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Aicher und Steer standen Rede und Antwort

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Vorstand Karl Aicher, die Fanbeauftragten Christian Kraus und Erich Gottelt sowie Trainer Franz Steer (von links) stellten sich den Fragen der Fans.

Rosenheim - Einlass-System, Saisonziel, Michi Fröhlich und Mitch Stephens - zu diesen und noch viel mehr Themen mussten Karl Aicher und Franz Steer bei der Starbulls-Fanversammlung Stellung beziehen.

Am Dienstagabend fand in der Eisstadion-Gaststätte die erste Fan-Versammlung in der neuen Saison statt. Die Resonanz seitens der Anhänger war zahlenmäßig eher mau, aber dafür erfuhren die Erschienen allerhand Neues. Nach der Begrüßung durch den Fan-Beauftragten Erich Gottelt, der dabei unter anderem seinen neuen Stellvertreter Christian Kraus vorstellte und von der Zusammenkunft aller DEL- und ESBG-Fanvertreter berichtete, stellten Vertreter von Starbulls-Sponsor Sparkasse noch einmal die neue Prepaid-Kreditkarte vor.

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Derweil wurde übrigens auch bekannt, dass die Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG), die für den Spielbetrieb in der 2. Bundesliga zuständig ist, nach langem Hin und Her in einer Tagung am gestrigen Dienstag in Kassel - auch unter Anwesenheit des 1. Starbulls-Vorstands Willi Graue - endlich die Durchführungsbestimmungen für die neue Saison verabschiedet hat. Das Ganze erfolgte mit nur zwei Gegenstimmen, die erwartungsgemäß aus Kaufbeuren und Garmisch kamen, die in diesen Fragen ja bekanntlich auf der Seite des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) stehen.

Anschließend stand aber der für die Fans wichtigste Punkt auf dem Programm - die Fragerunde mit dem zweiten Vorstand Karl Aicher und Trainer Franz Steer, der direkt nach dem Training in die Gaststätte kam.

Die wichtigsten Fragen der Fans:

  • Warum gibt es kein Bully-Heft mehr? Aicher: "Es gab in der Vergangenheit immer mal wieder Probleme mit dem Copyright von Artikeln. Außerdem haben wir nicht mehr die notwenigen personellen Kapazitäten, die sich um die Herstellung des Heftes kümmern. Deswegen gibt es jetzt im Stadion den Spieltagsflyer nach amerikanischem Vorbild!"
  • Warum wurde das alte Einlass-System abgeschafft? Aicher: "Ganz einfach: Das alte System lief noch über DOS und stammte aus Anfang der 90er-Jahre. Dann ist es uns in den Finalspielen gegen Landshut schlichtweg kaputt gegangen."
  • Wie sind die ersten Erfahrungen mit dem neuen Ticketsystem? Aicher: "Beim ersten Einsatz hatten wir noch einige technische Probleme. Im zweiten Spiel ist es dann schon deutlich besser geworden. Ganz rund läuft das Ganze aber noch nicht. Es wird noch ein kleines bißchen dauern, bis sich das Ganze eingespielt hat!" - Mittlerweile hat der Verein aber ausreichend Hand-Scanner zur Verfügung, so dass es in Zukunft vielleicht sogar möglich sein wird, über die Gaststätte direkt ins Stadion zu gelangen.
  • Wie ist es um das Thema Pyrotechnik bestellt? Gottelt: "Das war ein Riesenthema bei der Versammlung der DEL-Fan-Vertreter. Das Problem ist nicht der "normale" Eishockey-Fan an sich, sondern das neue Phänomen, dass zunehmend Fußball-Hooligans den Eishockey-Sport für sich entdecken. So gab es zum Beispiel in Hannover in der Vergangenheit große Probleme mit Pyrotechnik und Rauchbomben. Deswegen ist eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei notwendig, um solche Leute dauerhaft aus den Stadien zu entfernen. Dies ist auch der Grund, warum es jetzt in Rosenheim einen privaten Sicherheitsdienst im Stadion gibt und warum jetzt zukünftig möglicherweise regelmäßig Leibesvisitationen am Eingang durchgeführt werden."
  • Weshalb bleiben die Fluchttüren hinter der Fankurve (Raucherbereich) derzeit immer geschlossen? Aicher: "Dafür sind neue Sicherheitsauflagen verantwortlich. In diesem Zusammenhang schwebt immer noch die Loveparade-Katastrophe in Duisburg im Raum. Deswegen mussten wir zum Beispiel in der Sommerpause auch die Treppenaufgänge verbreitern und mehr Wellenbrecher im Stehplatzbereich einbauen. Wir arbeiten aber an einer Lösung, dass die Türen für Raucher zukünftig zumindest in den Drittelpausen wieder geöffnet werden können. Versprechen kann ich aber noch nichts."

Fanversammlung bei den Starbulls

  • Warum haben die Starbulls einen neuen Physiotherapeuten? Aicher: "Alex Seifert hat uns mitgeteilt, dass er nicht mehr weitermachen möchte. Das war für uns kein Problem. Durch die Kooperation mit der Simsee-Klinik konnten wir den vakanten Posten schnell wieder besetzen. Jetzt ist eben Daniel unser neuer Physiotherapeut. Die Positionen der Mannschaftsärzte bleiben dagegen unverändert. Sie werden sich weiter in loser Reihenfolge abwechseln."
  • Gibt es heuer wieder ein "5000plus"-Spiel? Aicher: "Ich hoffe es. Ein konkretes Spiel habe ich jedoch noch nicht im Kopf. Da muss man einfach mal schauen, was vom Spielplan her passt. Wir werden das Thema intern besprechen!" - Wie rosenheim24 erfahren hat, wird die 5000plus-Aktion möglicherweise am Freitag, 28. Dezember, gegen den SC Riessersee gestartet.
  • Werden die Starbulls in Zukunft eine eigene App/RSS-Feed auf den Markt bringen? Aicher: "Aus technischen Gründen ist ein RSS-Feed im Augenblick nicht möglich. Viele Fans nützen aber bereits den Feed von rosenheim24, wo sie sehr gut über unsere Aktivitäten etc. informiert werden. Eine eigene App kostet einiges an Geld, aber wir werden dies intern mal ansprechen."
  • Was für ein Spielertyp ist Neuzugang Michael Fröhlich? Steer: "Er ist ein Stürmer, den man auch jederzeit in Überzahl bringen und der viele Tore machen kann. Das ist ein Mann, der uns mit Sicherheit weiterbringen wird."
  • Wie geht es Ryan del Monte, der zuletzt verletzt fehlte? Steer: "Ryan del Monte war auch heute noch einmal in Behandlung (Anm. der Red.: er plagt sich seit Wochen mit muskulären Problemen), aber ob er am Freitag spielen kann, steht aktuell noch in den Sternen."
  • Wie nah waren die Starbulls an einer Wiederverpflichtung von Mitch Stephens dran? Steer: "Mitch und ich hatten den Sommer über immer mal wieder Mail-Kontakt. Als Stephens dann scheinbar ernsthaft Interesse hatte, doch noch einmal zurückzukehren, hatte ich aber Greg Squires bereits zugesagt, so dass keine Ausländerlizenz mehr zur Verfügung stand. Dann wollte ich Mitch zu den Kassel Huskies vermitteln. Letztlich hat er sich aber doch entschieden, in Amerika zu bleiben!"
  • Wie sieht das Saisonziel der Starbulls aus? Steer: "Unverändert im Vergleich zu den letzten Jahren. Wir wollen erst einmal in die Play Offs kommen. Das wird schwer genug, denn die anderen Teams haben sich alle gut verstärkt. Und man darf bei unseren Erfolgen in den letzten beiden Saisons nie vergessen, dass wir nie in der Situation waren, dass wir längerfristig einen oder sogar mehrere Leistungsträger hätten ersetzen müssen."

mw/redro24

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