Starbulls im Spitzenspiel glücklos

  • schließen

Rosenheim - Weil im Spitzenspiel das Glück fehlte, sind die Starbulls die Tabellenführung schon nach einem Spieltag wieder los. Gegen Bremerhaven gab es eine knappe Heimpleite.

Video: Die Tore des Spitzenspiels

Vor 2.445 Besuchern im Kathrein-Stadion unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Sonntagabend etwas unglücklich mit 2:3 (1:1, 0:0, 1:2) gegen die Fischtown Pinguins und sind damit - auch bedingt durch den Bietigheimer Erfolg gegen Kaufbeuren - auf den dritten Tabellenplatz zurückgefallen. „Wir haben zu viele Stockfehler gemacht und zu viel Hektik ins Spiel gebracht“, bilanzierte Starbulls-Coach Franz Steer, der seiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen wollte: „Sie hat alles versucht, doch vor allem unseren Schlüsselspielern ist heute nichts ausgegangen.“

Steer: "Sind nicht reingekommen!"

Doch auch ansonsten lief es nur bedingt rund für die Grün-Weißen. „Wir sind vom ersten Bully an nicht richtig ins Spiel gekommen“, musste der Trainer hinterher festhalten. Seine Männer wollten es danach besonders gut machen, was aber nicht so recht hinhauen wollte. Dennoch fanden die Starbulls zunächst auf die Führung der Gäste, die Jaroslav Hafenrichter herausgeschossen hatte, der einen Schuss von Ryan Martinelli unhaltbar für Pasi Häkkinen abgefälscht hatte (16.), nur 68 Sekunden später eine Antwort: Nach Vorarbeit von Benjamin Zientek war Robert Schopf aus unmöglichem Winkel erfolgreich, als er Gästekeeper Jonas Langmann von hinter der Torlinie an den Schlittschuh geschossen hatte – 1:1 (17.).

SBR-Powerplay funktioniert nicht

Dass es auch im Powerplay „krankte“, zeigte sich zu Beginn des zweiten Abschnitts: Rosenheim konnte eine Fünf-gegen-Drei-Situation nicht nützen, was Bremerhaven natürlich in die Karten spielte. Hinzu kam dann auch noch die unklare Linie von Schiedsrichter Andreas Aumüller, der im ersten Drittel alles gepfiffen hatte, nun aber plötzlich fast überhaupt nichts mehr ahndete. Folgerichtig sahen die Fans in dieser Phase eher ein zerfahrenes Spiel, das 1:1 nach 40 Minuten war völlig in Ordnung.

Starbulls - Bremerhaven

SERVICE:

Alle Sonntagsspiele im Überblick

Bericht der Fischtown Pinguins

Wie es im Powerplay laufen kann, machten die Cracks von der Nordsee kurz nach Beginn des Schlussabschnitts vor: Über Björn Bombis und den Ex-Schwenninger Brock Hooton lief die Scheibe blitzschnell zu Torjäger Brendan Cook, der frei vor Häkkinen mit einem trockenen Abschluss seinen 17. Saisontreffer erzielte. Die Hausherren kamen durch Norman Hauner zwar noch einmal ins Spiel zurück - auch bei diesem Tor sah der ansonsten souveräne Langmann nicht wirklich gut aus - doch nur gut zwei Minuten später fiel die Entscheidung zugunsten der Norddeutschen. Wie beim ersten Gegentor war die Entstehung denkbar einfach: Bully gewonnen, Schuss von der blauen Linie abgefälscht, Tor – der Schütze hieß wieder Hafenrichter (51.).

Stewart: "Führung war wichtig!"

Im Finish versuchten die Starbulls dann noch einmal alles, doch trotz mehrerer guter Gelegenheiten wollte es kein drittes Mal an diesem Abend mit dem Ausgleich klappen. „Das Momentum war nicht auf unserer Seite“, so der Coach abschließend, während Kollege Mike Stewart anfügte: „Es ist nie leicht, in Rosenheim zu spielen. Wir haben in der Defensive kompakt und intelligent gespielt und zum Glück das erste Tor geschossen. Das war aus meiner Sicht der Schlüssel zum Erfolg!“

Pressekonferenz: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Fischtown Pinguins 2:3 (1:1, 0:0, 1:2) 

Tore: 0:1 (16.) Jaroslav Hafenrichter (Ryan Martinelli, Jan Kopecky), 1:1 (17.) Robert Schopf (Benjamin Zientek, Robin Weihager), 1:2 (43.) Brendan Cook (Brock Hooton, Björn Bombis – Überzahl-Tor), 2:2 (49.) Norman Hauner (Dominic Auger), 2:3 (51.) Jaroslav Hafenrichter (Stanislav Fatyka, Steve Slaton).

Schiedsrichter: Andreas Aumüller (Ottobrunn).

Strafen: Rosenheim 8 – Bremerhaven 16.

Zuschauer: 2.445.

redro24/mw

Rubriklistenbild: © Ruprecht

Zurück zur Übersicht: Starbulls Rosenheim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser