Nach Investitionen der Stadt von 8,9 Millionen Euro 

Zwist um Eisstadion-Gaststätte: Lösung in Sicht

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Rosenheim - Die Diskussion über den neueingerichteten VIP-Bereich im Rofa-Stadion nimmt kein Ende. Nachdem Mitte Dezember die Traditionsgaststätte geschlossen wurde und dort eine "Partner Lounge" mit 24 Plätzen direkt an der Fensterfront mit Blick zum Spielfeld eingerichtet wurde, fordern nun die Republikaner eine Wiedereröffnung der "Wirtschaft". 

In seiner Sitzung am Dienstagabend, den 7. Mai hatte der Rosenheimer Hauptausschuss über einen Antrag von Rudolf Hötzel, Fraktionsvorsitzender der Republikaner zu beraten. Es ging um die Gaststätte im städtischen Eisstadion.

Republikaner mit Prüfantrag zur Eisstadiongaststätte

Die Stadtratsfraktion Die Republikaner beantragte, dass die Stadt Maßnahmen ergreifen soll, um die Gaststätte im Eisstadion wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.  Die Stadt habe "erheblich in die Fenster der Gaststätte investiert und nun wurde in die bei allen Eissportlern beliebte Traditionsgaststätte leider geschlossen", begründet Fraktionsvorsitzender Rudolf Hötzel seinen Antrag. Weiter heißt es: "Ebenso wäre zu prüfen ob nach jahrzehntelangen Investitionen der Stadt  mit einem neuerlichen Paket mit 8,9 Millionen Euro ein Teil des VIP-Raumes in der Gaststätte, für die Rosenheimerinnen und Rosenheimer reserviert werden kann." Es seien schließlich Steuergelder der Rosenheimer Bürger die hier investiert wurden und so sollte man diese Bürgen am Spieltag nicht ausschließen, so die Meinung der Republikaner. 

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 31.01.2018 die Verwaltung beauftragt, die brandschutztechnische Sanierung des Eisstadions voranzutreiben. Die Trennung des Restaurantbereichs zum Stadionbereich entsprach bislang nicht den brandschutzrechtlichen Bestimmungen. Aus diesem Grunde musste unter anderem im vergangenen Jahr die Glasfront der Gaststätte zum Stadion durch die Stadt brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Des Weiteren sind vom künftigen Betreiber der Gaststätte in den nächsten Jahren weitere Maßnahmen zu tätigen, teilte die Verwaltung am Dienstag mit. 

Lösung zeichnet sich ab

Mit den für den Gaststättenbereich betroffenen Parteien, insbesondere den beteiligten Brauereien sowie den Starbulls Rosenheim e. V., zeichnet sich eine Lösung ab, welche den Gaststättenbetrieb durch entsprechende vertragliche Regelungen in den kommenden Jahren sicher stellen soll. Die Verträge dazu sollen in den nächsten Wochen unterzeichnet werden, so die Verwaltung weiter.

Gaststätte sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionen

Erst im Februar wurde der Vertrag mit dem neuen Namenssponsor unterzeichnet. Seit dem 1. April trägt das Rosenheimer Eisstadion den Namen der ROFA Industrial Automation AG.

Im Zuge einer Umstrukturierung wurde auch die Gaststätte im Stadion geschlossen. Die Vorstandschaft der Starbulls wollte daraus eine VIP-Lounge machen. Darüber wurde bereits heftig und kontrovers diskutiert. Viele Starbulls Fans waren wegen der (Teil-)Schließung ihrer geliebten "Wirtschaft" sehr verärgert. 

Marcus Thaller, Vorstandsmitglied, konnte die Aufregung nachvollziehen, war aber von der Umstellung überzeugt: "Wie jede Veränderung in einem traditionsreichen Verein wie unserem, stößt natürlich auch diese Maßnahme auf Widerstand und sorgt für Emotionen. Wir können das natürlich auch verstehen. Man darf sich aber auch sicher sein, dass wir das nicht aus Jux und Tollerei machen und für uns das Gesamtwohl des Vereins über allem steht." In Hinblick auf einen möglichen Aufstieg in die zweite Liga sei dieser Schritt eine notwendige und logische Konsequenz gewesen, hieß es im Dezember von Seiten der Starbulls. 

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