"Duracel-Hase" war schlag- und treffsicher

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Rosenheim - Mit toller Moral haben die Starbulls am Abend gegen den Meister ein Wechselbad der Gefühle erfolgreich gemeistert. Im Mittelpunkt: Tyler McNeely. *NEU: Fotos*

Video: Die Tore des Spiels

Der kanadische Starbulls-Angreifer erzielte beim dramatischen 4:3 (2:1, 0:2, 2:0)-Erfolg gegen die Bietigheim Steelers nicht nur zwei Tore, sondern verpasste Gästeverteidiger Markus Gleich, der mit einem hässlichen Stockschlag negativ auffällig geworden war, nach der Schlusssirene unter dem Jubel der 2.056 Zuschauer auch noch eine saftige Abreibung. Dass McNeely für diese Faustkampf-Einlage noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt, interessierte die Fans anschließend herzlich wenig. Sie feierten nicht nur den Stürmer, sondern auch ihre Mannschaft lautstark.

Diese hatte ohne fünf Stammspieler (zu Stephan Gottwald, Dominic Auger, Florian Müller und Fabian Zick gesellte sich nach dem Bremerhaven-Spiel auch noch Andrej Strakhov mit einer Handverletzung dazu) soeben den dritten Sieg in dieser Saison gegen den Vorjahres-Champion eingefahren und ist damit wieder bis auf vier Punkte an Spitzenreiter Landshut (Heimpleite gegen Ravensburg) herangekommen.

Starker Auftaktabschnitt der Starbulls

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Die anderen Sonntagsspiele im Überblick

Im ersten Drittel lief für die Hausherren nach leichten Problemen in der Anfangsphase alles nach Plan. Tobias Thalhammer bediente mit der Rückhand McNeely, der aus kurzer Distanz zur frühen Führung einnetzte (6.). In der Folge blieben die Grün-Weißen tonangebend und bauten die Führung in Minute 12 aus, als Kim Staal den Schuss von Marinus Kritzenberger zum 2:0 abfälschte. Rosenheim hatte anschließend durch McNeely, Shawn Weller und Micky Rohner Chancen auf ein drittes und sogar viertes Tor, ehe Bietigheim wie aus dem Nichts zum Anschluss kam. Im Powerplay verwandelte Robin Just einen Abpraller, wobei es zu diesem Überzahl-Spiel nie hätte kommen dürfen, weil der bestrafte Kritzenberger zuvor selbst gefoult worden war (19.).

Starbulls vs. Bietigheim

In der ersten Pause änderte Gästecoach Kevin Gaudet taktisch einiges. Mit einem hochstehenden Bietigheimer Spieler hatten die Starbulls fortan Probleme und mussten nun den Schwaben die Initiative überlassen. Diese „bedankten“ sich zunächst mit dem Ausgleich durch Chris St. Jacques (23.) und gingen anschließend kurz vor der zweiten Sirene erstmals in Führung. Hier musste man allerdings anerkennen, dass das Ganze klasse herausgespielt war. Der Ex-Rosenheimer Greg Squires bediente Matt McKnight, der die Scheibe sofort zu David Wrigley weiterleitete, der Rosenheims einmal mehr fehlerlosen Schlussmann Pasi Häkkinen keine Abwehrchance ließ – 2:3 (39.).

Video: Die Stimmen der Trainer

Tolle Moral im letzten Drittel

Charivari-Moderator Christian Baab schildert die Schlusssekunden mit der Schlägerei

Doch die Starbulls bewiesen einmal mehr große Moral. Angetrieben vom unermüdlichen McNeely (Franz Steer: „Der ist wie ein Duracel-Hase! Den drehst du auf und dann rennt er!“) drückten die Gastgeber den Meister vehement ins eigene Drittel und glichen in Minute 47 durch besagten McNeely die Partie wieder aus. Jetzt schwammen die Bietigheimer gehörig: Benjamin Zientek traf die Latte, Steelers-Goalie Andreas Mechel rettete gegen Staal und Weller, ehe sich die Starbulls in einer ruppigen und hektischen Schlussphase selbst belohnten. Staal jubelte nach einem Schuss aus spitzem Winkel fast schon, doch Referee Christian Oswald gab den vermeintlichen Treffer nicht und entschied vielmehr auf absichtliches Torverschieben von St. Jacques. Das folgende Powerplay nützte Rosenheim allerdings zum Siegtreffer: Nach drei hundertprozentigen Gelegenheiten war es letztlich Norman Hauner, der die Scheibe zum vielumjubelten 4:3 über die Linie schaufelte (58.).

"Der Wille hat heute das Talent besiegt. Die Mannschaft hat brutal gefightet", freute sich Starbulls-Coach Steer, der damit neben McNeely auch die gesamte Mannschaft lobte, die sich das Fünf-Punkte-Wochenende mehr als verdient hat und damit mit viel Selbstvertrauen in die nächsten schweren Spiele am Freitag gegen Dresden und dann am Sonntag in Landshut gehen kann.

Video: Fight zwischen McNeely und Gleich

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Bietigheim Steelers 4:3 (2:1, 0:2, 2:0) 

Tore: 1:0 (6.) Tyler McNeely (Tobias Thalhammer, Shawn Weller), 2:0 (12.) Kim Staal (Marinus Kritzenberger, Max Hofbauer), 2:1 (19.) Robin Just (David Wrigley, Marcus Sommerfeld – Überzahl-Tor), 2:2 (32.) Chris St. Jacques (Greg Squires, Alexej Dmitriev), 2:3 (39.) David Wrigley (Matt McKnight, Greg Squires), 3:3 (47.) Tyler McNeely (Shawn Weller, Max Renner), 4:3 (58.) Norman Hauner (Kim Staal, Shawn Weller – Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Christian Oswald (Kaufbeuren).

Strafen: Rosenheim 13 plus Spieldauerstrafe gegen Tyler McNeely – Bietigheim 26.

Zuschauer: 2.056.

redro24/mw

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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