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4150 Zuschauer im Rofa-Stadion begeistert

Starbulls gleichen Play-off-Serie gegen Hannover aus: Ein Eishockeyfest in grün und weiß

Wie seit zwei Jahren nicht mehr: Die volle Mangfallkurve bejubelt das Starbulls-Team.
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Wie seit zwei Jahren nicht mehr: Die volle Mangfallkurve bejubelt das Starbulls-Team.

Die Starbulls Rosenheim sind wieder im Spiel und gleichen in der Viertelfinal-Serie aus: In der Heimpartie peitschten 4150 Zuschauer im Rofa-Stadion zum Sieg gegen die Hannover Scorpions. Entscheidend war ein Tor in Unterzahl.

Rosenheim  – Was für ein Eishockeyfest: Vor 4150 Zuschauern haben sich die Starbulls Rosenheim die Play-off-Viertelfinalserie in der Eishockey-Oberliga zurückgeholt.

Die Mannschaft von Trainer John Sicinski gewann das Heimspiel gegen die Hannover Scorpions mit 3:1 und schaffte damit den Ausgleich in der Serie. Spiel drei steigt am Dienstag in Niedersachsen, auf alle Fälle ein viertes Duell gibt es am Freitag in Rosenheim.

Unterzahltor war spielentscheidend

Es gibt ja so Begriffe, die haben sich im Laufe der Zeit im Sport etabliert. Das „Momentum“ ist so einer. In einer Play-off-Serie gibt es jede Menge davon, eigentlich in jedem Spiel. Zu Beginn des zweiten Drittels lag dieses Momentum ganz kurz in Händen der Gäste. Im Überzahl hatte der Ex-Rosenheimer Mario Valery Trabucco mit einem satten Kracher ausgeglichen. Und dann musste mit Max Brandl wieder ein Starbulls-Spieler auf die Strafbank.

Der Live-Ticker zum Nachlesen

Es war die Phase, in der das Spiel in die Scorpions-Richtung hätte kippen können. Stattdessen wendete sich das Blatt wieder. Denn als sich Hannover ein ungenaues Zuspiel im Rosenheimer Drittel leistete, ging alles ganz schnell. Steffen Tölzer spielte die Scheibe raus, wo Simon Heidenreich das Spiel lang gemacht hatte und quasi als Wandspieler für den heransprintenden Tölzer diente – der erfahrene Verteidiger nahm die abgelegte Scheibe direkt und brachte die Starbulls in Unterzahl wieder in Führung. Und das Rofa-Stadion tobte.

Steffen Tölzer jubelt mit der Starbulls-Bank nach seinem Tor zum 2:1.

Zweimal Reichel, zweimal Biberger

Das war schon vor dem Spiel der Fall, als die Schülermannschaft der Starbulls unter dem Beifall der Fans und der Spieler beider Teams den Pokal für den zweiten Rang bei der Deutschen Meisterschaft präsentierten. Auch die Trainer standen auf den Eis – und damit dann auch zweimal Reichel und zweimal Biberger. Denn der Filius von Co-Trainer Bernd Biberger, Andreas, stand im Rosenheimer Aufgebot, Thomas, der Sohn von Trainer Martin Reichel, war per Wolfsburger Förderlizenz für Hannover spielberechtigt.

Thomas Reichel hatte für die Gäste eine riesige Torchance im ersten Drittel, scheiterte aber am bärenstarken Andi Mechel im Rosenheimer Tor. Die 1:0-Führung für die Starbulls nach dem ersten Durchgang war etwas glücklich, weil sie aus einem Eigentor – Alex Höllers Versuch prallte von Hannovers Verteidiger ins Tor – entstand und weil die Scorpions vor dem Treffer eine sehr starke Phase mit zwei guten Möglichkeiten hatten.

Viel Körperspiel bei den Starbulls

Und so ging dann auch der Ausgleich der Gäste zu Beginn des zweiten Abschnitts in Ordnung, auch wenn die Starbulls über das gesamte Spiel agil, läuferisch stark und sehr kompakt agierten – und diesmal auch viel ins Körperspiel investierten und so die altgedienten Recken der Gäste immer wieder nervten. Nach dem Tölzer-Coup spielten die Rosenheimer auf den dritten Treffer, der letztlich Kevin Slezak nach herausragender Vorarbeit von Curtis Leinweber gelang. Der Kanadier lieferte eine ganz starke Leistung ab und könnte sich in dieser Form als entscheidender Faktor in dieser Play-off-Serie entpuppen.

Hockkonzentrierte Rosenheimer

Das 3:1 durch Kevin Slezak, der Brett Jaeger keine Chance ließ.

Bemerkenswert war, dass die Starbulls ihre Linie während der 60 Minuten beibehielten. Mischten sich im ersten Drittel noch ein paar leichtsinnige Scheibenverluste hinter dem eigenen Tor ins Spiel, so wirkten die Rosenheimer im weiteren Spiel hoch konzentriert. Logisch probierte Hannover noch einmal alles – Schussbilanz 15:5 für die Gäste im letzten Abschnitt – und hatte auch Möglichkeiten auf den Anschluss.

Mike Hammond schlich sich ein paar Mal an den langen Pfosten und brachte die Scheibe nicht im Tor unter. Der Rest landete beim sehr sicheren Mechel oder wurde von der Rosenheimer Defensive abgeblockt. Und so brachten die Starbulls den Sieg unter Dach und Fach – vielleicht haben sie sich mit dieser Leistung ja sogar das Momentum für die gesamte Serie geholt...

Spielstatistik: Starbulls Rosenheim - Hannover Scorpions 3:1 (1:0, 2:1, 0:0). Starbulls: Mechel (Kolarz) - Tölzer, Reinig; Draxinger, Kolb; Vollmayer, Krumpe - Höller, Daxlberger, Edfelder; Hofbauer, Brandl, Phillips; Slezak, Leinweber, Schmidpeter; März, Heidenreich, Biberger.

Tore: 1:0 (14.) Höller/Reinig, Daxlberger, 1:1 (21.) Valery Trabucco/Supis, Just - PP1, 2:1 (24.) Tölzer/Heidenreich - SH1, 3:1 (34.) Slezak/Leinweber.

Schiedsrichter: Gossmann und Harrer;

Strafminuten: Rosenheim 10, Hannover 8;

Zuschauer: 4150.

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