Starbulls müssen in Pre-Playoffs "nachsitzen"

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Betretene Mienen bei Timo Herden, Tyler McNeely und Tim Kunes (von links) nach dem Treffer zum 1:2.
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Rosenheim - Sie haben alles gegeben, doch am Ende hat es nicht gereicht. Die Starbulls sind am letzten DEL2-Spieltag auf Platz acht zurückgefallen und müssen in die Playoff-Quali. *NEU: Fotos*

Sie haben gerackert, sie haben gekämpft, sie haben alles gegeben - doch am Ende hat es nicht gereicht. Die Rosenheimer Eishockeyspieler unterlagen am Sonntagabend den Kassel Huskies mit 4:6 (0:1, 1:2, 3:3) und schließen die Hauptrunde der DEL2 damit nur auf Rang acht ab. Weil die Konkurrenten aus Landshut und Riessersee zeitgleich ihre Spiele gewannen, treffen die Starbulls in der Playoff-Quali nun ab Freitag auf den Tabellenneunten Lausitzer Füchse. "Wir haben direkte Playoff-Qualifikation nicht heute, sondern zuletzt in Riessersee und Bremerhaven verspielt", sagte Starbulls-Trainer Franz Steer, der seiner Mannschaft für den Auftritt gegen die Nordhessen "keinen Vorwurf" machen wollte.

"Reifenplatzer" führt zum 0:1

Denn im Gegensatz zum 2:8 am Freitag in Bremerhaven stimmten bei den Innstädtern Leidenschaft und Willen an diesem Abend hundertprozentig. Ohne den geschonten Mario Trabucco und ohne Simon Fischhaber, Beppo Frank und Florian Gaschke lieferten sie den Gästen, die auf die Unterstützung von rund 600 Fans bauen konnten, die mit einem Sonderzug angereist waren, vor deutlich über 3.000 Besuchern im Kathrein-Stadion einen offenen Schlagabtausch. Im ersten Drittel machte jedoch ein Fehler den Unterschied. Nach einem katastrophalen Abspielfehler von Marcus Götz hatte Michael Christ alle Zeit der Welt und ließ Timo Herden im Starbulls-Gehäuse keine Abwehrchance - 0:1 (17.).

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Diesen "Reifenplatzer", wie Steer ihn hinterher auf der Pressekonferenz nannte, machten die Grün-Weißen gleich zu Beginn des zweiten Drittels wieder wett, als Max Hofbauer nur 34 Sekunden nach Wiederbeginn der Ausgleich gelang. Es blieb in der Folge lange Zeit das erwartet offene Spiel, das sich erst ganz am Ende des Mittelabschnitts auf die Seite der Blau-Weißen neigte. Beim 1:2 durch Daniel Schmölz griff der in dieser Saison bis dato nahezu tadellos haltende Herden kapital daneben (40.) - und nur exakt 25 Sekunden konnte er nach dem Schuss von John Zeiler den Rebound nicht verhindern. Christ sagte "Danke" und schaufelte die Scheibe sieben Sekunden vor der Sirene zum 1:3 unter die Querlatte.

Zu Beginn des Schlussdrittels standen die Starbulls - Landshut und Riessersee führten unterdessen bereits deutlich - deswegen mit dem Rücken zur Wand. Doch die Mannschaft zeigte eine Reaktion: Tyler McNeely brachte die Hausherren erneut heran (42.), die sich dann aber zu leicht und vor allem zum falschen Zeitpunkt weitere Gegentore einfingen. Nach dem dritten Treffer von Christ (46.) und dem Überzahl-Tor von Jens Meilleur (51.) zum 2:5 war die Begegnung quasi schon gelaufen, auch wenn die Moral der Starbulls an diesem Abend unbändig war. Benjamin Zientek (54.) und Sergio Somma (58.) holten die Oberbayern noch ein weiteres Mal in die Begegnung zurück, doch das nur für Sekunden: Denn nur eine gute Minute nach dem 4:5 zog Kassels Kapitän Manuel Klinge von rechts außen ab und der Puck schlug im kurzen Eck ein - 4:6, die Entscheidung, und der zweite Treffer, bei dem Herden nicht gerade glücklich aussah. Kassel bleibt damit der einzige Gegner, den die Starbulls im Verlauf der Hauptrunde nicht wenigstens einmal besiegen konnten.

Starbulls vs. Kassel Huskies

"Müssen Situation akzeptieren"

"Für uns war es eigentlich ein Spiel ohne großen sportlichen Wert. Es ist egal, ob du als Zweiter, Dritter oder Vierter in die Playoffs gehst", sagte Huskies-Trainer Rico Rossi, der auch nach dieser Devise handelte und kein Risiko im Hinblick auf die heiße Saisonphase eingehen wollte. Deswegen gab es zum Beispiel für den mit bereits zwei Zehn-Minuten-Strafen bedachten Top-Scorer Mike Collins lediglich bei eigener Überzahl ein paar Minuten Eiszeit.

"Wir müssen die Situation jetzt so hinnehmen, wie sie eben ist. Wir müssen uns ab sofort gewissenhaft auf Weißwasser vorbereiten. Das wird sicherlich keine leichte Aufgabe, aber wenn man im Playoff weiterkommen will, muss man diesen Gegner schlagen", so Steer im Hinblick auf die Pre-Playoffs. Hierbei erwarten die Starbulls am Freitag (19.30 Uhr) die Sachsen zum ersten Aufeinandertreffen im Kathrein-Stadion.

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - EC Kassel Huskies 4:6 (0:1, 1:2, 3:3)

Tore: 0:1 (17.) Michael Christ (Manuel Klinge, Daniel Schmölz), 1:1 (21.) Max Hofbauer (Michael Rohner, Tyler McNeely - Überzahl-Tor), 1:2 (40.) Daniel Schmölz (Mike Collins, Sven Valenti - Überzahl-Tor), 1:3 (40.) Michael Christ (John Zeiler, Sebastian Alt), 2:3 (42.) Tyler McNeely (Stephen Schultz, Benjamin Zientek), 2:4 (46.) Michael Christ (John Zeiler, Eric Stephan), 2:5 (51.) Jens Meilleur (Carter Proft, Sven Valenti - Überzahl-Tor), 3:5 (54.) Benjamin Zientek (Michael Rohner), 4:5 (58.) Sergio Somma (Andrej Strahkov, Fabian Zick), 4:6 (59.) Manuel Klinge (Daniel Schmölz, Carter Proft).

Schiedsrichter: Sirko Hunnius (Berlin) und Cori Müns (Grafing).

Strafen: Rosenheim 16 - Kassel 14.

Zuschauer: 3.141.

redro24/mw

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