Heimsieg gegen Vorjahresmeister Kassel

Starbulls zeigen Reaktion nach Riessersee-Desaster

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Rosenheim - Nach einem holprigen Beginn haben die Starbulls das Freitagsdebakel einigermaßen gerade gerückt und sich gegen den Vorjahresmeister durchgesetzt.

1.969 Zuschauer im emilo-Stadion sahen eine im Vergleich zum Freitag vor allem in der Defensive stark verbesserte und vor allem clever agierende Mannschaft von Trainer Franz Steer, die in Timo Herden einen sicheren Rückhalt hatte. Letztlich setzten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler nicht unverdient, aber etwas glücklich mit 3:1 (1:0, 1:1, 1:0) gegen die Kassel Huskies durch.

Taktische Umstellungen greifen

Zudem griffen die vom Coach nach dem Riessersee-Desaster (1:6), wo es leider auch von Fanseite unrühmliche Vorfälle gab, vorgenommenen Umstellungen: Joseph Lewis stürmte in der ersten Reihe neben Tyler Scofield und Tyler McNeely. Simon Fischhaber rückte dafür in den dritten Sturm, wo er neben Greg Classen und Simon Heidenreich agierte. Die zweite Sturmreihe bildeten Michael Baindl, Greg Gibson und Manuel Edfelder.

Die Partie begann sehr zerfahren, die wenigen Torchancen auf beiden Seiten entsprangen meist dem Zufall. Erst nach zehn Minuten starteten die Gäste durch Philipp Schlager und Jack Downing erste vielversprechende Annäherungsversuche. Gegen Ende des Drittels übernahmen dann aber die Hausherren die Regie: Erst gab es eine große "Breakchance" in Unterzahl, doch Peter Lindlbauer brachte das "Kunststück" fertig, bei einem Drei-auf-Null gegen Keeper Patrick Klein die Scheibe aus kurzer Distanz über die Latte zu wuchten.

Video: Die Highlights der Partie

In der 20. Minute war es aber so weit: Nach einem Pfostenschuss von Micky Rohner blieb Rosenheim in Überzahl am Drücker und Cameron Burt traf trocken und unhaltbar ins linke obere Eck - 1:0 für die Starbulls!

Nach dem ersten Wechsel erhöhte Kassel die Schlagzahl zunächst deutlich, was auch an langen Überzahlspielen lag, weil sich Rohner und Lindlbauer bei den Starbulls jeweils Disziplinarstrafen abgeholt hatten. Doch die Gäste blieben glücklos - und wurden von den Starbulls in der 27. Minute bestraft: Leopold Tausch kehrte von der Strafbank zurück, spielte einen Doppelpass mit Tyler McNeely, wobei der Kanadier die Scheibe letztlich zum 2:0 für die Gastgeber versenkte!

Starbulls Rosenheim vs. Kassel Huskies

Entscheidung 54 Sekunden vor dem Ende

McNeely und Gustav Veisert (Pfostentreffer) hatten in der Folge sogar den dritten Rosenheimer Treffer auf dem Schläger, ehe Kassel in der 34. Minute durch Alexander Heinrich der Anschlusstreffer gelang. Drei Zeigerumdrehungen später wäre um ein Haar der Ausgleich fällig gewesen, doch Herden lenkte den Schuss des Finnen Esa Lehikoinen mit viel Mühe gerade noch an die Latte.

Auch im Schlussabschnitt hatten die Gäste mehr Scheibenbesitz und höhere Spielanteile. Die Grün-Weißen arbeiteten allerdings defensiv sehr konsequent und gerieten erst im Finish nochmal richtig unter Druck, als Lehikoinen und Toni Ritter dem 2:2-Ausgleich jeweils ganz nahe waren. Herden rettete jeweils per Glanzparade. 54 Sekunden konnten Fans und Spieler aber aufatmen, als Tyler Scofield aus dem eigenen Drittel heraus ins inzwischen verwaiste Gästetor zum 3:1-Endstand traf (60.).

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Kassel Huskies 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)

Tore: 1:0 (20.) Cameron Burt (Tyler McNeely, Greg Classen - Überzahl-Tor), 2:0 (27.) Tyler McNeely (Leopold Tausch, Tyler Scofield), 2:1 (34.) Alexander Heinrich (Braden Pimm, Kevin Maginot), 3:1 (60.) Tyler Scofield (ohne Assist - ENG).

Schiedsrichter: Ralph Bidoul (Sonthofen).

Strafen: Rosenheim 36 - Kassel 16.

Zuschauer: 1.969.

mw/Starbulls Rosenheim

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