Lizenz-Streit: Cannibals reichen Klage ein

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Rosenheim - Gibt es bald keine Derbys mehr für die Starbulls? Bei der Lizenzierung für die 2. Bundesliga kam es am gestrigen Mittwoch zu zwei Paukenschlägen.

Bei der Lizenzierung für die 2. Bundesliga kam es am gestrigen Mittwoch gleich zu zwei Paukenschlägen. Einerseits verweigerte die Eishockeybetriebsgesellschaft den Landshut Cannibals aber auch den Tölzer Löwen, dem letztjährigen Oberliga Meister, die Lizenz. Somit würden gleich zwei brandheiße Derbys für die Starbulls Rosenheim wegfallen. Und das würde sich einerseits auf die Zuschauerzahlen, als auch auf das Saisonbudget der Rosenheimer auswirken.

Aber auch die Fans müssten auf spannende Abende im Kathrein-Stadion verzichten. So waren es in der letzten Saison die Cannibals und die Starbulls, die sich im Finale um die Meisterschaft alles abverlangten und den Zuschauern eine spannende Saison lieferten.

Für die Tölzer Löwen schaut es aber mittlerweile wieder sehr gut aus. Sollten die Tölzer Löwen die Auflagen erfüllen, dann steht laut Pressesprecher Hans Staar einem Aufstieg nichts mehr im Wege. Wenn die Auflage aber besagt, dass die Löwen auf die Förderlizenzen verzichten müssen, lehnen sie einen Aufstieg wohl ab, so Staar abschließend. Nur mit Förderlizenzen können die Tölzer den Aufstieg finanziell stemmen.

Hoffnung für die Cannibals

Für die Cannibals war es ein Schlag ins Gesicht, als sie gestern von der Entscheidung informiert wurden. Der Grund soll ein fehlender Vertrag zwischen der LES GmbH und dem Stammverein EV Landshut e.V. sein.

Indes ist man bei den Landshutern stinksauer, da laut Aussage von Geschäftsführer Rumrich ein gültiger Kooperationsvertrag bestehe. Heute haben die Verantwortlichen eine fristgerechte Klage vor dem Sportgericht eingereicht. Sie gehen davon aus, dass die Sache schnell geregelt wird und die Mannschaft in der kommenden Saison in der Zweiten Bundesliga spielen werde.

Die Verantwortlichen der Landshuter haben sich bis jetzt noch nicht zu den gescheiterten Vertägen geäußert und nehmen es wohl frei nach dem Motto "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold". Ganz anders sehen es die Fans der Cannibals. Im Fanfor um auf der offiziellen Homepage wird heiß diskutiert. So liegt die Schuld für den Fan "Bbenda" ganz klar bei den Verantwortlichen der LES. Für User "Probert" ist die Sache ganz einfach: "Die Hoffnung stirbt zuletzt".

sp/ro24/charivari

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