Schweres Heimspiel gegen Kassel Huskies

Starbulls sahen bis kurz vor Schluss wie sichere Sieger aus

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Rosenheim - Mit einem Heimspiel am Freitagabend um 19.30 Uhr gegen die Kassel Huskies starten die Starbulls Rosenheim in das dritte Adventswochenende. 

Stabulls Rosenheim - Kassel Huskies 3:4 (1:1, 3:2, 3:4)

Tore:

0:1 (14.) Lennart Palausch (Thomas Merl , Kevin Maginot)

1:1 (19.) Dominik Daxlberger (Wade MacLeod)

2:1 (22.) Tyler McNeely (Tobias Thalhammer)

3:1 (29.) David Vallorani (Max Renner - Powerplay)

3:2 (32.) Manuel Klinge (Mike Little - Powerplay)

3:3 (59.) Carter Proft

3:4 (Penalty) Jamie MacQueen

Zuschauer:        2297

Schiedsrichter: Benjamin Hoppe

Fazit 1. Drittel aus unserem Live-Ticker:

Nach beidseitigen abtasten erspielte sich Kassel einige Chancen und ging durch Müller Mathias in Führung. Auch nach der Führung hatte Kassel mehr vom Spiel und die Starbulls kamen nur schwer wieder ins Spiel. Doch zum richtigen Zeitpunkt kurz vor der ersten Pause erzielt Dominik Daxlberger nach Vorarbeit von Wade Macleod den Ausgleich zum 1:1

Fazit 2. Drittel aus unserem Live-Ticker:

Das zweite Drittel begannen die Starbulls wie aus den letzten Heimspielen gewohnt, enorm druckvoll und gingen durch Tore von Mcneely und Vallorani verdient mit 3:1 in Führung. Jedoch kam Kassel in Überzahl durch Klinge wieder auf 3:2 heran. Strafzeiten sollten die Starbulls nach Möglichkeit im letzten Abschnitt vermeiden, denn da blitzt die Klasse von Kassel enorm auf.

Fazit nach dem Spielende aus unserem Live-Ticker:

Die Kassel Huskies gewinnen gegen die Starbulls nach Penaltyschiessen mit 4:3. Die Starbulls sahen bis kurz vor Schluß wie der sichere Sieger aus, bis sie den Ausgleich hinnehmen mussten. Im Penaltyschiessen gaben die Schiris erst den ersten Treffer von Klinge nicht, erst nach Protesten der Kasseler wurde das Tor zu Ungunsten der Starbulls gegeben. Am Sonntag geht es für die Starbulls um 18.30 in Bad Nauheim weiter. 

Vorbericht:

Die Kassel Huskies stellen eine große Herausforderung für die Grün-Weißen dar, denn die Schlittenhunde haben ihren Kader jüngst noch einmal kräftig verstärkt. Mit Verteidiger Mike Little und Stürmer Justin Kirsch stehen diesmal zwei echte Hochkaräter mehr im Kader der Kassel Huskies, als beim Starbulls-Auftritt Mitte Oktober in der Fuldastadt. 

Little wechselte von den Graz 99ers nach Kassel, sein ursprünglicher Probevertrag wurde inzwischen in ein Festengagement umgewandelt. Der 1,78 cm große und 85 Kilogramm schwere US-Amerikaner ist in der Defensive bei Trainer Rico Rossi gesetzt und konnte zudem in seinen acht absolvierten Spielen in der DEL2 bereits sieben Scorerpunkte verbuchen. 

Mit ihm stehen nun fünf Kontingentspieler im Kader der Huskies, also einer mehr als in den Spielen eingesetzt werden dürfen. Einen "Härtefall" wird es aber beim Auftritt der Schlittenhunde im Kathreinstadion wohl nicht geben, denn mit Taylor Carnevale fällt der bislang erfolgreichste Scorer (32 Punkte) des kanadischen Stürmer-Quartetts des Rossi- Teams aller Voraussicht nach wegen einer Fußverletzung aus

Mit dabei ist dagegen Justin Kirsch. Der überraschend Ende November vom Ligarivalen Frankfurter Löwen an den Fuß des Herkules gewechselte Stürmer schlug dort bestens ein. Nach vier Spielen stehen für ihn bereits vier Scorerpunkte zu Buche, und im letzten Spiel gegen Freiburg wurde er mit dem entscheidenden verwandelten Penalty zum Matchwinner. 

Dass der Tabellenfünfte im Heimspiel gegen den Aufsteiger auf dem Breisgau beim 3:2-Shoot-Out-Sieg einen Punkt abgab, war aber durchaus eine Überraschung. Rossi sprach von einem verschlafenen ersten Drittel, lobte aber die Spielweise im Schlussdrittel, an die sein Team in Rosenheim anknüpfen soll.

Die Starbulls erwarten mit den Huskies nun nach längerer Zeit wieder einen Gegner im Kathrein-Stadion, der mit vier und noch dazu qualitativ gut besetzten Sturmreihen agieren kann. Und auch die Strafzeitenstatistik, in der Kassel hinter Wertungsführer Bremerhaven auf dem zweiten Rang liegt, lässt ebenfalls ein intensives Spiel erwarten. Allerdings ist Kassel sowohl total (13 Gegentore), als auch relativ (über 89 Prozent Erfolgsquote) die mit Abstand beste Unterzahlmannschaft der Liga.

"Wir wissen, wie wir gegen Kassel spielen müssen. Und meine Jungs sind frisch und gut drauf", gibt sich Starbulls-Coach Franz Steer aber durchaus selbstbewusst gegen einen Gegner, "gegen den wir noch nicht so oft gepunktet haben". Und das soll diesmal anders sein. Schließlich sind die Starbulls die unangefochten stärkste Heimmannschaft der laufenden Spielzeit der DEL2. Und auch auswärts waren sie im Hinspiel am 16. Oktober ganz nah dran, in Kassel Zählbares mitzunehmen. Nach aussichtslos anmutenden 0:4- und 1:5-Rückständen kämpften sich die Grün-Weißen leidenschaftlich auf 5:6 heran und hatten in den Schlussminuten zwei riesige Chancen zum Ausgleichstreffer, ehe sie noch ein Empty-Net-Goal hinnehmen mussten.

Personell sieht es bei den Starbulls einerseits gut aus, da es nach dem erfolgreichen Comeback von Simon Fischhaber beim 5:4-Heimsieg gegen Riessersee aktuell keine verletzungs- oder krankheitsbedingten Ausfälle gibt. Andererseits stehen mit Manuel Edfelder, Gustav Veisert und Stefan Loibl drei inzwischen etablierte und wichtige Spieler an diesem und am nächsten Wochenende nicht zur Verfügung. Die drei sind von Bundesnachwuchstrainer Christian Künast in den 23-köpfigen Kader für die U20-Weltmeisterschaft berufen worden, die von 13. bis 19. Dezember in Wien stattfindet. Im Kader der Starbulls gegen Kassel steht deshalb auch „Standby-Verteidiger“ Max Meirandres, dem Franz Steer ein bemerkenswertes Lob zollt: "Hut ab, wie der Max diese Situation annimmt, sich im Training reinhängt und der Mannschaft hilft. Das ist ganz stark!"

Starbulls Rosenheim/mw

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