Sieg womöglich teuer bezahlt

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Rosenheim - Eine überzeugende Darbietung lieferten die Starbulls kurz vor Weihnachten ab und feierten damit einen klaren Heimsieg.

Video: Die Tore der Begegnung

Die favorisierten Rosenheimer Eishockeyspieler behielten letztlich klar mit 5:0 (1:0, 1:0, 3:0) gegen die Heilbronner Falken die Oberhand und stehen nach der Dresdner Niederlage (1:2 gegen Ravensburg) nun wieder punktgleich mit Spitzenreiter EV Landshut auf Platz zwei in der Tabelle. Vor nur 1.684 Besuchern im Kathrein-Stadion war dabei die Begegnung zumindest bis zum zweiten Starbulls-Treffer im Mittelabschnitt offen, danach wurde das Ganze mehr und mehr zu einer klaren Angelegenheit.

Weihager mit zwei Treffern

Besonders positiv fielen diesmal Verteidiger Robin Weihager (zwei Tore, ein Assist), Kim Staal (Klassetor zum 5:0) und Keeper Pasi Häkkinen auf, der seinen zweiten „Shut Out“ in dieser Spielzeit feiern konnte. Leider gab es auch einen Wermutstropfen: Nach einem fiesen Foul von Gästespieler Brady Leisenring, der dafür keine Strafe bekam, musste Top-Scorer Tyler McNeely verletzt in die Kabine. Wie lange er ausfallen wird, war direkt nach dem Spiel noch unklar.

Blitzstart nach 38 Sekunden

Das Match selbst hatte zuvor für die Grün-Weißen absolut ideal begonnen: Genau 38 Sekunden waren gespielt, als Weihager nach einer schönen Kombination noch einen Verteidiger düpierte und anschließend freistehend zur frühen Führung für Rosenheim abschloss (1.). In der Folge setzten die Starbulls den Gegner, der über weite Strecken der Partie mit nur vier Verteidigern agierte, immer wieder unter Druck und kamen fast zwangsläufig zu Chancen. Weitere Tore fielen im Auftaktdrittel aber nicht mehr.

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So musste man sich auch in den zweiten 20 Minuten zunächst weiter vorsehen, denn Heilbronn hat mit PJ Fenton, Ex-Nationalspieler Robert Hock oder den Carciola-Brüdern Spieler in seinen Reihen, die immer wieder in der Lage sind, Spiele im Alleingang zu drehen oder zu entscheiden. Doch dem war an diesem Abend nicht so. Vielmehr „entschied“ die Top-Reihe der Falken das Spiel gegen die eigenen Farben, als sie sich in der 36. Minute von Tyler McNeely in Überzahl die Scheibe abjagen ließ. Der passte sofort in den Slot, wo Shawn Weller bereit stand und eiskalt in den linken Winkel verwandelte – 2:0 für die Starbulls!

Fiese Attacke bleibt ungeahndet

In den letzten 20 Minuten ließen die Innstädter überhaupt nichts mehr anbrennen. Dies lag auch daran, dass Heilbronn immer undisziplinierter agierte und sich viele Strafen einfing. Warum Schiedsrichter Florian Zehetleitner allerdings das üble Einsteigen des Amerikaners Leisenring gegen McNeely („Es scheint nichts gebrochen zu sein, aber eine starke Prellung ist es bestimmt“, so Trainer Franz Steer nach dem Spiel) überhaupt nicht ahndete, bleibt dessen Geheimnis.

Starbulls vs. Heilbronn

Zu diesem Zeitpunkt stand es allerdings bereits 4:0, das Weihager bei doppelter (49.) und Beppo Frank bei einfacher Überzahl (53.) jeweils mit Schlagschüssen herausgeschossen hatten. Gegen den „Hammer“ des Schweden war ohnehin kein Kraut gewachsen und beim Treffer von Frank von der blauen Linie war Gästegoalie Branislav Konrad, der vor der Saison beinahe in Rosenheim gelandet wäre, die Sicht verdeckt. Den Schlusspunkt setzte schließlich Kim Staal mit einer überragenden Einzelleistung. In der eigenen Hälfte zog der Däne los, degradierte zwei Abwehrspieler zu Statisten und ließ schließlich auch noch Konrad alt aussehen – 5:0 (58.).

Pavlov sauer, Steer zufrieden

Kein Wunder, dass Falken-Coach Igor Pavlov hinterher ziemlich sauer auf seine Akteure war: „Ich glaube, die Special Teams haben heute das Spiel entschieden. Der Knackpunkt war aus meiner Sicht das 0:2, wo wir in Überzahl waren. Das war ein unglaublicher Fehler. Aber auch der Rest war enttäuschend und undiszipliniert!“ Kollege Steer war speziell von der guten Defensivleistung angetan: „Mich freut vor allem immer das Null hinten. Das ist immer sehr gut. Pasi Häkkinen hat eine gute Form momentan, das ist sehr wichtig für uns. Das zweite Tor war dahingehend wichtig, dass Ruhe ins Spiel kommt und man ein bisschen weg ist!“

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Heilbronner Falken 5:0 (1:0, 1:0, 3:0) 

Tore: 1:0 (1.) Robin Weihager (Norman Hauner, Shawn Weller), 2:0 (36.) Shawn Weller (Tyler McNeely – Unterzahl-Tor), 3:0 (49.) Robin Weihager (Dominic Auger, Shawn Weller – Überzahl-Tor 2), 4:0 (53.) Beppo Frank (Andrej Strakhov, Tyler McNeely – Überzahl-Tor), 5:0 (58.) Kim Staal (Robin Weihager, Shawn Weller).

Schiedsrichter: Florian Zehetleitner (Oberstdorf).

Strafen: Rosenheim 8 – Heilbronn 16.

Zuschauer: 1.684.

redro24/mw

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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