Kurz vor Schluss den Sieg gesichert

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
  • schließen
  • Olaf Lüeße
    schließen

Rosenheim - Gegen den amtierenden DEL2-Meister Bietigheim haben sich die Starbulls am Sonntag schwer getan. Zwischendurch mussten Sie einen Rückstand aufholen.

Denkbar knapp haben sich die Starbulls Rosenheim am Sonntagabend gegen die Bietigheim Steelers durchgesetzt. Erst zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene machten sie in Überzahl das erlösende Tor zum Endstand von 4:3. Zuvor hatten die Steelers einen Rückstand von 2:0 aufgeholt und waren mit 2:3 in Führung gegangen.

Die Rosenheimer Siegesserie setzt sich fort. Die Starbulls haben bereits das fünfte Spiel in Folge für sich entschieden und setzen sich auf den vorderen Tabellenrängen fest.

>> Hier finden Sie den Live-Ticker zum Nachlesen <<<

Den ausführlichen Spielbericht lesen Sie am Montag.

Zwischenstand - 2. Drittel

Fazit des Live-Tickers: Zweite Pause - 2:3. Die Starbulls waren im zweiten Abschnitt zunächst klar dominant, versäumten es aber, das 3:1 zu erzielen. Der Ausgleich zum 2:2 fiel aus heiterem Himmel, danach hatten beide Teams einige gute Chancen zum 3:2. Doch während sich die Starbulls bei ihren Chancen eher hausbacken mühten, war Bietigheim einfach eiskalt.

Zwischenstand - 1. Drittel

Fazit des Live-Tickers: 2:1 führen die Starbulls nach 20 Minuten! Das Ganze ist völlig verdient, weil die Hausherren im ersten Durchgang ein klares Chancenplus zu verzeichnen hatten. Der Anschlusstreffer sollte den Gästen schmeicheln, denn bislang kam von diesen nicht viel. Vielmehr wurde das Tor von einer Fehlentscheidung des Referees begünstigt.

Der Vorbericht zum Sonntagsspiel

Mit zwei Punkten und 1800 Kilometern im Reisegepäck gehen die Starbulls am Sonntag um 18 Uhr in ihre zweite Wochenendaufgabe. Der Gegner dann ist kein geringerer als der amtierende Meister und Vorjahreshalbfinalgegner Bietigheim Steelers. Bei beiden Kontrahenten läuft es momentan genau umgekehrt. Während die Starbulls ihren vierten Sieg in Folge feiern konnten, haben die Steelers ihre letzten vier Spiele verloren. Eine Verletzung am Daumen nach einem Stockschlag zog sich am Freitag Andrej Strakhov zu, der im Laufe des zweiten Drittels in Bremerhaven nicht mehr weiterspielen konnte und auch am morgigen Sonntag definitiv ausfallen wird. Ein Wiedersehen können die heimischen Zuschauer mit zwei ehemaligen Starbulls-Spielern im Diensten der Steelers feiern, mit Greg Squires und Patrick Asselin.

Starke Serie trotz Verletzungspech

Das Verletzungspech hat also einmal mehr zugeschlagen beim Altmeister aus Rosenheim. Dieses Mal hat es Andrej Strakhov erwischt, der nach einem nicht geahndeten Stockschlag in Bremerhaven aus dem Spiel genommen werden musste. Eine genaue Diagnose steht noch aus und erfolgt erst am Montag. Tatsache ist, dass der 35-jährige Deutschrusse am Sonntag nicht wird auflaufen können. Somit war Franz Steer erneut gezwungen seine Sturmreihen umzustellen und schicke wieder einmal die jungen Spieler in die Bresche, um auch weiterhin mit vier Sturmreihen agieren zu können. Die Leistung in Bremerhaven konnte sich durchaus sehen lassen. Der Tabellenzweite trat couragiert und kompakt auf und war über die Distanz insgesamt die bessere Mannschaft. Ein Novum in dieser Saison war auch das gewonnene Penaltyschiessen.

Der Erfolg im hohen Norden war der bereits neunte Sieg auf fremden Eis. Damit haben Rosenheims Eishockeyspieler so oft auf des Gegners Eis gewonnen, wie keine andere Mannschaft in der DEL2. Die Stimmung im Team ist entsprechend gut und das Selbstvertrauen vorhanden. Dies möchte man auch in das Sonntagspiel transportieren, um dieses Wochenende mit dem zweiten Sieg zu krönen.

Probleme bei den Steelers

Anders hingegen läuft es momentan beim amtierenden Meister. Die letzten vier Partien gingen allesamt verloren, so wie auch am Freitag das Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse. Zwar gingen alle Spiele nur mit einem Tor Unterschied aus, jedoch kristallisiert sich in den letzten Wochen immer mehr heraus, dass die Mannschaft von Kevin Gaudet ein ausgewachsenes Defensivproblem hat. Bereits 74 Mal schlug es hinter Steers-Goalie Joey Vollmer ein - eindeutig zu viel für einen Meisterschaftsaspiranten. Da hilft es auch wenig, dass man bereits selber 80 Mal ins Schwarze getroffen hat. Nicht umsonst sprach Gaudet auch vor kurzem noch von "Hirnfürzen", die seine Verteidigung momentan fabrizieren würde. Dazu passt natürlich auch, dass Joey Vollmer momentan nicht in Form ist. Gegen Weißwasser wurde der 33-jährige Stammtorhüter sogar im Laufe des Spiels gegen den jungen Backup Andreas Mechel ausgewechselt.

Ein Wiedersehen feiern können die Starbulls-Anhänger mit zwei ehemaligen Publikumslieblingen der jüngeren Vergangenheit. Während "Landshutkiller" Greg Squires an seiner Vorjahresleistung für Rosenheim anzuknüpfen scheint und zusammen mit seinem kongenialen Sturmpartner David Wrigley die interne Scorerwertung bei den Steelers anführt, bleibt Patrick Asselin weit hinter den Erwartungen zurück. Trotz allem haben die "Stahlarbeiter" aus Schwaben natürlich ihre Qualitäten im Sturm und gelten immerhin als das zweittreffsicherste Team der Liga. Der Tabellensechste hat die Qualität, den Bock jederzeit wieder umzustoßen und hält Anschluss an die Plätze, die letztendlich zum Heimrecht im Viertelfinale berechtigen.

Starbulls-Trainer Franz Steer weiß natürlich um die Gefährlichkeit des Gegners, und so können sich die heimischen Fans wieder auf ein "Auswärtsspiel" auf eigenem Eis gefasst machen. Hier mit offenem Visier anzutreten wäre tödlich. Immerhin, das Selbstvertrauen ist da und die Mannschaft macht trotz der vielen Ausfälle einen äußerst stabilen Eindruck. Beide vorausgegangenen Partien gewannen zudem die Starbulls: 2:1 n.V. in Rosenheim und 4:2 in Bietigheim lauteten die Resultate.

Eine Serie wird auf jeden Fall zu Ende gehen. Welche das sein wird, können sie morgen ab 18 Uhr in unserem Live-Ticker verfolgen.

Olaf Lüeße/rm/redro24

Zurück zur Übersicht: Starbulls Rosenheim

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser