nach vorne spielt und du hinten fast nicht gefordert bist. „Kalt“ Glanzparaden zu zeigen, ist nicht so einfach. Aber zum Beispiel in den Spielen gegen Kaufbeuren hat er sehr gut gehalten. Ich bin überzeugt, dass er ein großer Rückhalt für uns wird!“

rosenheim24: Am Sonntag steht das Pokalspiel in Halle auf dem Programm. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Partie?

Steer: „Es ist immer schwierig, wenn man als höherklassiger Klub bei einem unterklassigen Verein antreten muss. Da kann man nur verlieren. Vom Kopf her ist das alles nicht so einfach. Wir haben uns zum Beispiel auch letzte Saison in der ersten Runde in Regensburg sehr schwer getan. Ich gehe aber von einem Sieg meiner Mannschaft aus.“

rosenheim24: Was erwarten Sie vom Gegner konkret?

Steer: „Als Oberligist hat Halle nichts zu verlieren und wird sicherlich alles versuchen. Wir werden hart arbeiten und gut dagegenhalten müssen. Mit Christoph Koziol steht auch ein Ex-Rosenheimer in den Reihen der Hallenser, die aus meiner Sicht auf der Torwartposition allerdings große Probleme haben. Mit Dustin Haloszan und Maximilian Engelbrecht stehen momentan lediglich zwei Förderlizenz-Schlussleute aus Hannover zur Verfügung.“

rosenheim24: Wie wichtig wäre ein Sieg im Hinblick auf den schweren Saisonstart in Landshut und gegen Schwenningen?

Steer: „Sicherlich wäre ein Erfolgserlebnis in Halle sehr gut für unser Selbstvertrauen. Die Partie gegen Ritten am Freitag dagegen wird richtig hart, denn die haben ein absolutes Top-Team beisammen. Wenn es dann nächste Woche losgeht, darf man jedoch nicht nur auf die beiden ersten Spiele in Landshut und gegen Schwenningen schauen. Auch danach wird es mit den Partien gegen Riessersee, erneut Landshut und in Heilbronn nicht leichter. Das sind bis auf Garmisch alles absolute Spitzenteams.“

rosenheim24: Mit welchen Ergebnissen wären Sie also zufrieden?

Steer: „Wir können nicht automatisch mit dem Anspruch in die Saison gehen, wieder ins Finale zu kommen. Unser Ziel muss zunächst wieder ein Play Off-Platz sein. Dann sehen wir weiter. Das wird schwer genug, denn unsere Gegner, zum Beispiel Schwenningen, haben heuer sehr viel Qualität in der Spitze ihrer Kader dazu geholt. In der Breite scheinen sie sich dagegen eher weniger verstärkt zu haben. Aber die Wahrheit liegt wie immer auf dem Eis und dort geht es nur mit absoluter mannschaftlicher Geschlossenheit!"

Vielen Dank für das Interview!

Interview: mw

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