Aufholjagd wird mit zwei Punkten belohnt

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Rosenheim - War das spannend – und wichtig zugleich! Die Starbulls haben am Faschingssonntag nach einem 0:3-Rückstand die Gäste aus Bad Nauheim im Penaltyschießen niedergerungen.

Die Höhepunkte des Spiels:

Nach einem total verpennten ersten Drittel setzten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler dank einer klaren Leistungssteigerung danach letztlich mit 4:3 (0:3, 1:0, 2:0, 1:0) nach Penaltyschießen gegen die Roten Teufel Bad Nauheim durch und haben damit weitere wichtige Zähler im Kampf um die Playoff-Qualifikation eingefahren. Vor allem die Abstiegsrunde sollte bei nun acht Punkten Vorsprung auf Platz elf und noch vier ausstehenden Spielen jetzt eigentlich kein Thema mehr sein.

Nach der Ehrung von Timo Herden, der kürzlich zum DEL2-Spieler des Monats Januar gewählt wurde, sah der wiedergenesene Trainer Franz Steer – am Freitag beim Sieg in Ravensburg lag er mit Grippe im Bett – zunächst eine ziemlich schlechte Leistung seiner Spieler. Hinzu kam, dass die Gäste aus Hessen ihre Chancen eiskalt ausnützten. In der 8. Minute setzte sich Dusan Frosch gegen mehrere Starbulls-Verteidiger durch und überwand Herden zum 0:1. Nur 71 Sekunden später klingelte es erneut, als Top-Scorer Max Campbell im Powerplay viel zu viel Platz hatte und von halbrechts aus dem Handgelenk traf (10.). Und zu allem Überfluss düpierte Frosch in der 17. Minute auch noch Beppo Frank und schoss eiskalt zum 0:3 ein.

Schultz-Tor leitet die Wende ein

Während viele Fans haderten und schimpften, blieb der weiterhin verletzte Kapitän Stephan Gottwald ruhig und kündigte in der ersten Pause an: Dieses Spiel ziehen wir noch! Gesagt, getan! In der Kabine hatte Steer anscheinend die richtigen Worte gefunden, denn nur 96 Sekunden nach Wiederbeginn war es Stephen Schultz, der die Starbulls ins Spiel zurückschoss. Es folgte eine bärenstarke Phase der Hausherren mit dicksten Möglichkeiten, darunter auch ein Lattenschuss von Mario Trabucco. Ein zweiter Treffer wollte jedoch zunächst nicht fallen.

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Das sollte sich im Schlussdrittel ändern: Zunächst schienen sich die Hessen etwas gefangen zu haben, doch als Tim Kunes, der im zweiten Drittel einen Puck ans Ohr bekommen hatte und kurzzeitig in die Kabine geführt werden musste, mit einem abgefälschten Schuss im Powerplay zum 2:3 erfolgreich war (49.), war der Ausgleich eigentlich nur eine Frage der Zeit. Der fiel bereits gut zwei Minuten später, als Schultz eine Vorlage von Marcus Götz unter die Querlatte des Nauheimer Kastens lenkte (51.). Danach hätten die Grün-Weißen das Spiel eigentlich noch in der regulären Spielzeit gewinnen müssen – ein Pfostenschuss von Kunes und eine riesige Dreifachchance mit der Schlusssirene waren Beweis genug dafür!

In der anschließenden Verlängerung spielten die Starbulls – wieder einmal – ein schwaches Powerplay und mussten es so auf das Penaltyschießen ankommen lassen, wo sie sich aber diesmal außerordentlich treffsicher zeigten. Sowohl Trabucco und Schultz als auch Andrej Strahkov trafen, während für die Rot-Weißen lediglich Campbell erfolgreich war. Damit ging der Zusatzpunkt unter dem Strich völlig verdient an die Starbulls, die mit 78 Punkten weiterhin den sechsten Tabellenplatz belegen.

Steers Umstellungen fruchteten

„Wir haben im ersten Drittel unsere Chancen eiskalt genützt. Danach musst du auswärts so eine Führung natürlich halten. Wir haben danach eigentlich auch nicht schlecht gespielt, aber manche Situation schlecht gelöst“, bemängelte Gästetrainer Petri Kujala.

„Wir haben drei einfache Gegentore bekommen. Die waren vermeidbar. Toll war, dass die Mannschaft danach nicht aufgehört hat, an sich zu glauben“, sagte Steer, dessen taktische Änderungen letztlich auch ein Schlüssel zum Erfolg waren: „Ich habe dann auf drei Reihen umgestellt und versucht, die Reihen, die bei uns Tore schießen können, nicht auf Ringwald und Paris treffen zu lassen, denn das sind zwei sehr gute Verteidiger!“

Die Stimmen der Trainer:

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – EC Bad Nauheim 4:3 n.P. (0:3, 1:0, 2:0, 1:0) 

Tore: 0:1 (8.) Dusan Frosch (Tim May, Matt Beca), 0:2 (10.) Max Campbell (Harry Lange, Drew Paris – Überzahl-Tor), 0:3 (17.) Dusan Frosch (Matt Beca, Alexander Baum), 1:3 (22.) Stephen Schultz (Tyler McNeely, Benjamin Zientek), 2:3 (49.) Tim Kunes (Andrej Strahkov, Simon Fischhaber – Überzahl-Tor), 3:3 (51.) Stephen Schultz (Marcus Götz, Mario Trabucco), 4:3 Stephen Schultz (GWG).

Schiedsrichter: Bastian Haupt (Kempten).

Strafen: Rosenheim 18 – Bad Nauheim 22.

Zuschauer: 2.029.

redro24/mw

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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