Starbulls schlagen Riessersee 5:4

Knapp, aber verdient: Erneuter Derbysieg!

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Simon Fischhaber feierte gegen den SC Riessersee ein gelungenes Comeback im Starbulls-Trikot.
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Rosenheim - Neun Tore, beste Unterhaltung und Spannung bis zum Schluss: Die fast 3.000 Fans im Kathrein-Stadion brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, sahen sie doch ein höchst launiges Oberbayern-Derby! *NEU: Fotos & Videos*

Und das Ganze fand einen guten Ausgang für die Starbulls: Die Rosenheimer Eishockeyspieler setzten sich am Sonntagabend mit 5:4 (3:2, 2:1, 0:1) gegen den SC Riessersee durch und bleiben damit ihrer Linie in dieser Saison treu: Auswärts pfui, zuhause hui! Beim knappen, aber letztlich völlig verdienten Erfolg gegen den nie aufsteckenden Gast aus dem Werdenfelser Land feierte außerdem Simon Fischhaber nach langer Verletzungspause ein mehr als gelungenes Comeback. An der Seite von Tyler McNeely und David Vallorani gelang ihm sogar der wichtige Treffer zum zwischenzeitlichen 5.3.

Führung nach 74 Sekunden

Wie schon am Freitag beim 0:4 bei den Bietigheim Steelers erwischten die Starbulls erneut einen guten Start – diesmal allerdings mit einem Unterschied: Sie belohnten sich selbst! Nach 74 Sekunden fälschte McNeely im Powerplay den Schuss von Micky Rohner zum 1:0 ab. Die Gäste antworteten zwar sofort, indem Kai Herpich im Slot einem Schuss von Sean Fischer die entscheidende Richtungsänderung verpasste (4.). Doch davon ließen sich die Grün-Weißen nicht aus dem Konzept bringen: CJ Stretch führte hinter des Gegners Tor einen energischen Zweikampf und passte nach Puckgewinn sofort in den Slot, wo mit Wade MacLeod ein dankbarer Abnehmer bereit stand – 2:1 (8.).

Video: Die Highlights der Partie

Fischer hatte in der Folge zwar erneut viel zu viel Platz und traf zum 2:2 (14.), doch Tobi Thalhammer rückte das Ergebnis – bei angezeigter Strafe gegen Garmisch – noch vor der ersten Sirene mit dem 3:2 wieder zurecht (16.). Dass Starbulls-Coach Franz Steer die beiden „leichten“ Gegentore sehr missfielen, zeigte sich hinterher deutlich. "Da war unser Defensivverhalten überhaupt nicht in Ordnung. Das müssen und werden wir genau analysieren", schimpfte der Trainer.

Nach dem ersten Wechsel gelang Garmisch, die einen verletzungsbedingten Torhüterwechsel vornehmen mussten (für den an der Hand verletzten Jochen Vollmer kam Ilya Sharipov), durch Mark Heatley zwar der neuerliche Ausgleich (26.). Doch die Blau-Weißen hatten auch Glück, dass Stretch zuvor nur die Latte getroffen hatte. Die Starbulls ließen sich davon nicht entmutigen und stellten die Weichen im zweiten Teil des Mittelabschnitts auf Sieg: Nach einem guten Forecheck des emsigen Stretch gelangte die Scheibe zu MacLeod, der Sharipov bei seinem zweiten Tor aus unmöglichem Winkel überraschte – 4:3 (31.).

Starbulls vs. Riessersee

"Mich freut es für Simon Fischhaber!"

Und kurz darauf durfte auch einer jubeln, der zuletzt so lange gefehlt hatte: Die Rede ist von Simon Fischhaber, der wegen einer Knieverletzung über zwei Monate der bisherigen Saison verpasst hatte. Von Max Renner ideal bedient, stürmte er in der 35. Minute alleine auf Sharipov zu und hatte dann beim Abschluss das Glück des Tüchtigen, dass dem jungen Garmischer Keeper der Puck zwischen Arm und Körper durchrutschte. "Mich freut es für "Fisch", er hat es in seinem ersten Spiel nach seiner Verletzung hervorragend gemacht", lobte Steer den Rückkehrer.

In den letzten 20 Minuten gelang es Rosenheim dann gut, den Gegner durch viel Laufarbeit lange weit vom eigenen Tor fernzuhalten. "Das haben die Starbulls gut gemacht. Da haben wir zu wenig eigene Chancen kreiert", musste SCR-Trainer Tim Regan einräumen, der ansonsten mit der Leistung seines Teams jedoch nicht unzufrieden war. Regan durfte erst in der allerletzten Minute noch einmal ein wenig Hoffnung schöpfen, nachdem dem schwedischen Top-Scorer Mattias Beck der 4:5-Anschlusstreffer gelungen war. Doch die Rosenheimer ließen dann in den verbleibenden 25 Sekunden nichts mehr anbrennen und brachten den Erfolg sicher über die Zeit.

Video: Die Stimmen der Trainer

"Wir haben gut begonnen, waren bei den Gegentoren aber zu passiv. Zudem war unser Überzahlspiel – abgesehen vom ersten Tor – heute nicht so, wie ich mir das vorstelle. Das hatten wir anders trainiert", kritisierte Steer weiter, der mit dem Ergebnis aber natürlich zufrieden war. Durch diesen Sieg sind die Starbulls mit 38 Punkten bis auf einen Zähler an Riessersee (39) herangerückt. Auch der Rückstand auf den sechsten Platz, der zur direkten Playoff-Teilnahme berechtigen würde, beträgt derzeit nur zwei Punkte. Weiter geht es für die Starbulls am Freitag mit einem Heimspiel gegen "Angstgegner" Kassel (19.30 Uhr, Kathrein-Stadion).

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - SC Riessersee 5:4 (3:2, 2:1, 0:1)

Tore: 1:0 (2.) Tyler McNeely (Michael Rohner, David Vallorani - Überzahl-Tor), 1:1 (4.) Kai Herpich (Sean Fischer, Tim Richter), 2:1 (8.) Wade MacLeod (CJ Stretch, Dominik Daxlberger), 2:2 (14.) Sean Fischer (Tim Richter, Julian Eichinger), 3:2 (16.) Tobias Thalhammer (Christian Neuert), 3:3 (26.) Mark Heatley (Louke Oakley, Jesse Schultz), 4:3 (31.) Wade MacLeod (CJ Stretch), 5:3 (35.) Simon Fischhaber (Max Renner, Tyler McNeely), 5:4 (60.) Mattias Beck (Louke Oakley, Jesse Schultz - sechster Feldspieler).

Schiedsrichter: Ralph Bidoul (Sonthofen).

Strafen: Rosenheim 4 - Riessersee 6.

Zuschauer: 2.969.

mw

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