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Ganz plötzlich verstorben: Maximilian Krückl ist tot

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Pfeifkonzert bei 0:3-Heimpleite gegen Weißwasser

"Trauerspiel" legt Starbulls-Baustellen schonungslos offen

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Rosenheim - Die Geduld der Starbulls-Fans scheint am Ende zu sein: Nach einem weiteren Null-Punkte-Wochenende und einer 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)-Heimpleite gegen Weißwasser setzte es ein gellendes Pfeifkonzert aus der Mangfallkurve. *NEU: Videos*

Am späten Sonntagnachmittag wurden den 1.993 Zuschauern im Emilo-Stadion die zahlreichen Baustellen, an denen die Rosenheimer Eishockeyspieler für die Zukunft dringend arbeiten müssen, schonungslos vor Augen geführt. Kaum ein Führungsspieler übernimmt derzeit Verantwortung, dazu gab es kaum Tempo und Ideen sowie wenig bis kein Körperspiel. Gepaart mit einem Powerplay, das eigentlich den Namen nicht verdient, und einer eklatanten (allerdings altbekannten) Abschlussschwäche ergibt das eine Mixtur, die fast zwangsläufig im Tabellenkeller der DEL2 enden muss. 

Mit derzeit 19 Punkten rangieren die Starbulls auf dem vorletzten Tabellenplatz - nach den Pleiten in Bayreuth (1:2) und jetzt eben gegen die Lausitzer Füchse sind es nun schon vier Zähler bis zu Rang zehn (Pre Playoffs) und satte zehn Punkte Rückstand auf Platz sechs, der zur direkten Playoff-Teilnahme berechtigen würde. 

Wieder ohne vier Stürmer

Doch davon sind die Starbulls derzeit meilenweit entfernt - und als "Ausrede" können da auch nicht die neuerlichen Ausfälle von Dominik Daxlberger, Simon Fischhaber, Christian Neuert und Simon Heidenreich herhalten, denn im ersten Abschnitt lief es noch gar nicht so schlecht für die Innstädter. Tyler Scofield, Leopold Tausch nach einem Zwei-auf-Eins mit Greg Gibson und zweimal Tyler McNeely hatten allesamt die grün-weiße Führung auf dem Schläger. Aber sie hatten ihre Rechnung ohne den starken Füchse-Schlussmann Maximilian Franzreb gemacht.

Weißwasser hingegen kam mit einfachem, geradlinigem Eishockey zum Erfolg. In den ersten beiden Überzahlspielen brannte es jeweils lichterloh im Rosenheimer Drittel und beim Schuss von Connor Gardner stand lediglich der Pfosten im Weg. Kurz vor der Sirene hatten die Gäste von der polnischen Grenze dann gleich dreimal die Chance zur Führung, doch der bestens aufgelegte Timo Herden - einer der ganz wenigen Lichtblicke im Starbulls-Team - reagierte glänzend.

Video: Die Highlights der Partie

Versäumtes holten die Füchse 15 Sekunden nach Wiederbeginn nach. Nach einem harten Zweikampf im Slot konnte Herden den Versuch von Jeff Hayes erst parieren, doch der Puck prallte gegen das Bein des Kanadiers und von dort ins Starbulls-Tor. Nach Konsultation des Videobeweises - eine Premiere in Rosenheim - gab Schiri Naust den Treffer - 0:1 (21.).

Dabei sollte es lange bleiben: Weißwasser verteidigte geschickt, dennoch kam Rosenheim bei zwei kurzen "Zwischenspurts", einen davon im letzten Drittel, zu guten Ausgleichschancen durch Scofield (2x), Joseph Lewis, Michi Baindl oder dem jungen Yannik Wenzel, der ganz alleine vor Franzreb an dessen Weltklasse-Parade scheiterte.

Am Ende ein echtes "Trauerspiel"

In der Schlussphase wurde es dann aus Rosenheimer Sicht ein echtes "Trauerspiel" und dem Team die Defizite gnadenlos aufgezeigt. Stephan Kronthaler hatte eigentlich meterweit Vorsprung vor Jakub Svoboda, wurde aber dennoch von diesem überlaufen. Den anschließenden Querpass verwertete Top-Scorer Dennis Swinnen zum vorentscheidenden 0:2 (56.). Das dritte Gegentor, das nur 49 Sekunden später fiel, hatte dasselbe "Stickmuster", nur dass diesmal der "Überlaufene" der sorglose Lewis war. Anschließend taten die frustrierten Fans ihren Unmut kund: Entweder sie gingen fluchtartig nach Hause oder sie pfiffen gellend...

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Lausitzer Füchse 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)

Tore: 0:1 (21.) Jeff Hayes (Dennis Swinnen, Jakub Svoboda), 0:2 (56.) Dennis Swinnen (Jakub Svoboda, Andre Mücke), 0:3 (57.) Dennis Swinnen (Jeff Hayes, Jakub Svoboda).

Schiedsrichter: Marc Naust (Iserlohn).

Strafen: Rosenheim 4 - Weißwasser 6.

Zuschauer: 1.993.

mw 

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